Dankeschönabend für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pfarreiengemeinschaft

Zu einem Dankeschönabend hieß Pfarrer Rüdiger Kiefer ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pfarreiengemeinschaft Vallendar-Urbar-Niederwerth am 4. Mai im Restaurantbereich der Vallendarer Humboldthöhe willkommen. Die etwa 80 anwesenden Personen waren zu guten Weinen und schmackhaften Suppen eingeladen.

In seinem Wortbeitrag würdigte Pfarrer Pater Rüdiger Kiefer SAC das Engagement der vielen Ehrenamtlichen, „das die Pfarreiengemeinschaft lebendig hält, das sie als Weggemeinschaft ausweist, das den Nachweis liefert, dass bei uns was los ist und unsere Glaubwürdigkeit unterstreicht“. Die Fülle des Engagements sei beeindruckend und zeige, dass Glaube lebt und von vielen verwirklicht wird, besonders „von den Menschen, denen Kirche etwas bedeutet, die trotzdem viele guten Seiten sehen und hervorheben und sie zu ihrer Haltung und ihrem Markenzeichen machen.“ Besonders zufrieden sei er, so Pater Kiefer, über das ökumenische Miteinander in der Pfarrei. „Ich bin der Überzeugung, dass wir nur dann Zukunft haben, wenn uns möglichst viel an Gemeinsamem gelingt. … Wir müssen die Köpfe zusammenstecken, das Gemeinsame entdecken, pflegen und weiter entwickeln.“

Auf dem Weg in die Pfarrei der Zukunft

In einem zweiten Teil seines Beitrages ging Kiefer auf den bevorstehenden Übergang der Pfarreiengemeinschaft in die Pfarrei der Zukunft Koblenz ein. Diese Entwicklung sei bei vielen mit Sorgen und Ängsten verbunden. Er betonte jedoch, dass Leben ein lebendiger Prozess sei, dass es um Entwicklung, Veränderung und um Weiterwachsen gehe, eine Herausforderung, der sich jede und jeder im persönlichen Leben in verschiedensten Situationen selbstverständlich stelle. Das sei nun auch im Blick auf die lebendige Weiterentwicklung der Kirche und des Glaubens gefragt.

Wenn Menschen an den bisherigen Strukturen festhalten wollen, wissen sie oft nicht, dass die jetzigen Pfarreien erst in den letzten 200-300 Jahren gewachsen sind. Wenn wir wieder dahin zurückkehren, dann nicht, um alles, was bisher gewachsen ist, ungeschehen zu machen, sondern in der größeren Einheit wieder mehr Leben und Lebendigkeit, mehr Kirche sichtbar und erfahrbar zu machen.“ Zugleich solle aber auch gestärkt werden, was vor Ort lebt und von den Glaubenden mit Leben erfüllt wird. Das sei in der Pfarreiengemeinschaft ja schon ganz gut ausgeprägt.

Chancen sehen, ergreifen und umzusetzen

Die Entwicklung werde aber weggehen von der Zentrierung auf die hauptamtlichen Seelsorger und hingehen zu einer Lebendigkeit der ganzen Kirche, des ganzen Volkes Gottes. „Diese Entwicklung ist mehr als überfällig. Sie macht aus den Getauften wieder das, was sie sind, nämlich geistbegabte Menschen, die das, was sie vom Evangelium verstanden haben, auch einbringen und so Kirche ein neues Gesicht, ein frischeres Aussehen und einen überzeugenderen Ausdruck verleihen“, so Pater Kiefer. Er wolle deshalb werben, in diesem Vorgang die vielfältigen Chancen zu sehen, zu ergreifen und umzusetzen und weniger den Ängsten Raum zu lassen. Das gelte besonders auch in der Frage der Eucharistie. „Wir haben bisher der Hochform, der Eucharistiefeier, den absoluten Vorrang eingeräumt und fast alles andere Formen vergessen.“ Gottesbegegnung könne es auch geben im Wortgottesdienst, in Andachten, Prozessionen, Impulsen, Meditationen, Agapefeiern, Schriftgesprächen, Pilgerwegen, Wegkreuzestationen, in Gespräche und Diskussionen mit Wertinhalt, Trost, Ermutigung, Aufbau, in soziale Hilfestellung, im Engagement, in der Friedensstiftung und vielem mehr. Diese Form der „Gottesgegenwart“ gelte es in der zukünftigen Pfarrei wieder neu zu entdecken.

Wenn uns das gelingt, sehe ich, dass Kirche eine neue Bedeutung bekommt, von vielen getragen und gestaltet. Ich sehe, dass sie vielfältiger wird, glaubwürdiger und überzeugter, bunter, phantasievoller und Heimat für mehr als jetzt. Weil sie sich mehr am Leben der Menschen, an dem, was sie brauchen orientiert und in ihrer klaren Botschaft überzeugtere Antworten und Hilfe auf die Herausforderungen der unterschiedlichen Lebensentwürfe gibt.

Deshalb“ - so ermutigte Pater Kiefer die Zuhörerinnen und Zuhörer - „haben sie keine Angst vor dem Neuen, vor der Pfarrei der Zukunft, gehen sie sie mutig und beherzt an, nehmen sie mit wachen Sinnen wahr, an welchen Stellschrauben noch Korrekturen vorgenommen werden müssen, denn alles kann am Anfang nicht rund laufen, und wagen sie den ‚Schritt über den Jordan‘, in die Chance der Zukunft.“ Gottes Zusage an Josua gelte auch heute: „Sei mutig und stark. Fürchte dich nicht, und hab keine Angst, denn der Herr, dein Gott, ist mit dir bei allem, was du unternimmst.“ (Jos 1,9)

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