(c) Weltgebetstag der Frauen - Deutsches Komitee e.V.

(c) Weltgebetstag der Frauen - Deutsches Komitee e.V.

 

Herzliche Einladung zum Weltgebetstag der Frauen am 06.03.2020 um 17.00 Uhr

Der Weltgebetstag wurde in diesem Jahr von Frauen aus dem südafrikanischen Land Simbabwe unter dem Thema „Steh auf und geh“ vorbereitet und viele Frauen Welt weit feiern am 6. März diesen Gottesdienst. Wir feiern diesen ökumenischen Gottesdienst in unserer Pfarreiengemeinschaft am Freitag, den 6. März um 17.00 Uhr in der Kreuzkirche und laden alle Frauen, aller Religionen, recht herzlich dazu ein.

Steh auf und geh!

„Ich würde ja gerne, aber…“ Wer kennt diesen oder ähnliche Sätze nicht? Doch damit ist es bald vorbei, denn Frauen aus Simbabwe laden ein, über solche Ausreden nachzudenken: beim Weltgebetstag am 06. März 2020. Frauen aus Simbabwe haben für den Weltgebetstag 2020 den Bibeltext aus Johannes 5 zur Heilung eines Kranken ausgelegt: „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“, sagt Jesus darin zu einem Kranken. In ihrem Weltgebetstags-Gottesdienst lassen uns die Simbabwerinnen erfahren: Diese Aufforderung gilt allen. Gott öffnet damit Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung.

Die Autorinnen des Weltgebetstags 2020 wissen wovon sie schreiben, denn ihre Situation in dem krisengeplagten Land im südlichen Afrika ist alles andere als gut. Überteuerte Lebensmittel, Benzinpreise in unermesslichen Höhen und steigende Inflation sind für sie Alltag und nur einige der Schwierigkeiten, die sie zu bewältigen haben. Die Gründe für den Zusammenbruch der Wirtschaft sind jahrelange Korruption und Misswirtschaft und vom Internationalen Währungsfonds auferlegte aber verfehlte Reformen. Bodenschätze könnten Simbabwe reich machen, doch davon profitieren andere.

Dass Menschen in Simbabwe aufstehen und für ihre Rechte kämpfen, ist nicht neu: Viele Jahre kämpfte die Bevölkerung für die Unabhängigkeit von Großbritannien, bis sie das Ziel 1980 erreichten. Doch der erste schwarze Präsident, Robert Mugabe, regierte das Land 37 Jahre und zunehmend autoritär. Noch heute sind Frauen benachteiligt. Oft werden sie nach dem Tod ihres Mannes von dessen Familie vertrieben, weil sie nach traditionellem Recht keinen Anspruch auf das Erbe haben, auch wenn die staatlichen Gesetze das mittlerweile vorsehen. Die Frauen aus Simbabwe haben verstanden, dass Jesu Aufforderung allen gilt und nehmen jeden Tag ihre Matte und gehen.

Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag Frauen und Mädchen weltweit in ihrem Engagement: Zum Beispiel in Simbabwe, wo Mädchen und Frauen den Umgang mit sozialen Medien einüben, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen; mit einer Kampagne in Mali, die für den Schulbesuch von Mädchen wirbt. Oder mit der Organisation von Wasserschutzgebieten in El Salvador, verbunden mit Lobbyarbeit zum Menschenrecht auf Wasser.

Zusätzlich möchte der Weltgebetstag das hochverschuldete Simbabwe durch eine teilweise Entschuldung entlasten. Deshalb richtet sich der Weltgebetstag, zusammen mit seinen Mitgliedsorganisationen, dem Bündnis erlassjahr.de und anderen mit einer Unterschriftenaktion an die Bundesregierung. Das Geld soll Simbabwe stattdessen in Gesundheitsprogramme investieren, die der Bevölkerung zugutekommen. Unterschriften sind auf einer Unterschriftenliste am Weltgebetstag oder online (www.weltgebetstag.de/aktionen) möglich. Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit über 100 Jahren für den Weltgebetstag und machen sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft. Alleine in Deutschland besuchen am 06. März 2020 hunderttausende Menschen die Gottesdienste und Veranstaltungen.

