Weihnachten – das Lied der Menschwerdung Gottes

 

WEIHNACHTEN

Gott spielt die Melodie der Menschwerdung.
ER wird einer von uns
Stellt sich unserer Realität
Kommt uns ganz nah
Sagt und belegt: mit ihm ist zu rechnen
ER IST DA!

 

Weihnachtswunsch 2018

 

Liebe Gemeinde,
liebe Schwestern und Brüder

Die Advent und Weihnachtszeit ist geprägt, wie keine andere Zeit, von Lieder und Gesängen. Immer wieder wird das Geschehen der Menschwerdung Gottes in Jesus besungen. Das ist auch nur allzu verständlich, denn mit dem Kommen Jesu auf unsere Erde, sozusagen mitten unter uns, ist die Sphäre der Hoffnung, unserer Zukunft, des Lebens, der Liebe und des Friedens neu geworden.

Menschwerdung ist wieder eine Aufgabe geworden und Gerechtigkeit, Wahrheit, Anerkennung und Würde haben wieder ein Gesicht bekommen.

Worte reichen in die innerste Dimension nicht hin. Das kann nur die Musik. Sie kann Wirklichkeiten zum Klingen und Schwingen bringen, die sonst nicht auszudrücken wären. Deshalb ist das Geschenk der Weihnacht: Gottes Kommen zu uns, am besten und ehrlichsten in Liedern, Gesängen und der Sprache der Musik auszudrücken.

Auf dem Bild sind deshalb, auf der Grundlage aller Farben, Stilrichtungen und Facetten, Noten zu sehen, die in vielfältiger Form in der Sprache der Musik erklingen.

Als Schattenbild ist eine Kirche abgebildet, die daran erinnert, dass über viele Jahrhunderte das Lob Gottes musikalisch erklingt.

Das hat auch seine Entsprechung im Jubiläum unseres Kirchenchores. Er ist der älteste Verein von Vallendar und hat in diesem Jahr 2018 auf 350 Jahre seines Wirkens zurückgeschaut. Ein seltenes Jubiläum, das aber deutlich macht, wie lange schon Menschen sich musikalisch engagieren, die Botschaft Gottes in die Herzen der Menschen zu singen und ihr somit Hand und Fuß, eine Stimme und ein Herz zu geben.

Ich danke ausdrücklich unserem Chor für diese großartige Zeit, für viele Übungsstunden, für gewachsene Gemeinschaft und eine ausgesprochen ansprechende und zu Herzen gehende musikalische Gestaltung unserer Gottesbegegnungen.

Die Botschaft von Weihnachten: Wir können mit Gott rechnen

Was hier in Noten, in Farben, in der Buntheit des Lebens dargestellt ist, ist in der Tat nur ein Schatten dessen, was Gott für uns empfindet. Er sieht und hört nicht nur, was unser Leben ausmacht, sondern er kommt mitten hinein in unsere Welt, ist zu finden auf den Straßen und Wegen unseres Lebens. Er ist zu finden in den Gebrechen von uns Menschen, in dem was uns schwerfällt, in dem was uns freut. Er ist nicht wegzudenken, wenn Menschen ihm ihre Not, ihre Verzweiflung antragen, wenn sie nach Hilfe, Rettung und einem Halt suchen. In allen Situationen unseres Lebens ist er dabei, auch und gerade wenn wir den Verdacht hegen, er sei weit weg, habe sich zurückgezogen, habe kein Interesse an dem, was uns bewegt. Weihnachten ist und bleibt die Botschaft, dass wir mit Gott rechnen können und er sich nicht zurückgezogen hat aus dem, was unser Leben von uns fordert.

Weihnachten ist aber auch die Botschaft, dass Gott an uns anders handelt, als wir das wünschen und erwarten. Nicht als großer Aufrührer, Umstürzler oder Herrscher mit einer Armee hat er sich in Erfahrung gebracht, sondern als Retter, Messias, Versöhner, Friedenstifter, …, im Kleinen. Gott fängt in Jesus unscheinbar mit uns an, nicht in einem Palast, sondern in ärmlichen Verhältnissen. Nicht in gesicherten und wohlsituierten Lebensumständen, sondern auf der Flucht. Nicht in unangefochtenen und glatten Verhältnissen, sondern in herausfordernden Situationen und angstbesetzten Erfahrungen.

All das stellt uns das Weihnachtsfest vor, fernab von allen süßlichen Vorstellungen. Es stellt uns mitten in die Realität des Lebens, weil kein Geringerer als Gott in Jesus Christus sich unserem brüchigen und gefährdeten Menschsein ausgesetzt hat.

Wir besingen daher einen Gott, der einer von uns geworden ist. Wir preisen dankbar sein Kommen und bitten ihn bei uns zu bleiben, ja uns zu begleiten durch Höhen und Tiefen des Lebens.

Damit diese Erfahrung Wirklichkeit wird für Sie, nicht nur am Weihnachtsfest, wünschen wir Seelsorger der Pfarreiengemeinschaft St. Marzellinus und Petrus Vallendar Ihnen:

  • den Wohlklang des Friedens
  • die Musik der Hoffnung und der Liebe,
  • den Dreiklang des Wohlwollens, der Annahme und Beachtung,
  • den Grundakkord der Würde
  • die Melodie eines lebendigen Glaubens
  • und das Lied immer neuer Menschwerdung.
  • In diesem Sinne ein frohes Weihnachtsfest
  • und ein gesegnetes neues Jahr,

Rüdiger Kiefer SAC Pfarrer

Doris Faig, Gemeindereferentin

Eugen Stephan SAC Kooperator

Fr. Sebastian Wagner SAC Diakon

 


 

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