Ermutigungswort

"Sei so positiv, dass negative Menschen keine Lust mehr haben, in deiner Nähe zu sein." (Quelle unbekannt)

 


Ein bisschen beim Stern sitzen (Foto: G. Altmann, pixabay.com)

Ein bisschen beim Stern sitzen (Foto: G. Altmann, pixabay.com)

Geschichte zum 3. Adventssonntag, 13. Dezember 2020 – Lesejahr B: Joh 1,6-8,19-28

Ein bisschen beim Stern sitzen

Wie in jeder Adventszeit hatten wir an unserem breiten Blumenfenster den Herrenhuter Stern aufgehängt. – Sie kennen ihn vielleicht auch, diesen vielstrahligen Stern aus transparentem Papier, den man mit einer Glühbirne erleuchten kann.

Christian war begeistert. Immer wieder kam er ins Zimmer oder lief die Treppe hinunter auf die Straße, um „unseren Bethlehemstern“ anzusehen. An einem Dezemberabend war er schon ausgezogen, gewaschen und im Schlafanzug. Da drückte er sich an mich: „Bitte, darf ich noch ein bisschen beim Stern sitzen?“ Wollte er das Zubettgehen wieder einmal hinauszögern? Sei‘s drum!, dachte ich, denn mir schien, dass das kleine Gesicht viel Erwartung und eine unbestimmte Sehnsucht verriet.

Wollte er mich dabeihaben? Der kleine Mann schüttelte den Kopf: „Nein“, meinte er, „tu ruhig was anderes da drüben!“ Und schon war er im dunklen Zimmer Richtung Sofa verschwunden. Klein und allein saß der Dreieinhalbjährige im sanften roten Licht des Sterns, mehr zu ahnen als zu sehen. Leise zog ich die Türe zu. Er brauchte mich offensichtlich nicht.

Mich bewegten allerlei Gedanken und Frage. Was möchte das Kind da erleben, allein im großen, dunklen Raum. Nur angestrahlt vom großen Stern Wie war er drauf gekommen? Würde seien Sehnsucht erfüllt? Äußeres, Sichtbares konnte ja kaum geschehen.
Ich weiß nicht, wie lange ich im raum daneben mit meiner Wäsche hantiert hatte, da hörte ich kleine Schritte. Christian erschien. Das ganze Kind strahlte, lief in meine Arme und seufzte: „War das schön!“ „Ja, was denn eigentlich?“, wollte ich fragen. Aber ich ließ die Frage ungesagt. Vielleicht hätte sie etwas kaputtgemacht. Christian meinte: „So, jetzt kann ich schlafen gehen.“

Kurz darauf lag er in seinem Kinderbett. Später sah ich, dass er noch im Schlaf lächelte. Offensichtlich hatte er bekommen, was er gesucht hatte und brauchte. Es musste mehr als eine schöne Stimmung gewesen sein.

Ach, dachte ich, wenn wir Erwachsenen nur immer auch so genau wüssten, was uns guttut, was wir brauchen, was uns Frieden gibt und wirkliche Freude. Vielleicht wäre es das auch: so ein bisschen beim Stern sitzen. In seinem Licht, das uns Wichtiges und Nebensächliches deutlicher sehen und erkennen lässt. In seinem Licht, in dem wir uns ganz angenommen und geborgen wissen dürfen.     M.Zink

 


 

Karte zum 3. Advent (Foto: pixabay.com)

 


 

Gebet im Advent

Du Gott des Advent.
Du Gott der leisen Töne
Du Gott der aufbrechenden Quellen
Du Gott des Aufbruchs
Du Gott des Entgegenkommens
Wir halten dir unsere wartenden Herzen hin.
Tritt du ein, räume aus, was beschwert und verstopft.
Fülle uns mit Stille, mit Aufmerksamkeit und Achtung.
Lass unsere hektischen, hastigen und eilenden Schritte stolpern und zur Ruhe kommen.
Unsere betriebigen Hände in den Schoß legen und unseren unsteten Blick innehalten und auf dich richten.
Lass uns ankommen im Advent, um dir die Wege und Straßen zu bahnen, dir, unserem herannahenden Gott.
Amen  

 


 

Karte

 


 

Geist der Freude

Sich freuen.
Freude öffnet und bewegt.
Freude bleibt nicht bei sich.
Freude teilt sich mit.

Löscht den Geist nicht aus.

Offenbleiben
und in Bewegung –
auf das Kommende,
auf das Kommen des Herrn hin.

Löscht den Geist nicht aus.

Beten und Danken
in der Bewegung der Freude,
die nicht erstickt,
nicht ruhiggestellt werden soll.

Löscht den Geist nicht aus.

Unerhörtes hören –
und es weitersagen.
Prophetisches Reden
nicht verachten.

Löscht den Geist nicht aus.

Sich tragen lassen
und andere tragen.
Sich rufen lassen:
von IHM.

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Thess 5,16-24)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 12/2020, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de


 


 

Zum Schmunzeln

Jan springt zur Oma und gibt ihr ein selbstgemaltes Bild:
„Das ist für dich, Oma!“
Kurze Zeit später kommt er wieder, legt ihr einen Zettel hin und sagt:
„Und das hier ist deine Rechnung!“

 


 

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