Mehr Informationen zum Weltgebetstag 2020: www.weltgebetstag.de

 


 

Orgelmusik zum 1. Fastensonntag

Marzellinus-Musik-Konzert am 01. März 2020, 18 Uhr

Plakat Marzellinus-Musik

Orgelmusik zur Fastenzeit steht auf dem Programm des ersten regulären Konzertabends im Rahmen der Marzellinus-Musik-Reihe in diesem Jahr, der am Ersten Fastensonntag, dem 01. März 2020 um 18:00 Uhr in der Vallendarer Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus stattfinden wird. Obschon das bunte und laute Karnevalstreiben ja noch vor der Türe steht, ist die Fastenzeit mit ihrem eher ruhigen, nachdenklichen und leisen Charakter nicht mehr weit und so soll sich dies auch in der Musik des Konzertes niederschlagen. Zu Gehör gebracht wird mit Orgelwerken von Buxtehude, Zachow, Bach, Mendelssohn Bartholdy und de Wolf Musik, die dem Wesen der Fastenzeit entspricht. Der Bogen wird dabei von Barock bis zum Übergang von Spätromantik und Moderne gespannt. Der Ausführende des Konzertes ist der Kantor und Organist der Pfarreiengemeinschaft Vallendar Johann Schmelzer (*1969). Der Eintritt zur Marzellinus-Musik ist frei, um eine freiwillige Spende bei der Türkollekte wird gebeten.

Der Konzertabend wird eröffnet mit Praeludium in d (BuxWv 140) von Dietrich Buxtehude (~1637-1707); er war Kantor an St. Marien in Lübeck und gilt als Hauptrepräsentant der norddeutschen barocken Schule. Das dargebrachte Werk weist alle charakteristischen Züge seines Kompositionsstiles auf: Orgelpunktpassagen wechseln mit virtuosem Laufwerk und Pedalsoli ebenso ab wie fugierte und akkordische Episoden.

Zweites Werk des Abends sind die Variationen über „Jesu, meine Freude“ des Leipziger Barock-Komponisten Friedrich Wilhelm Zachow (1663-1712), der auch Lehrer Georg Friedrich Händels war. Zu diesem Choral, dessen Text auf Johann Franck und dessen Melodie auf Johann Krüger zurückgehen, komponierte Zachow zwölf Variationen, die den Choral in unterschiedlichen Satztechniken und Registrierungen reflektieren.

Mit Johann Sebastian Bachs (1685-1750) „Triosonate Nr. 4 in e moll“ (BWV 528) wird der Abend fortgesetzt. Bach komponierte insgesamt sechs Sonaten in Triosatz für die Orgel, die im Prinzip das kammermusikalische Trio, bestehend aus zwei Melodieinstrumenten und Basso continuo nachahmen. Auf der Orgel werden diese Sätze auf zwei unterschiedlich registrierten Manualen und Pedal realisiert, so dass am Ende nicht nur drei satztechnisch gegeneinander emanzipierte, sondern auch für den Hörer farblich differenzierte Melodiestimmen erklingen.

Zudem werden von Schmelzer „Grave“ und „Adagio“ aus der „Sonate Nr. 2 in c-moll“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) zu Gehör gebracht. Nach einem wuchtig-elegischen Grave mit rhythmisch prägnantem Duktus in großen Akkorden folgt ein melancholisch wehmütiges Adagio, das eine Solomelodie über einem begleitenden Unterstimmengeflecht etabliert.

Mit Cornelis de Wolfs (1880-1935) „Passacaglia, Koraal en Fuga over Gezang Nr. 17“ endet der Konzertabend. De Wolf war ein niederländischer Organist, Komponist und Musikpädagoge und stand mit seinem musikalischen Schaffen am Übergang von der Spätromantik zur Moderne, wobei der Schwerpunkt eher auf dem Fundament der romantischen Tradition besteht. Die dreiteilige Form von „Passacaglia, Choral und Fuge“ nimmt Bezug auf den Choral „Wer nur den lieben Gott lässt walten“, dessen erste Melodiezeile das Thema für die Passacaglia bildet, über dem insgesamt 16 Variationen entwickelt werden. Sodann erklingt quasi als Mittelsatz in eher schlichtem Manualsatz der Choral, bevor die Fuge zunächst ein neues Thema exponiert und durchführt. Schließlich tritt der eigentliche Choral in einer großen Schlusssteigerung zum Fugenthema hinzu und beendet dieses Werk eindrucksvoll.  

