Johann Schmelzer, Organist

Johann Schmelzer, Organist

„Die romantische Orgel“

Orgelmusik zum Marienmonat Mai am 06. Mai 2018

Unter dem Titel „Die romantische Orgel“ lädt  der Kantor und Organist der Pfarreiengemeinschaft Vallendar Johann Schmelzer im Rahmen der Marzellinusmusik-Reihe für Sonntag, den 06. Mai 2018 um 18:00 Uhr zu einem Konzert mit marianischen Orgelklängen in die Vallendarer Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus ein. Zu Gehör gebracht werden Orgelwerke bekannter Komponisten wie Reger und Franck sowie weniger bekannter Komponisten wie Sattler, Tombelle und Dittrich sowie ein „Sinfonisches Tryptichon über `Wunderschön prächtige´“ von Johann Schmelzer, denen zumeist marianische Hymnen zugrunde liegen und die so ein Schlaglicht auf die besondere Marienverehrung im Mai werfen. Der Eintritt zur Marzellinus-Musik ist frei, um eine freiwillige Spende bei der Türkollekte wird gebeten.

Dabei handelt es sich bei dieser Ausgabe der Marzellinusmusik um ein rein romantisches Konzertprogramm, das in sich jedoch den Bogen von der Hochromantik zur Spätromantik und Sinfonik schlägt.

Marzellinus-Musik: Die romantische Orgel

Hauptwerk des Abends ist die Choralfantasie über „Halleluja, Gott zu loben“ von Max Reger (1873-1916). Diese ist die letzte aus dem Zyklus der drei Choralfantasien OP 52 und zeigt Reger in einem ersten fulminanten Höhepunkt seiner Kompositionskunst. Das Stück basiert auf dem Choral von Johann Georg Bätzler, der Text stammt von Matthias Jorissen und gründet auf Psalm 146. Der Text der Choräle reizte ihn zu großer fantasievoller Ausdeutung der darin liegenden Bilder und Aussagen. Die Fantasie über „Halleluja, Gott zu loben“ ist in ihrer musikalischen Sprache unter den Choralfantasien wohl jene, die für den Hörer unmittelbar am ästhetischsten und klangschönsten erscheint. Sie variiert zunächst den Choral in verschiedenen Satztechniken und Klangschattierungen, bevor die Schlussstrophe in eine meisterhaft komponierte Fuge hinein ertönt und das Werk fulminant beendet.

Das „Ave Maria" (Op. 63,7) des gleichen Komponisten ist ein lyrisches Charakterstück von sehr intimer Atmosphäre und zeigt Regers Fähigkeit auch zu poetischer und zurückhaltender Ausdruckskraft.

Zudem wird Cesar Francks „Cantabile“ aus den „Trois Pieces pour Orgue“ zu Gehör gebracht. Dabei handelt es sich, wie der Name schon sagt, um ein lyrisches Charakterstück mit einer singenden, expressiv untermalten Melodie. Francks Harmonik ist stets sehr farbig und schillernd, seine Melodik sehr gesanglich gehalten; sein Klangsinn im Hinblick auf Registrierungen verbindet sich mit seiner Tonsprache zu einer wahren Perle an Ästhetik.

Mit der „Fantasie Fuge über das österliche Halleluja“ von Rudolf Dittrich (1861-1919), „Fantasie, Andante und Fuge über `Salve Regina´“ von Carl Sattler (1874-1938) und dem „Allegretto cantando“ von Fernand de la Tombelle (1854-1928) runden drei Werke eher unbekannter Komponisten das Konzertprogramm ab.

Der Österreicher Rudolf Dittrich lernte in seiner Kindheit bereits Orgel, Klavier und Violine. 1888 ging er als Direktor an die Musikschule in Tokio und war somit einer der ersten Mitteleuropäer, die sich in Japan um die mitteleuropäische Musiktradition verdient gemacht haben. Carl Sattler war Kölner Kirchenmusiker und Organist an St. Maria Himmelfahrt, sodann an der Kölner Philharmonie und St. Maria im Kapitol. Durch die Freundschaft und Zusammenarbeit mit Carl Cohen, der Domkapellmeister am Kölner Dom, Präses des Cälilienverbandes und Verfasser zahlreicher Kirchenlieder war, entstand ein reges kompositorisches Interesse am katholischen Kirchenlied. Fernand de la Tombelle war Schüler von Guilmant und Dubois und wirkte als Konzertorganist,  Schriftsteller und Kolumnist, Bildhauer und Maler, Kunstfotograf, Musikethnologe und Astronom. Er komponierte u.a. einige Oratorien, Kammermusik sowie Orgelmusik und beherrschte hervorragend die Registrierkunst und damit die Farbgebung auf der Orgel.

Die Konzerte der Marzellinusmusik-Reihe finden jeweils am ersten Sonntag im Monat statt und widmen sich verschiedenen kirchenmusikalischen Themen; außerdem laden sie ein, sich Zeit für Musik und Besinnung zu nehmen.

 


 

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