Ermutigungswort

Starke Menschen werden nicht einfach geboren. Sie entwickeln sich aufgrund der Stürme, die sie überstanden haben oder gerade dabei sind zu überstehen. (Quelle unbekannt)

 


 

Jeder Mensch ist einzigartig, hat seine ganz besondere Farbe

Jeder Mensch ist einzigartig, hat seine ganz besondere Farbe

Du musst nicht das Beste geben, du musst nur dein Bestes geben!

Impuls zum 33. Sonntag – 15. November 2020 – Lesejahr A: Mt 25,14-30

von: P. Casimir Kumar, Kooperator

Jeder Mensch ist andersartig. Unser Gott erschafft niemals zwei Mensch, die sich total gleichen. Wir sind alle verschieden, einzigartig, nicht nur von Natur aus, sondern auch durch die unterschiedlichen Gaben, die der Heilige Geist jedem schenkt. Es gibt keinen Heiligen, der einem anderen Heiligen gleicht. Jeder ist einzigartig in seiner ureigenen Heiligkeit, in seinem Anspruch auf Gerechtigkeit, Wahrheit, im Gehorsam,  in allem. 

Unsere Gesellschaft ignoriert dieses Lebensgesetz völlig. Sie will Gleichheit. Alle Unterscheidungen und Unterschiede müssen beseitigt werden. Alles muss eingeebnet werden und uniform sein. Aber der Mensch kommt nicht aus einer Fabrik. Er kommt aus den weisen Händen seines Schöpfers. Jeder Mensch hat die gleiche Würde, da ist Gleichheit gefordert. Aber das will eine a-theistische, a-religiöse, a-philosophische, un-wissenschaftliche Anthropologie nicht wahrhaben.

Das Evangelium dieses Sonntags erzählt, dass ein Mann fünf Talente an seinen Diener gab, einem anderen zwei und einem dritten ein Talent. Nicht aus Laune oder aus gutem Willen, sondern nach den Fähigkeiten eines jeden. Es wäre unfair vom Herrn, von allen dreien die gleiche Menge „Früchte“ oder Gewinn zu verlangen. Unterschiedliche Kapazitäten, unterschiedliche Früchte. Heute wird diese Wahrheit leider nicht beachtet. Jeder Mensch soll Höchstleistungen erbringen, ohne auf seine Kraft, seine Fähigkeiten, seine momentane Situation zu achten.

Noch ein anderes Problem rückt das Evangelium in den Mittelpunkt der Überlegungen: Wieso wird jener dritte Diener bestraft: Er war auf seine Weise sehr sorgsam. Damit er es nicht verliert, vergräbt er sein einzelnes Talent und bringt es in Sicherheit. Sollte er vielleicht hoch pokern, Grenzen überschreiten, alles verlieren, in die Schuldenfalle tappen, wie wir das gegenwärtig rundherum erleben? Sicher nicht. Jesus wirft ihm Angst vor und mangelndes Vertrauen in sich, das Fehlen von Zivilcourage, das Verspielen einer neuen Lebensperspektive. Der Diener beschreibt seine passive Haltung mit den Worten: „Herr, ich hatte Angst vor dir!“  Dieser „Angst“ will Jesus entgegen treten. Hier geht es nicht um die Angst als Schutzmechanismus, den jeder gesunde Mensch in sich trägt. Gemeint ist hier mangelndes Vertrauen in die Fähigkeit, sich weiter zu entwickeln. Jesus weiß, dass wir manches verschleudern und verspielen. Doch er wird heil machen, was wir nicht oder nur schlecht zustande bringen. Es zu versuchen und nicht schon vorher aufzugeben, das ist gefordert. Das Evangelium ist ein großer Trost, dass wir mit dem auskommen, was wir mitbekommen haben. Niemand wird zu Unmöglichem angehalten. Ich muss nicht das Beste, sondern mein Bestes geben. Dieser Grundsatz erleichtert unser Leben, auch bei allen Niederlagen, die wir durchmachen müssen. „Komm, nimm teil an der Freude, am Festmahl deines Herrn!“ Dieses Versprechen ist uns sicher, wenn wir uns bemühen, mit Gottes Hilfe Talente dazuzugewinnen.

 


 

 


Rabbi Sussja erzählt:

In der kommenden Welt wird man mich nicht fragen: „Warum bist du nicht Mose gewesen?“ Man wird mich vielmehr fragen: „Warum bist du nicht Sussja gewesen?“
Man wird mich nicht fragen: „Warum hast du nicht das Maß erreicht, das der größte und gewaltigste Glaubende unserer Religion gesetzt hat?“
Sondern man wird mich fragen: „Warum hast du nicht das Maß erfüllt, das Gott dir ganz persönlich gesetzt hat? Warum bist du nicht das geworden, was du eigentlich hättest werden sollen?“

nach Martin Buber


 

Zum Schmunzeln

Die Mutter zum Kind: „Schlaf gut, der liebe Gott passt auf dich auf!“
Kind: „Muss er denn nicht auch schlafen?“
Die Mutter: „Nein!“
Das Kind: "Dann ist er wohl nachtaktiv!“

 


 

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