Die Konzerte der Marzellinus-Musik-Reihe finden jeweils am ersten Sonntag im Monat statt und widmen sich verschiedenen kirchenmusikalischen Themen; außerdem laden sie ein, sich Zeit für Musik und Besinnung zu nehmen.

 


 

Vallerer Kolping Magazinchen

Vallerer Kolpingmagazinchen Ausgabe 6 / Februar 2020 jetzt auch online zum Download

Mit der 6. Ausgabe des "Vallerer Kolping Magazinchen" gibt die Kolpingfamilie Vallendar wieder Einblicke in ihr vielfältiges Engagement in den vergangenen Monaten. Außerdem enthält die Ausgabe eine Übersicht über die in den kommenden Monaten geplanten Aktivitäten, zu denen nicht nur Mitglieder der Kolpingfamilie Vallendar eingeladen sind.

DOWNLOAD: hier klicken (pdf)

 


 

Werbebanner Sternsingeraktion

Sternsinger waren fleißig

In den letzten Tagen waren unsere Sternsinger fleißig in unserer Pfarreiengemeinschaft unterwegs und sammelten den Betrag von € 10.584,42 für die Sternsingeraktion.

Wir danken allen Kindern, Begleitpersonen und den Spendern für Ihre Hilfe.

 


 

 Werbebanner Sternsingeraktion

Sternsinger waren fleißig

In den letzten Tagen waren unsere Sternsinger fleißig in unserer Pfarreiengemeinschaft unterwegs und sammelten den Betrag von € 10.584,42 für die Sternsingeraktion.

Wir danken allen Kindern, Begleitpersonen und den Spendern für Ihre Hilfe.

 


 

Pastoralreferent Olzem, Pfarrer Fey, Dechant Hüsch, Pater Casimir (Foto: Brehm)

Pastoralreferent Matthias Olzem, Pfarrer Joachim Fey, Dekan Thomas Hüsch, Pater Casimir Kumar Amalraj OCD (Foto: Brehm)

Infoabend zur Vakanzsituation der Pfarreiengemeinschaft

Der Infoabend der Pfarreiengemeinschaft Vallendar, Urbar, Niederwerth zur Vankanzsituation in der vergangenen Woche fand unter den Gemeindemitgliedern reges Interesse. Über 150 Personen sind zu diesem Anlass in den großen Saal der Humboldhöhe gekommen, insbesondere auch, um die in der Vakanzzeit zuständigen hauptamtlichen Mitarbeiter kennen zu lernen.

Hüsch: „eine besonders drastische Situation“

Dechant Thomas Hüsch, zuständig für das Dekanat Koblenz, betonte bei der Begrüßung, dass durch die von Rom erwirkte Verschiebung der Einführung der Pfarrei der Zukunft und den gleichzeitigen Weggang aller bisherigen hauptamtlichen pastoralen Kräfte (Pfarrer Pater Rüdiger Kiefer SAC, Gemeindereferentin Doris Faig, Pater Eugen Stephan SAC und Frater Sebastian Wagner SAC) in der Pfarreiengemeinschaft eine besonders drastische Situation entstanden sei, für die es nun in der Vakanzzeit bis zum Start der neuen Großpfarrei Koblenz gute Lösungen zu finden gelte. Er sei daher froh, zusammen mit Pfarrer Joachim Fey, Bendorf, der mit der Pfarrverwaltung beauftragt sei und Herrn Pastoralreferent Matthias Olzen vom Dekanat Koblenz, dem die Koordination der Seelsorge anvertraut sei, gleichzeitig auch Pater Casimir Kumar OCD vorstellen zu können, der in der Pfarreiengemeinschaft wohnen und als Kooperator schwerpunktmäßig für die Feier der Gottesdienste und die Spendung der Sakramente zuständig sein werde.

