Ermutigungswort

Jede kleine Ehrlichkeit ist besser als eine große Lüge. 
(Leonardo da Vinci)

 


 

Der Himmel riss auf und eine Stimme sprach: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“ (Foto: free-fotos, pixabay.com)

Der Himmel riss auf und eine Stimme sprach: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“ (Foto: free-fotos, pixabay.com)

Impuls von Pastoralreferent Matthias Olzem zum Fest "Taufe des Herrn", 10. Januar 2021 – Lesejahr B: Mk 1,7-11

Mich vom Geist Gottes be-geistern lassen

Unser Gehirn ist ein Wunderwerk. Bis ins hohe Alter können wir lernen, Neues entdecken und denken. Der Hirnforscher Gerald Hüther hat herausgefunden: Wir lernen am schnellsten, besten und nachhaltigsten nicht durch intensives Pauken, sondern wenn wir von etwas wirklich begeistert sind.

Von etwas be-geistert sein. Ich finde, das hat etwas zu tun mit dem, was Johannes der Täufer meint, wenn er im ersten Kapitel des Markusevangeliums sagt: „Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich. Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.“

Wasser, über mich geschüttet, das perlt von mir ab, aber wenn mich ein neuer Geist durchdringt, dann bin ich ganz davon erfüllt. Mein ganzes Denken und Handeln ist davon bestimmt.
Von Gottes Geist erfüllt sein. Was kann das bedeuten?

Der Evangelist Markus gibt uns in seinem Text einen Tipp, den wir heute nicht mehr direkt erkennen, weil uns die alten heiligen Schriften nicht in der Originalsprache geläufig sind. Den Menschen zur Zeit des Markus aber kam es sofort bekannt vor, wenn sie im Text die Worte Gottes aus dem aufgerissenen Himmel hörten: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“ Mit genau den gleichen Worten wird in einem Text des Propheten Jesaja vom Gottesknecht gesprochen und beschrieben, von welchem Geist er erfüllt ist: Er bringt das Recht, er schreit und lärmt nicht, zerbricht nicht das geknickte Rohr und löscht den glimmenden Docht nicht aus.

Wenn ich und immer mehr Menschen sich von diesem Geist Gottes be-geistern lassen würden: sich bemühen gerecht miteinander umzugehen, niemanden niederzuschreien oder zu übertönen, geknickte und schwache Menschen aufzurichten und zu stärken. Und wenn wir dabei nie die Bereitschaft zum Lernen verlieren. Dann könnte vielleicht an der einen oder anderen Stelle auch bei uns „der Himmel aufreißen“. Vielleicht wäre so etwas ja auch ein guter Vorsatz für das neue Jahr 2021.

Matthias Olzem
Pastoralreferent

 


 

Anbetung der Könige: Krippe in der Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus, Vallenfar (Foto: Brehm)

Anbetung der Könige: Krippe in der Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus, Vallenfar (Foto: Brehm)

Die Drei Könige und ihre Geschenke

Großer Gott, du schickst an die Krippe deines Sohnes Besucher. Wie bei der Geburt anderer Kinder, so verfährst du auch mit deinem Sohn. Nach den Hirten, den rauen Gesellen von nebenan aus dem Abseits, kommen die Könige, weise Männer von weit her, aus verschiedenen Kontinenten mit reichen Gaben. Du lädst alle ein, von fern und von nah, arm und reich, ohne Unterschied interessierst du dich für jeden Menschen. Was willst du uns mit den drei Königen sagen?

Caspar (Foto: H. Brehm)

Caspar (Foto: H. Brehm)

Melchior (Foto: H. Brehm)

Melchior (Foto: H. Brehm)

Balthasar (Foto: H. Brehm)

Balthasar (Foto: H. Brehm)

Caspar, „Schatzmeister“ vom afrikanischen Kontinent, bringt Myrrhe mit. Nah an der Natur, wissen diese Völker aus Pflanzen Heilmittel zu erstellen. Weist Caspars Geschenk auf dich als Hei-land, als Arzt hin. Komm auch in meine Schmerzen und hilf mir! Jeder Mensch ist dein Schatz, auch ich. Du hast unzählige Schätze in mich hineingelegt. Einige habe ich entdeckt während meines langen Lebens und entfaltet, andere darf ich noch entfalten. Selbst jetzt noch. Zeige mir, welche!

