Ermutigungswort

"Siehe, mein Gott, da ist der andere, mit dem ich mich nicht verstehe.
Er gehört dir, du hast ihn geschaffen.
Du hast, wenn ihn nicht so gewollt, ihn mindestens so gelassen, wie er eben ist.
Siehe, mein Gott, wenn du ihn trägst, will ich ihn auch tragen und ertragen, wie du mich trägst und erträgst.“

(Karl Rahner)

 


 

In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste. Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste (Mk 1,12f) (Foto: Greg Montani, pixabay.com)

In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste. Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste (Mk 1,12f) (Foto: Greg Montani, pixabay.com)

Impuls von Matthias Olzem zum 1. Sonntag der österlichen Bußzeit, 21. Februar 2021, – Lesejahr B: Mk 1,12-15

Gott bietet uns eine Zukunft an

Jesus geht vierzig Tage in die Wüste. In der Wüste reduziert sich alles drastisch auf ein Minimum, die grüne und lebendige Natur, Wasser, angenehme Temperaturen und – wenn man alleine unterwegs ist – natürlich die menschlichen Kontakte.

Mit Kontaktreduzierung haben wir mittlerweile viele eigene Erfahrungen. Wir verzichten durch das heimtückische Corona-Virus bereits seit einem Jahr auf viele Kontakte.

Aber nicht nur das Virus schränkt uns ein, lässt uns verzichten. Auch in unserem normalen Lauf des Lebens, je älter wir werden, müssen wir oft schleichend und immer ein bisschen mehr verzichten: langjährige Kontakte brechen weg, der Körper und auch oft das Gedächtnis lassen uns vieles nicht mehr so machen wie früher. Vieles geht einfach nicht mehr so.

Natürlich ist es ein Unterschied, ob ich mich aus eigener Entscheidung – wie z.B. Jesus im Bibeltext des 1. Fastensonntags – reduziere oder ob es mir von außen aufgezwungen wird. Aber wie ich mit diesem Verzicht umgehe und was ich daraus mache, das liegt wieder in meiner eigenen Entscheidung.

Jesus nutzt die Zeit in der Wüste, um eine neue Perspektive zu gewinnen. Er sucht den Kontakt zu Gott und entwickelt Visionen. Keine negativen Horrorszenarien, sondern ermutigende Visionen: Gott hat uns nicht fallen gelassen, weil Menschen nicht vom egoistischen, gierigen und kurzsichtigen Umgang miteinander lassen können, trotz vieler Versuche Gottes, uns zu einem guten, gerechten, friedlichen, bewahrenden und nachhaltigen Umgang miteinander und mit der Schöpfung zu bewegen. Gott bietet uns weiter eine Zukunft an – er hat sie schon anbrechen lassen – in der Menschen und Geschöpfe so miteinander verbunden sind, dass für alle ein Leben in Fülle möglich wird.

„Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an die Frohe Botschaft“, verkündet Jesus im unserem Text.

Das wäre doch was: Die Fastenzeit nutzen, nicht um in erster Linie zu verzichten oder den aufgezwungenen Verzicht zu betrauern, sondern um Visionen zu entwickeln und an der ein oder anderen Stelle sich im eigenen Sprechen und Handeln daran zu orientieren – dann kann Ostern kommen.

Matthias Olzem, Pastoralreferent

 


 

Karte Fastenzeit (Text: Claudia Brehm; Foto: Gerd Altmann, Pixabay)

 


 

Sonntag, 21. Februar - Lesejahr B: zu Jes 43,16-21

Erneuerung

Die Vergangenheit,
sie birgt nicht nur Gutes.
Wer sich erinnert,
stößt auf Untätigkeit und Untaten,
auf eigene und fremde Schuld.
Scham und Groll sind die Folgen.

Scham kann Voraussetzung sein
für Verstehen und Versöhnen.
Doch sie kann auch lähmen,
in Fesseln schlagen,
das gute Leben vereiteln,
das Gott für uns will.

Deswegen ermöglicht Gott Erneuerung,
deshalb vergibt er uns unsere Schuld,
deshalb legt Gott „einen Weg an durch die Steppe
und Straßen durch die Wüste“.
Dann kann Neues wachsen,

„merkt ihr es nicht“?

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Jes 43,16-21)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 02/2021, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de, In: Pfarrbriefservice.de

  


 

Gebet um Toleranz (Text: Bertram Bolz, Diakon)

 


 

Zum Schmunzeln

Paul, sieben Jahre, fragt:
„Oma, ist der Opa ein Greis?“
Oma erwidert.
„Ja, das kann man so sagen, der Opa ist ein Greis.“
Paul darauf weiter:
„Und Papa? Ist der dann ein Halb-Greis!“

 


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