Ermutigungswort

Du hast mehr Möglichkeiten, als du ahnst – ganz zu schweigen von Gottes ungeahnten Möglichkeiten mit dir!


Komm Heiliger Geist - Ideengeber und Lösungsfinder  © Foto: Friedbert Simon / Künstler: Polykarp Ühlein In: Pfarrbriefservice.de

Komm Heiliger Geist - Ideengeber und Lösungsfinder (© Foto: Friedbert Simon / Künstler: Polykarp Ühlein In: Pfarrbriefservice.de)

Ein Wort aus der Kirche

Pfingsten, Hochfest, Lesejahr A: Joh 20,19-23

„Glaubst du eigentlich wirklich an den Heiligen Geist? Gibt es den eigentlich wirklich? Und wie soll der überhaupt wirken?“ So bin ich neulich wieder gefragt worden. „Natürlich glaube ich an den Hl. Geist und an sein Wirken.“ Könnte ich was anderes antworten? Aber wie erklärt man jemanden, was Hl. Geist ist und wie er wirkt?

„Weißt du“, habe ich geantwortet, „ich fange jetzt nicht an, theologisch und von der Hl. Dreifaltigkeit her zu erklären. Das ist nämlich so etwas wie ‚Höhere Mathematik‘. Nehmen wir doch einfach mal für wahr, dass Jesu von beiden spricht: von Gott als Vater und von dem Helfer, dem Beistand: dem Hl. Geist.“

„Naja“, sagte mein Gegenüber, „wenn Jesu selbst dran glaubt, dann muss ja was dran sein. Aber wie merke ich denn, dass es den Hl. Geist tatsächlich gibt?“

„Ich gebe zu, man braucht schon etwas Übung, ein Gespür, um zu merken: da war der Hl. Geist mit im Spiel. Es sind nämlich meistens nicht die spektakulären Geschichten, worüber sogar die Zeitungen schreiben: Es war ein Wunder! Es geschieht oft eher im Kleinen, manchmal merkt man es erst später. Es ist oft ein Gefühl der Unterstützung, der Kraft oder eine Freude oder ein Optimismus.“

„Also wirklich“, sagte mein Gegenüber, „das ist mir zu wage, zu gefühlsduselig. Geht das nicht konkreter? Was macht denn der Hl. Geist?“ „Okay“, sage ich, „das erzählt die Bibel: der Hl. Geist ist die Kraft, die alles erschafft und in eine gute Ordnung bringt. Erde, Luft Wasser, Tiere, Menschen.“ „Oh,“ sagt mein Gegenüber, „dann ist der Hl. Geist ja ein Grüner!“ „Nicht ganz,“ antworte ich, „aber er gibt gute Ideen, er sucht und findet Lösungen, und er gibt die Kraft, sie umzusetzen.“

„Möge die Macht mit dir sein!“, sagt mein gegenüber. „Naja, auf alle Fälle ist der Hl. Geist nicht auf der dunklen Seite der Macht zuhause, ganz im Gegenteil. Die Macht, durch die er wirkt, kennst du auch: „Echt jetzt?“ „Ja. Es ist die Liebe! Und die kennst du auch! Die Liebe zu deinen Eltern und Geschwistern. Die Liebe, die du einem bestimmten Menschen schenkst. Die Begeisterung für ein Sache, ein Hobby, zum Sport. Der Stolz auf deine Arbeit. Das was dich da antreibt: das ist Heiliger Geist!“
„Dann ist der quasi überall?“ „Ja, so kann man sagen, außer, man verweigert sich, man will ihn nicht an sich rankommen lassen oder man verleugnet ihn. Dann kann Gott selbst nichts machen. Aber weißt du: der Heilige Geist, das ist auch Erfahrungssache.

Einer hat um das Jahr 1200 in Paris seine Erfahrungen aufgeschrieben: Ein Mensch bittet um den Hl. Geist: er hat seine Heimat verloren, seine Arbeit, seine Zukunft ist ungewiss:

‚Komm herab, Heiliger Geist, du zerreißt meine dunkle Nacht.

Gib mir dein Licht, erhelle mein Herz, ich bin wie ein Bettler und du beschenkst mich. Du tröstest mich, du bist wie ein Freund der mich besucht und mich auf neue Gedanken bringt, mich ablenkt von meiner alten Gedanken.
Du bringst mich wieder runter, wenn ich glühe vor Aufregung und Zorn, du kühlst mein Gemüt, damit ich wieder vernünftig denken kann, und dann spüre ich wieder Leben in mir:

Wo ich verhärtet bin, da löst du die Blockade, da spüre ich, daß wieder Blut fließt und Gefühl kommt und ich beweglicher werde. Es wird wieder heil, ahne ich, irgendwann ist es wieder gut. Es gibt noch Hoffnung und eine Rettung.‘