Melchior, »König des Lichts« Europäer, er bringt Gold als Geschenk mit. Uns Europäern fällt es schwer, das Gold in Situationen und Menschen zu entdecken, viel lieber kritisieren wir und decken die Schwächen auf. Mit Melchior, dem König des Lichts, will Gott uns ermutigen, als Goldgräber statt Mistkäfer zu reagieren in unseren Ehen, in unseren Familien und in unserer Gesellschaft. Hilf mir weniger zu nörgeln und zu jammern und mehr zu loben und das Schöne zu sehen.

Balthasar aus Asien, “Gott wird helfen” oder “Gott schützt dein Leben“ macht sich mit auf den Weg, das Geheimnis des Sterns zu lüften. Er hat die duftenden Essenzen des Weihrauchs im Gepäck. Als von der Corona Situation Betroffene verstehen wir, wie wichtig es ist, Atemluft zu desinfizieren, Wohlgeruch und Gesundheit zu verbreiten, oder Viren und Keime abzuhalten, sich gefährlich zu verbreiten. Gott gab den Christen den Auftrag „Zum Wohlgeruch beizutragen“, gesundes, desinfiziertes Klima zu schaffen, in dem Menschen gesunden können, nicht krank werden.

Stern von Bethlehem zeig auch mir den Weg zur Krippe und von da aus in das neue Jahr 2021. Mit Weihrauch, Myrrhe und Gold, das du, Jesus, an mich weiterschenkst im rechten Moment zu rechten Zeit, werde ich es mit dir zusammen durchlaufen.

 


 

Karte: Ein Stern für Dich (Grafik:  Myriams-Fotos, pixabay.com)

 


 

Karte: Die andere Perspektive (Grafik: H. Brehm)

 


 

Zum Schmunzeln

Die Mutter zum Kind vor der Kirche stehend.
„Schau, da haben wir dich getauft!“ 
Der Kleine zwei Tage später zur Oma am gleichen Ort stehend: 
„Schau, Oma, da haben mich Mama und Papa gekauft!“"

 


 

Ermutigungswort

Wir wissen nicht, wie sich unsere Welt weiterentwickeln wird,
doch wir wissen, dass Gottes Licht uns den Weg weisen wird.
 
(Sr. Anna Maria aus der Wiesche, Christusbruderschaft Selbitz)

 


 

Das neue Jahr - wie eine unberührte Schneelandschaft (Foto: Heike Bärbel, pixabay.com)

Das neue Jahr - wie eine unberührte Schneelandschaft (Foto: Heike Bärbel, pixabay.com)

Impuls der Redaktion zum Neujahrsfest, 1. Januar 2021 – Lesejahr B: LK 2,16-21

Das Neue Jahr

Alles, was neu ist, löst einen Reiz bei uns Menschen aus: Interesse, Neugier, Hoffnung. Der Kalender, der vor uns liegt, vielleicht noch blütenweiß, hat eine ähnliche Faszination wie der Weg im Neuschnee, in dem noch keinerlei Spuren von Menschen oder Tieren zu finden sind.

Neuanfänge können aber auch Angst machen. Die bangen Fragen: "Was kommt auf mich zu?" "Werde ich den Herausforderungen gewachsen sein?" … legen sich wie ein Klammergriff um unser Herz oder wollen uns die Luft abdrücken.

Für 2021 hoffen wir alle, dass es anders wird als 2020, dass Corona besiegt wird und nicht mehr unser ganzes Leben durcheinander wirbelt, vor allem wieder spontane Kontakte mit anderen Menschen und Freunden möglich sein werden. Eine Jugendliche sagte neulich: „Viele sagen, hoffentlich wird alles bald anders! Sie lauern auf wieder zurück, wie alles einmal war! Ich finde das schrecklich. In der Zwischenzeit läuft uns das Leben davon. Ich möchte jetzt leben. Hier und jetzt! Das Beste aus dieser momentanen Situation machen! Denn ich will leben und nicht auf der Wartebank sitzen, bis alles wieder wird wie vorher.“

Der Lyriker und Philosoph Paul Valéry blickt weiter wenn er schreibt:

"Was uns das neue Jahr wohl bringt?
Ihr glaubt an manches Wunderbare!
Doch hört, wie diese Frage klingt:
Was bringen wir dem neuen Jahre?"

