Mozarts Krönungsmesse erklingt in Vallendar - Liturgische Aufführung durch den Gürzenich-Chor Köln

Mozarts Krönungsmesse erklingt in Vallendar

VALLENDAR. Im Rahmen einer liturgischen Aufführung im Hochamt am Sonntag, 13. Mai 2018 um 11:30 Uhr ist mit der Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart (KV 317) in der Orgelfassung von Martin Focke eine der bekanntesten und schönsten Messkompositionen Mozarts in der Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus Vallendar (Kirchstraße 27) zu hören. Ausführende sind der Gürzenich-Chor Köln unter der Leitung von Christian Jeub sowie der Kantor der Pfarreiengemeinschaft Vallendar Johann Schmelzer und Solisten aus dem Chor.

Wolfgang Amadeus Mozart komponierte die als „Krönungsmesse“ bekannte Missa in C im März 1779 und sie wurde an einem der beiden Osterfeiertage (4. oder 5. April 1779) im Salzburger Dom uraufgeführt. Die Komposition zählt aufgrund ihres festlichen Charakters und ihrer musikalischen Vielfalt zu den beliebtesten Vertonungen der lateinischen Messtexte. Die aus dem Urtext erstellte Bearbeitung für Soli, Chor und Orgel, die Martin Focke aus dem Orchestersatz abgeleitet hat, wird dem Original in klanglicher Hinsicht vollauf gerecht.

Der Beiname „Krönungsmesse“ wurde früher auf einen möglichen Zusammenhang mit den jährlichen Krönungsfeierlichkeiten des Gnadenbildes in der Wallfahrtskirche Maria Plain nahe Salzburg zurückgeführt, leitet sich aber wohl eher von der Krönung Leopolds II. im Jahre 1791 und seines Nachfolgers Franz I. 1792 ab, da zu diesen Gelegenheiten die Messe durch Antonio Salieri aufgeführt wurde.

Charakteristisch für diese aus sechs Teilen bestehende Messe (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei) sind ihre sinfonischen Elemente und die klare Trennung von Solo- und Chorstimmen. Durch ihre musikalische Aussagekraft überragt sie alle anderen Salzburger Messen.

Die Tradition des 1827 als „Cölner Concertgesellschaft“ gegründeten städtischen Gürzenich-Chores ist das Fundament, auf dem sich der Chor als fester Bestandteil des Kölner Konzertlebens entwickelt hat. Das Erarbeiten von Alter und Neuer Musik hat zu einer ständigen Weiterentwicklung beigetragen. Namhafte Komponisten, Dirigenten und Chorleiter prägten die gemeinsame Arbeit und die Chorgeschichte. Darunter finden sich so bekannte Namen wie Johannes Brahms oder Max Bruch ebenso wie Hermann Abendroth, Günter Wand, Karl Richter oder James Conlon in der jüngeren Geschichte. Ca. 60 aktive Mitglieder bereiten gemeinsam mehrere Aufführungen pro Jahr vor, gehen auf Konzertreisen im In- und Ausland oder laden zu Workshops international renommierte Chorleiter wie z. B. den ehemaligen King’s Singer Simon Carrington oder den schwedisch-amerikanischen Chorleiter Gary Graden ein. Seit 2011 ist Christian Jeub musikalischer Leiter des Gürzenich-Chores.

Der gebürtige Solinger Jeub war nach seinem Studium an der Kölner Musikhochschule und der Essener Folkwang-Hochschule von 2000 bis 2007 am Staatstheater am Gärtnerplatz in München engagiert. Jeub besuchte Meisterkurse bei Eric Ericson, Frieder Bernius, Simon Carrington und Tõnu Kaljuste. Im Rahmen des Europäischen Musikfestes Stuttgart erhielt er 2002 und 2003 unter der künstlerischen Leitung von Helmut Rilling Dirigierstipendien. Von der Spielzeit 2007/2008 bis 2016 war er u.a.  als Chordirektor mit Dirigierverpflichtung am Musiktheater im Revier tätig. Für seine außerordentlichen Leistungen mit dem Opernchor wurde er 2013 mit dem Gelsenkirchener Theaterpreis ausgezeichnet. Seit dem Wintersemester 2014 ist er Lehrbeauftragter der Hochschule für Musik und Tanz Köln für Ensemblegesang und Oratorium, und seit dem Sommersemester 2016 leitet er die Universtätsmusik Koblenz.

 


 

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