Das hat Stephan Langton aufgeschrieben, so hat er den Hl. Geist erlebt. (GL 344) Ich kann es dir nicht beweisen, aber ich spüre ihn jeden Tag. Er wirkt ...“

Ich wünsche ihnen diese Kraft
und frohe Pfingsten!
Pfarrer Joachim Fey
Bendorf, Pfarrverwalter


Kaum auszudenken

Ich wage es kaum auszudenken, was geschähe, wenn die Christenheit plötzlich anfinge, an die Gegenwart des Geistes Gottes zu glauben. Wenn sie glauben könnte, dass das Leben nicht aus Gewohnheiten besteht, sondern aus Einbrüchen, aus plötzlichen Erfahrungen und Erkenntnissen, die neu und anders sind als alles Gewohnte. Ich wage mir kaum auszudenken, was mit der Christenheit geschähe, wenn sie plötzlich einen lebendigen Gott erführe, einen Gott, der heute bei ihr ist,… der Wege zeigt und Neues vor die Augen der Menschen stellt.

Es ist kaum auszudenken, was es für die Menschheit, auch für die Menschen in unserem Land bedeuten könnte, wenn die Christen die Probleme dieser Zeit mit neuen, offenen Augen anschauten und dann sagten: Im Namen Gottes: Wir gehen einen anderen, einen neuen Weg. Wir lassen unsere Gewohnheiten, unsere Ansprüche und unsere Gedankenlosigkeit hinter uns und gehen, ärmer, aber von Hoffnung getragen und vom Geist Gottes geführt, in eine offene Zukunft. (Jörg Zink)


Heilig-Geist-Symbol:  Pfarrkirche Peuerbach,  Oberösterreich,  Bild: Martin Manigatterer  In: Pfarrbriefservice.de

Pfingsten

Warum ist immer Alles so kompliziert?
Wie oft durchblick’ ich nichts mehr,
weiß nicht, was richtig und was falsch ist.
Gibt’s denn nicht auch mal einfache Antworten -
wenigstens ab und zu?

Und wenn ich mich vorwage,
was werden die anderen sagen,
was werden sie denken;
in welche Gesichter werde ich blicken?
Wie oft vermisse ich die warme Kuschelecke der Gleichgesinnten?

Entscheidungen treffen, jeden Tag
über Kleinkram und Wichtiges,
ohne zu wissen, was daraus wird.
Viel lieber hätte ich dann jemand, der oder die mir sagt, wo’s langgeht,
oder macht, was ich mir wünsche.

Daß Dein Geist meine Widersprüche trägt,
in diesem Wirrwarr der Eindrücke und Erfahrungen mich stärkt,
Danach sehne ich mich!
(Klaus Bastian)


Heiliger Geist, mache mich barmherzig

Heiliger Geist, unsere Erde braucht dringend Barmherzigkeit, ein rares Gut derzeit. Ich will bei mir anfangen und dich bitte ich mich dabei zu begleiten mit deiner Kraft, mit deiner Dynamik, mit deinen Ideen, mit deiner Liebe. Lass mich ...

  • über einen Fehler meines Ehepartners hinwegsehen, ohne ein Theater zu machen. –

Ich bitte dich: Mach mich barmherzig (jedes Mal).

  • dem Nachbarn den unfreundlichen Morgengruß nachsehen. –
  • den jahrelangen Zankapfel begraben. –
  • das Herz öffnen und den Groll hinausspülen. –
  • still mitleiden und mitbeten. –
  • gastfreundlich mein Haus öffnen. –
  • geduldig dem alten Menschen zuhören. –
  • den Unsympathischen annehmen und ein Stück seines Weges begleiten. –
  • den, der immer den zweiten und dritten Platz einnimmt loben und ihm Wertschätzung entgegenbringen. –

Heiliger Geist, viele Möglichkeiten gibt es, barmherzig zu sein. Mache mich ideenreich, aber lass mich auch jeden Tag zu dir gehen, mich in deine Arme werfen, mein ständiges Aktivsein ruhen lassen, meine Besserwisserei zurücklassen, um Platz für dich und die Geschenke deiner Barmherzigkeit zu schaffen. (C. Munding)


Geisteswehen

Oh, Gott
lass ihn wehen
deinen Geist
in unseren Augen, dass wir sehen
in unseren Ohren, dass wir hören
in unseren Herzen, dass wir lieben
lass ihn wehen
damit wir zupacken, aufgreifen, begreifen
lass ihn wehen
damit wir anpacken, bewegen, begehen
lass ihn wehen
deinen Geist
in uns
damit wir leben.
Amen.
(Frank Greubel)


Zum Schmunzeln

Ich fühle mich, als könnte ich Bäume ausreißen.
Also kleine Bäume.
Vielleicht Bambus.
Oder Blumen.
Na gut, Gras. Gras geht.


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