Wir sind eingeladen, in diesen ersten Tagen des Neuen Jahres dankbar zurückzublicken, was uns - neben all den Herausforderungen - als Gutes, Lohnenswertes zugefallen ist: zum Beispiel neue und intensivere Kontakte. Da nicht mehr so viele und schnelle Kontakte möglich sind, intensivieren sich die wenigen und wir merken: wir haben mehr davon! Zum Beispiel: Entschleunigte Tage, ohne anstrengendes Multitasking. Zum Beispiel: kreative Köpfe im Kulturbereich, in Betrieben oder auch in unserer Kirchengemeinde. Wie viele Menschen haben neue Ideen geschmiedet und umgesetzt – oft weit ab von der Amtskirche und den Hauptamtlichen. Das ist genauso ermutigend wie das Heer von Helden des Alltags, die ihre Zeit und ihre Gesundheit für andere tagtäglich ein- und aufs Spel setzen.

Gott ist nahe, vor allem auch in Krisen. Er steht bereit, uns durchzutragen. Wir müssen nur bereit sein, ihm das auch zuzutrauen und uns ihm anzuvertrauen. "Umarme du uns, Gott. Du Zärtlichkeit und Nähe. Infiziere uns mit unbändiger Zuversicht", heißt es in einem Gebet.

Geben wir uns dem Reiz des Neuen hin. Begreifen wir das Neue Jahr als Chance. Egal, was es bringen wird, wir können uns darauf einlassen. Denn das „Fürchtet euch nicht“, das die Engel auf den Wiesen beim Stall von Bethlehem den Hirten zugerufen haben, es gilt auch uns. Es ist die Zusage Gottes an uns: ihr sein meine geliebten Kinder. Ich gehe mit euch durch dick und dünn. Im neuen Jahr wird es genügend Möglichkeiten geben, um in Glaube, Hoffnung und Liebe zu wachsen. Und er, der uns behütet, schläft nicht!

 


 

Anbetung der Könige, Außenportal der Ritterkapelle Haßfurt, Bistum Würzburg (Foto: Friedbert Simon, In: Pfarrbriefservice.de)

Anbetung der Könige, Außenportal der Ritterkapelle Haßfurt, Bistum Würzburg (Foto: Friedbert Simon, In: Pfarrbriefservice.de)

Dreikönigsfest

Es ist ein bereits sehr alter Brauch, am Dreikönigsfest, die Häuser zu segnen. Dazu haben die Sternsinger mit Kreide die Buchstaben C+M+B (sie stehen für "Christus Mansionem Benedicat" – Christus segne dieses Haus – oder für Caspar, Melchior und Balthasar) verbunden mit der Jahreszahl an die Haustür geschrieben oder einen entsprechenden Aufkleber angebracht. Christen bringen damit die Hoffnung zum Ausdruck, dass für ein weiteres Jahr „alles Übel“ von der eigenen Wohnung oder vom Haus ferngehalten werden und Jesus Christus mit seinem heilbringenden Segen präsent sein möge.

 


 

Ich sagte zu dem Engel, der an der Pforte des neuen Jahres stand:
„Gib mir ein Licht, damit ich sicheren Fußes der Ungewissheit entgehen kann.“
Aber er antwortete:
„Geh nur hinein in die Dunkelheit und leg deine Hand in die Hand Gottes! Das ist besser als ein Licht und sicherer als ein bekannter Weg!“
aus China

 


 

Karte: Irischer Segen zum neuen Jahr

 


 

Zum Schmunzeln

"Was will das Wort besagen, dass der Mensch nicht von Brot allein lebt?", fragt der Religionslehrer die Klasse.
Markus weiß es und antwortet:
"Es will besagen, dass auch noch Butter und Wurst dazugehören."

 


 

Ermutigungswort

"Wer sich nach Licht sehnt, ist nicht lichtlos, denn die Sehnsucht ist schon Licht." (Bettina von Arnim)

 


 

Der Engel Gabriel besucht Maria (Foto: Dorothée Quennesson Pixabay.com)

Der Engel Gabriel besucht Maria (Foto: Dorothée Quennesson Pixabay.com)

Impuls zum 4. Adventssonntag, 20. Dezember 2020 – Lesejahr B: Lk 1,26-38

Das Evangelium dieses Sonntages erzählt von der Begegnung Marias mit dem Engel, der ihr die Geburt des Gottessohnes ankündigt. Mit ihrem Ja bringt Maria eine Bereitschaft zum Ausdruck, eine positive Offenheit, sich von Gott und seinem Geist erfüllen zu lassen. Durch ihre Bereitschaft kann sie IHN, den Sohn Gottes zur Welt bringen. Das Evangelium dieses 4. Adventssonntages ist eine Einladung, dieser Grundhaltung Marias im eigenen Leben Raum zu geben, sich auch auf damit verbundene Veränderungen einzulassen und so selbst einen Beitrag zu leisten, dass Christus neu in die Welt kommen kann.