 Pfarrer Joachim Fey, Bendorf, ist Pfarrverwalter der Pfarreiengemeinschaft Vallendar (Foto: Brehm)

Pfarrer Joachim Fey, Bendorf, ist Pfarrverwalter der Pfarreiengemeinschaft Vallendar (Foto: Brehm)

Pfarrverwalter: Pfarrer Joachim Fey

„Wir wollen Sie in ihrer besonderen Situation als Gemeinde nicht allein lassen“ sagte Pfarrer Joachim Fey bei seiner Vorstellung. Der 57jährige, seit 11 Jahren Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Bendorf, hat die Aufgabe des Pfarrverwalters zum Start der Pfarrei der Zukunft übernommen, in der hoffnungsvollen Erwartung, dass es zu einer guten Zusammenarbeit mit den bisher schon engagierten Räten, Gremien und Gruppierungen komme. „Keiner der neuen Hauptamtlichen hat bisher zu wenig zu tun. Die neue Situation können wir nur gemeinsam schultern“, so Fey. Er selbst werde vornehmlich die Arbeit der Verwaltungsräte begleiten und habe formaljuristisch auch bezüglich der Angestellten „den Hut auf“.

Pastoralreferent Matthias Olzem, Dekanat Koblenz, ist zuständig für die Koordination der Seelsorge

Pastoralreferent Matthias Olzem, Dekanat Koblenz, ist zuständig für die Koordination der Seelsorge

Seelsorge-Koordinator: Pastoralreferent Matthias Olzem

Pastoralreferent Matthias Olzem, verheiratet und Vater von drei Kindern, arbeitet seit 2008 beim Dekanat Koblenz, überwiegend in der Begleitung von Erzieherinnen der katholischen Kindertagesstätten. Er zeigte sich erfreut über die große Anzahl engagierter Gemeindemitglieder und sieht seine koordinierende Aufgabe nicht darin, etwas von dem zu übernehmen, was in Eigenverantwortung und Selbständigkeit bereits laufe. „Ich bin ihr Ansprechpartner in Fragen der Seelsorge dort, wo Sie Unterstützung brauchen“, so Olzem.

Pater Casimir Kumar Amalraj OCD ist als Kooperator zuständig für die Gottesdienste und Spendung der Sakramente (Foto: Brehm)

Pater Casimir Kumar Amalraj OCD ist als Kooperator zuständig für die Gottesdienste und Spendung der Sakramente (Foto: Brehm)

Kooperator: Pater Casimir Kumar Amalraj OCD

Auch wenn er an diesem Abend mit Schuhen ausgestattet sei, so gehöre er doch zum Orden der unbeschuhten Karmeliten, sagte Pater Casmirrathis Kumar Amalraj OCD bei seiner Vorstellung. Er ist 1974 in Madurai, Tamil Nadu geboren, einem Bundesstaat im Süd-Osten Indiens. 1993 erfolgte seine erste Profess im Orden der Unbeschuhten Karmeliten. Von 1994 bis 1997 studierte er in Indien Philosophie, von 1998 bis 2000 Soziologie. 2000 erwarb er einen Master in Soziologie. Von 2000 bis 2003 studierte er weiter Theologie am Teresianum, Rom. 2004 erfolgte die Priester Weihe in Tamil Nadu. Von 2005 bis 2008 schlossen sich weitere Studien in Rom an. Von 2008 bis 2015 war er Kooperator in Quarna Sotto/Sopra, Piemont, Italien. 2016 kam er aus Piemont nach Deutschland, wo er seither im Rahmen eines Aushilfe-Programms zwischen seiner Ordensgemeinschaft und dem Bistum Trier als Kaplan in Dillingen (Saar) tätig war. Dass er nun nach Vallendar gekommen sei, habe damit zu tun, dass er eigentlich als Kooperator für die Pfarrei der Zukunft Koblenz vorgesehen gewesen sei. Nun freue er sich auf die Zusammenarbeit mit den Christen in der Pfarreiengemeinschaft.

Eigenverantwortung und Kreativität ist gefordert

Über 150 Personen hatten Interesse an der Infoveranstaltung zur Vakanz der Pfarreiengemeinschaft Vallendar (Foto: Brehm)

Über 150 Personen hatten Interesse an der Infoveranstaltung zur Vakanz der Pfarreiengemeinschaft Vallendar (Foto: Brehm)

