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Ermutigungswort

"Wir schätzen die Menschen, die frisch und offen ihre Meinung sagen, vorausgesetzt sie meinen das selbe wie wir.“ (Luise Rinser)


Weinberg (Foto: Braxmeier/Wellington, in pixabay.com)

Die Arbeiter im Weinberg

Impuls zum 25. Sonntag im Jahreskreis - 20. September 2020, Lesejahr A: Mt 20,1-16

Nein, es geht nicht um Tarifpolitik. Es geht auch nicht um die Haltung Jesu zum Mindestlohn. Die Textstelle taugt auch nicht um Arbeitsplatzpolitik oder Wirtschaftspolitik zu betreiben. Wir würden das Thema verfehlen: Es geht Jesus nicht um den gerechten Lohn, sondern um sondern um das Reich Gottes. Sein Herzensanliegen.

Es geht ihm in seiner spannenden Geschichte darum zu veranschaulichen, wie großzügig und großherzig, ja verschwenderisch Gott ist. Das ist sein eigentliches Thema.

Aber natürlich, der Rabbi Jesus beherrscht die Kunst mit einer dramatischen Erzählung die Aufmerksamkeit seiner Zuhörerschaft zu gewinnen. Da ist jeder in Gedanken sofort mit dabei und wundert sich über diesen seltsamen Gutsbesitzer, der viermal zum Markt geht um Tagelöhner anzuheuern. Was soll das? Wie hat der seine Arbeit organisiert und wie kalkuliert der überhaupt?

Die Spannung steigt und die Frage nach der Entlohnung am Schichtende ist der Höhepunkt seiner Story.

Über die überraschende Wende können sie nur den Kopf schütteln: Wer macht denn sowas? Alle gleich zu bezahlen. Natürlich merken die Zuhörer, dass Jesus ihre Gedanken kennt und entlarvt: Sie kommen ihm mit dem Argument der Gerechtigkeit. Aber Jesus widerlegt sie in der Geschichte: der Gutsbesitzer kann in seiner Großzügigkeit den vereinbarten Tageslohn auch den Letzten geben, wenn er es will.
Jesus möchte mit seiner Geschichte die Gehirne und die Herzen erreichen und aufwühlen. Warum?

Er möchte den zentralen Gedanken seiner Lehre in die Köpfe und die Herzen der Menschen einpflanzen: Gott ist großzügig und barmherzig, immer bereit, einen Menschen in die Arme zu schließen, der zu ihm kommt, egal wie spät.

Das ist Jesus von Nazareth so wichtig, weil das Judentum seiner Zeit ein Bollwerk von Gesetzen und Vorschriften und Ausführungsbestimmungen errichtet hatte zwischen Gott und den einfachen Menschen. Man hatte als Normalgläubiger nicht die Chance, diese Regeln, Gesetze und Bestimmungen alle so zu erfüllen, dass man endlich mal mit Gott „im Reinen“ war.

Jesu Gottesvorstellung ist anders: Gott ist kein Kontrolleur und er rechnet nicht ab. Er ist der Gott der Gerechtigkeit und der Liebe und deshalb wirkt er barmherzig, damit der Mensch eine Chance hat oder eine zweite bekommt, damit er nicht den Mut verliert vor der Welt und vor Gott nicht sein Gesicht und seine Würde. Er soll an der Fülle des Lebens teilhaben. Das meint der „volle Tageslohn“.

Ich wünsche mir eine Kirche, die aus diesem Geist heraus Menschen annimmt, wie sie sind, die jene zu den Sakramenten empfängt, die geschieden sind, jene annimmt, die für ihre sexuelle Orientierung nichts können und sie auch nicht tauschen könnten. Jene, die als Frauen ein Weiheamt anstreben, und solche die auch als verheiratete Väter die Messe feiern wollten.

Ich glaube, dass Gott, der große Gutsbesitzer, noch öfter bei Kirche vorbeigehen muss, bis sie ihm die Arbeiter und Arbeiterinnen für seinen Weinberg zur Verfügung stellt, die er sucht.

Pfarrer Joachim Fey, Pfarrverwalter

 


Karte: Was ist der Mensch (Gestaltung: H. Brehm)

 


Achte auf deine Gedanken

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.  Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.
(Talmud)

 


Du bist ein Segensbringer

Ich habe so viele Gaben, Talente und Stärken in dich hineingelegt. Nun ist es an dir, sie auch im hohen Alter noch zu entdecken, zu entwickeln und dir zur Freude, mir zur Ehre und anderen zum Nutzen einzusetzen. So bist du Gesegneter und Segensbringer zugleich. Wenn andere an deinem Leben meine Liebe ablesen können, hast du verstanden, worum es mir geht. Dabei kommt es nicht darauf an, ob du nur noch im Bett liegen kannst, im Rollstuhl sitzt, eine Familie managst oder 4.000er besteigst.
(Quelle unbekannt)

 


Gebet (Gestaltung: H. Brehm)


 

Zum Schmunzeln

„Warum ist Adam schwach geworden, als Eva ihm im Paradies einen Apfel anbot?“, fragt der Lehrer.
„Nun“, meldet sich Lara, „er war ja nur aus Lehm gemacht.“


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