 


 

Die Begnadete

Stockender Atem.
Furcht ohnegleichen.
Erstarren. Erbleichen.

Fremde Rede wie Rauschen.
Hören ohne zu vernehmen.

Ruhig werden,
lauschen.

Umhüllt vom Wunder
sich wundern.

Aufnehmen,
noch nicht annehmen.

Vorsichtig atmen,
noch nicht aufatmen.

Zaghaft, zögerlich,
dann stark und klar:
die Kraft zu fragen,
das Nein zu denken,
das Ja zu erwägen,
das Ja zu wagen,
das Ja zu schenken –
es frei zu sagen!

Glaubend,
liebend,
hoffend,
vertrauend
auf deinen Plan.

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Lk 1,26-38)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 12/2020, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de

 


 

(Foto: congerdesogn, pixabay.com)

Vertrauensknoten

Jeder von uns hat einen Vertrauensknoten im Herz. Das sind die fehlenden Antworten auf ungelöste Fragen, auf die „Warums“ in meinem Leben. Der Advent sagt uns: Gott kümmert sich mehr um unsere Angelegenheiten, als wir es je könnten. Sein weiterer Blickwinkel weiß, warum er uns im Moment nicht „unsere Lösung“ präsentiert. Wissen wir denn, ob sie wirklich so gut wäre. Warten wir also geduldig ab, legen wir unsere Fragen aus diesem Jahr bei ihm ab, wir werden dadurch frei von unseren Vorstellungen und offener für seine.

Fürchtet euch nicht! Adventliche Menschen sind Menschen einer großen Zuversicht. Denn wir haben einen Gott, der verspricht: Ich bin bei euch. Ich gehe mit euch durch reißende Wasser, durch verzehrende Feuer, durch tiefe Täler und hinauf auf schneebedeckte Gipfel. Ich bin euch bis zum Ende der Welt.

 


 

Kleine Adventsimpulse für jeden Tag

Gibt es einen Menschen, den du heute beschenken möchtest mit einem Anruf, einer Karte, einem Gebet, ……?

Gönn dir eine „Fünf Minuten Lichtzeit“. Entzünde eine Kerze, lege die Beine hoch, atme tief ein und aus und gib alles Belastende oder Gehetzte mit deinem Ausatmen an Gott ab. Lass dich von ihm mit neuer Kraft füllen.

Beim Warten an der Kasse kann ich aufs Smartphone starren, ich kann aber auch geduldige, wohltuende, liebevolle Blicke/Worte für die Menschen vor und hinter mir aussenden. Trotz Maske möglich.

 


 

Karte Schenken (Foto Yeven Buzuk, pixabay.com)

 


 

Zum Schmunzeln

Linus bei der Adventswanderung mit seiner Familie.
"Tut mir leid, ich kann nicht so schnell rennen wie ihr alle, sonst rutscht mein Gehirn aus den Ohren."

!“

 


 

Ermutigungswort

"Lasst uns der Welt antworten, wenn sie uns furchtsam machen will:
‚Sei getrost und unverzagt, Fürchte dich nicht und las dich nicht erschrecken!‘ (1 Chronik 22,13) 
Eure Herren gehen, unser Herr aber kommt!“ (Gustav Heinemann)

 


 

„Mein Sohn hat Geburtstag.  Frohe Weihnachten!“ – Gott (Foto:  dorothe quennesson, pixabay.com)

„Mein Sohn hat Geburtstag.  Frohe Weihnachten!“ – Gott (Foto:  dorothe quennesson, pixabay.com)

Impuls zum Weihnachtsfest, 24. Dezember 2020 – Lesejahr B: LK 2,1-14

Emmanuel: Gott mit uns

Die Vorsilbe des Jahres „Pan“ kennen wir alle. Übersetzt: völlig, ganz, gesamt. Die indische Religion, ein polytheistischer oder monotheistischer Hinduismus, ist von vielen Göttern und Göttinnen geprägt - Gott ist überall oder Alle sind Gott. Darum werden die Elemente Feuer, Wasser, Raum, Wind und Land je ganz eigenständigen Gottheiten zugeordnet. Man spricht von Pantheismus.