Nach der Vorstellung der neuen Hauptamtlichen gab es Gelegenheit alle Fragen und Anliegen hinsichtlich der Vakanzzeit auf Zetteln zu notieren und an Pinwände zu heften. Gleichzeitig gab es die Möglichkeit zur Begegnung und zu einem ersten Kennenlernen. Einige der Fragen, wie z. B. die Frage nach einem regelmäßigen Werktagsgottesdienstangebot in der Seniorenresidenz Humboldthöhe, konnte das neue Team sofort beantworten. Andere Themen wurden zur Kenntnis genommen. Zum Ausdruck kam der feste Wille, mit den vorhandenen Räten und Gremien zu einer guten Zusammenarbeit zu kommen, gleichzeitig aber auch auf die Eigenverantwortung und Kreativität der Christen der Pfarreiengemeinschaft zu bauen. „Wir sind ungewollt sozusagen in Teilen zum Prototyp der Pfarrei der Zukunft geworden. Was wir hier nun leben und ausprobieren wird für die kommenden Großpfarreien beispielhaft sein“, so Pfr. Fey zum Abschluss, bevor er die Infoveranstaltung mit einem Gebet beendete.

 


 

Viele Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft sind zur Verabschiedung der Pallottiner gekommen

Viele Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft sind zur Verabschiedung der Pallottiner gekommen

Verabschiedung der Pallottiner aus der Pfarreiengemeinschaft Vallendar, Urbar, Niederwerth

Mit der Einladung an alle anwesenden Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft Vallendar, Urbar, Niederwerth, sowie die Mitglieder der evangelischen Gemeinde, eine GmbH zu bilden, „eine Gemeinschaft mit begründeter Hoffnung, die immer mehr zusammenwächst im Glauben, in begründeter Hoffnung und in großer Herzlichkeit (Liebe)“, verabschiedete sich Pater Rüdiger Kiefer SAC im Rahmen eines Vesper-Gebetes am 29. Dezember 2019 von den Gemeinden, die er in den vergangenen 11 Jahren als Pfarrer geleitet hatte.

Pater Rüdiger Kiefer SAC, war 11 Jahre Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Vallendar, Niederwerth und Urbar

Pater Rüdiger Kiefer SAC, war 11 Jahre Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Vallendar, Niederwerth und Urbar

Frater Sebastian Wagner SAC (l.) und Pater Eugen Stephan SAC

Frater Sebastian Wagner SAC (l.) und Pater Eugen Stephan SAC

Mit Kiefer verabschiedeten sich auch P. Eugen Stephan SAC, der in Vallendar mehrere Jahre vornehmlich als Seelsorger in den beiden Vallendarer Altenheimen und der BDH-Klinik gewirkt hat und Frater Sebastian Wagner SAC, der zunächst als Pastoralpraktikant und dann als Diakon in der Pfarreiengemeinschaft mitgearbeitet hat. Der Vesper-Gottesdienst wurde vom Kirchenchor Vallendar, der Schola Urbar, Mitgliedern des Kinder- und Jugendchores Vallendar und Mitgliedern des Chores Cantate unter Leitung von Organist und Kirchenmusiker Johann Schmelzer sowie einer Bläsergruppe festlich gestaltet.

„Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch!“ (Kol 3,16)

Kiefer erinnerte in seiner Ansprache daran, dass sich die Pfarrkirche seit seiner Priesterweihe im Jahr 1983 sehr verändert habe. „Damals waren hinten, rechts und links, die Türen, die Orgel stand hier im Seitenschiff, der Chorraum sah noch anders aus.“ Vieles sei anders geworden, was auch symptomatisch sei für die Veränderungen in der Kirche. „Wo früher Zugänge waren, sind jetzt Mauern, die Türen sind woanders“. Verschiebungen hätten stattgefunden, etliches habe sich getan. Aber der, um den es gehe, nämlich Christus, sei der Gleiche geblieben, jedoch heute anders zu vermitteln als früher. „Es braucht heute andere Zugänge zu ihm als früher“, so Pater Kiefer.

 „Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch!“ Dieses Wort aus dem Kolosserbrief, das ihn bereits seit seiner Priesterweihe begleite, sei eine Anregung für den Zukunftsweg der Pfarreiengemeinschaft. Es gehe darum „den ganzen Reichtum Christi zu erschließen und zu vermitteln. Füße, Mund, Hände und Herz für die Botschaft Christi zu sein und damit für die Menschen da zu sein.“

Chöre aus der Pfarreiengemeinschaft gestalteten den festlichen Vesper-Gottesdienst musikalisch mit

Chöre aus der Pfarreiengemeinschaft gestalteten den festlichen Vesper-Gottesdienst musikalisch mit.