Pantheismus ist die Ansicht, dass Gott im Wesentlichen mit dem Universum identisch ist und gänzlich in der Welt innewohnt: Gott ist das Universum und das Universum ist Gott. Daher scheint Pantheismus den Hinduismus am besten zu bezeichnen.
Kommen wir zu unserem christlichen Weihnachtswort: „Emmanuel: Gott ist mit und hier bei uns, Gott ist als Mensch geboren.“ Mancher könnte sagen: „Ist Gott bei uns, dann ist er auch in den Höhen und Tiefen des Lebens gegenwärtig.“ Daraus stellt sich die Frage: „Ist er dann auch bei den Verbrechen und bei Katastrophen präsent?“ Sofort kommt da die Person Jesu in den Blick. Er ist ja die personifizierte Liebe Gottes. Im Leben und Handeln von Jesus wird Gottes Liebe sichtbar.
Zeit seines Lebens war Jesus unterwegs zu den Menschen. Er hat gerade viele am Rande der Gesellschaft lebende Menschen, also Ausgestoßene, Zöllner und Kranke besucht. Wo die Menschen mit ihm und Gottes Liebe in Kontakt kamen, da hat sich ihr Leben verändert. Mit Jesu Hilfe haben sie in die Mitte der menschlichen Gemeinschaft und zu Gott (zurück‐)gefunden. „Gott ist auch bei Kata­strophen gegenwärtig.“

Dieser Satz wirft ein neues Licht auf das Weihnachtsgeschehen. Jesus, Gottes Sohn, wird ja praktisch in die Katastrophe von Armut, Obdachlosigkeit, Flucht und Mangel hineingeboren. Die Katastrophe als Ort der Menschwerdung Gottes. Viele Katastrophen sind von Menschen z.B. durch Umweltsünden verschuldet.

Gott beseitigt diese Katastrophen nicht per Wunder. Er macht sich in den Katastrophen des Lebens präsent. Er verändert sie von innen, durch seine Liebe, durch seinen Zuspruch, durch seine Solidarität mit den Opfern.

Wie war Ihr Jahr 2020? Wie überwinden Sie Ihre täglichen kleinen oder großen Katastrophen? Helfen Sie auch anderen dabei deren Katastrophen zu bewältigen?

Liebe Leserinnen und Leser, mein Wunsch für das neue Jahr an Sie: PanJesu, PanElpis, PanEirene, PanChara. Hoffnung sei unsere völlige Hoffnung, Friede sei unser ganzer Friede, Freude sei unsere gesamte Freude, wie Jesus unser lieber Jesu sei.
So wie Jesus möchten auch wir den Menschen nah sein. In den glücklichen Momenten, um gemeinsam Gott Dank zu sagen. In den Katastrophen des Lebens, um in der Liebe Gottes und der Gemeinschaft der Menschen neuen Halt zu finden. In diesem Sinne wünscht Ihnen das gesamte Pastoralteam ein hoffnungsvolles Weihnachtsfest und ein friedliches, neues Jahr 2021.

P. Casimir Kumar Amalraj OCD
Kooperator

 


Karte: Die Nacht wird hell


Karte: Es fehlten ihm unsere Herzen


 

Karte: Liebe kommt immer leise 

Karte: 4 Schlüssel

 


 

Zum Schmunzeln

Johanna ist bei Oma und betrachtet mit ihr zusammen das Krippenbild, das Oma aufgestellt hat. Man sieht Maria und das Kind.
Da fragt Johanna: „Oma, wo ist denn der Josef?“
Nach kurzem Überlegen antwortet sie selbst: „Ach so, der musste ja das Ganze fotografieren!“

!“

 


 

Ermutigungswort

"Sei so positiv, dass negative Menschen keine Lust mehr haben, in deiner Nähe zu sein." (Quelle unbekannt)

 


Ein bisschen beim Stern sitzen (Foto: G. Altmann, pixabay.com)

Ein bisschen beim Stern sitzen (Foto: G. Altmann, pixabay.com)

Geschichte zum 3. Adventssonntag, 13. Dezember 2020 – Lesejahr B: Joh 1,6-8,19-28

Ein bisschen beim Stern sitzen

Wie in jeder Adventszeit hatten wir an unserem breiten Blumenfenster den Herrenhuter Stern aufgehängt. – Sie kennen ihn vielleicht auch, diesen vielstrahligen Stern aus transparentem Papier, den man mit einer Glühbirne erleuchten kann.

Christian war begeistert. Immer wieder kam er ins Zimmer oder lief die Treppe hinunter auf die Straße, um „unseren Bethlehemstern“ anzusehen. An einem Dezemberabend war er schon ausgezogen, gewaschen und im Schlafanzug. Da drückte er sich an mich: „Bitte, darf ich noch ein bisschen beim Stern sitzen?“ Wollte er das Zubettgehen wieder einmal hinauszögern? Sei‘s drum!, dachte ich, denn mir schien, dass das kleine Gesicht viel Erwartung und eine unbestimmte Sehnsucht verriet.

Wollte er mich dabeihaben? Der kleine Mann schüttelte den Kopf: „Nein“, meinte er, „tu ruhig was anderes da drüben!“ Und schon war er im dunklen Zimmer Richtung Sofa verschwunden. Klein und allein saß der Dreieinhalbjährige im sanften roten Licht des Sterns, mehr zu ahnen als zu sehen. Leise zog ich die Türe zu. Er brauchte mich offensichtlich nicht.

Mich bewegten allerlei Gedanken und Frage. Was möchte das Kind da erleben, allein im großen, dunklen Raum. Nur angestrahlt vom großen Stern Wie war er drauf gekommen? Würde seien Sehnsucht erfüllt? Äußeres, Sichtbares konnte ja kaum geschehen.
Ich weiß nicht, wie lange ich im raum daneben mit meiner Wäsche hantiert hatte, da hörte ich kleine Schritte. Christian erschien. Das ganze Kind strahlte, lief in meine Arme und seufzte: „War das schön!“ „Ja, was denn eigentlich?“, wollte ich fragen. Aber ich ließ die Frage ungesagt. Vielleicht hätte sie etwas kaputtgemacht. Christian meinte: „So, jetzt kann ich schlafen gehen.“

Kurz darauf lag er in seinem Kinderbett. Später sah ich, dass er noch im Schlaf lächelte. Offensichtlich hatte er bekommen, was er gesucht hatte und brauchte. Es musste mehr als eine schöne Stimmung gewesen sein.

Ach, dachte ich, wenn wir Erwachsenen nur immer auch so genau wüssten, was uns guttut, was wir brauchen, was uns Frieden gibt und wirkliche Freude. Vielleicht wäre es das auch: so ein bisschen beim Stern sitzen. In seinem Licht, das uns Wichtiges und Nebensächliches deutlicher sehen und erkennen lässt. In seinem Licht, in dem wir uns ganz angenommen und geborgen wissen dürfen.     M.Zink

 


 

Karte zum 3. Advent (Foto: pixabay.com)

 


 

Gebet im Advent

Du Gott des Advent.
Du Gott der leisen Töne
Du Gott der aufbrechenden Quellen
Du Gott des Aufbruchs
Du Gott des Entgegenkommens
Wir halten dir unsere wartenden Herzen hin.
Tritt du ein, räume aus, was beschwert und verstopft.
Fülle uns mit Stille, mit Aufmerksamkeit und Achtung.
Lass unsere hektischen, hastigen und eilenden Schritte stolpern und zur Ruhe kommen.
Unsere betriebigen Hände in den Schoß legen und unseren unsteten Blick innehalten und auf dich richten.
Lass uns ankommen im Advent, um dir die Wege und Straßen zu bahnen, dir, unserem herannahenden Gott.
Amen  

 


 

Karte

 


 

Geist der Freude

Sich freuen.
Freude öffnet und bewegt.
Freude bleibt nicht bei sich.
Freude teilt sich mit.

Löscht den Geist nicht aus.

Offenbleiben
und in Bewegung –
auf das Kommende,
auf das Kommen des Herrn hin.

Löscht den Geist nicht aus.

Beten und Danken
in der Bewegung der Freude,
die nicht erstickt,
nicht ruhiggestellt werden soll.

Löscht den Geist nicht aus.

Unerhörtes hören –
und es weitersagen.
Prophetisches Reden
nicht verachten.

Löscht den Geist nicht aus.

Sich tragen lassen
und andere tragen.
Sich rufen lassen:
von IHM.

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Thess 5,16-24)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 12/2020, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de


 


 

Zum Schmunzeln

Jan springt zur Oma und gibt ihr ein selbstgemaltes Bild:
„Das ist für dich, Oma!“
Kurze Zeit später kommt er wieder, legt ihr einen Zettel hin und sagt:
„Und das hier ist deine Rechnung!“

 


 

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