Auch eine Bläsergruppe hatte Organist und Chorleiter Schmelzer mit einbezogen

Auch eine Bläsergruppe hatte Organist und Chorleiter Schmelzer mit einbezogen

Anker, Fernglas und Herz

Es wäre nicht Pater Kiefer gewesen, wenn er nicht auch in dieser seine Tätigkeit in Vallendar abschließenden Predigt mit Symbolen deutlich gemacht hätte, was er den Zuhörern sagen wollte: Der Anker sei wichtig, auch wenn er nur gelegentlich zum Einsatz käme. In allen Veränderungen der aktuellen kirchlichen Situation brauche es so einen Anker, der festen Halt gäbe. Er wünsche der Pfarreiengemeinschaft und dem starken ökumenischen Miteinander, das hier in Vallendar gelebt werde, „dass sie sich immer wieder festmachen an dem, der uns das Beispiel gelingenden Lebens gebracht hat: Christus!“

Ein anderes Symbol sei das Fernglas. Sein Bestreben sei es immer gewesen, „das Wort, den Anspruch Christi näher ran zu holen, die Maßgabe für heute zu entdecken, neue Denkwege und Erfahrungen aufzunehmen und mit Weitblick zu handeln.“ Ein Fernglas lehre, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden. Wesentlich bleibe die Orientierung an Christus. Unwesentlich seien die Formen und Zugänge. „Diese können sich ändern, je nachdem, was Menschen prägt und ihr Leben gestaltet. Dazu muss man genau hinschauen und analysieren.“

Dass die Kirche nur eine Zukunftschance habe, wenn sie für die Menschen da sei, verband Kiefer mit dem dritten Symbol. Einem Herz. Er habe sich gemüht, nah bei den Menschen zu sein, sie zu verstehen, Trost zu spenden und Mut zu machen. Dabei habe er manches riskiert, auf seine Kappe genommen, sich außerhalb des Mainstreams gesetzt. Allerdings heiße mit Herz zu handeln ja nicht ohne Gebote und Grundsätze zu handeln. „Aber das Beispiel und Handeln Jesu belegt, dass er den Menschen mit Herz begegnet ist und nicht mit eingeforderten Vorleistungen, Ansprüchen oder Bedingungen“, so Kiefer. Er glaube, dass es sich in der Pfarreiengemeinschaft und im ökumenischen Miteinander herumgesprochen habe, dass eine herzliche Zuwendung viele Türen öffne. Durch diese Türen sei ein reger Austausch entstanden und er hege die Gewissheit, dass diese Türen der herzlichen Zuwendung nicht mehr zugeschlagen werden können. „Fahren sie in dieser Herzlichkeit und diesem Miteinander fort“, so Pater Kiefer eindringlich, „dann sehe ich, bei allen äußeren Formen, die sich ändern mögen, den Kern, die Botschaft Christi gewährleistet und auf einem guten Weg. Dann wird wahr, was im Kolosserbrief steht: ‚Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch‘.“

Pater Markus Hau SAC

Pater Markus Hau SAC

Berufen zur Mitverantwortung

Bevor sich alle Anwesenden im hinteren Teil der Kirche zu einem Abschieds-Empfang versammeln konnten, gab es noch einige Redebeiträge zur Verabschiedung der Pallottiner aus der Pfarreiengemeinschaft Vallendar. Pater Markus Hau SAC, Mitglied der Provinzleitung der Pallottiner in Deutschland, dankte den drei Mitbrüdern im Namen des Provinzials P. Helmut Scharler SAC für ihren Einsatz in Vallendar. Die Pallottiner seien weiterhin in Vallendar tätig in der Wasserburg und in der Hochschule. Traurig sei nach 60 Jahren Mitverantwortung nun der Abschied aus der Pfarreiengemeinschaft. Er hoffe, dass das Wirken der Pallottiner, ganz im Sinne ihres Gründers, des Heiligen Vinzenz Pallotti, in der Gemeinde ein Bewusstsein mit bewirkt habe, „Hirte“ und damit mitverantwortlich zu sein: „Jede und jeder ist dazu berufen!“

Bürgermeister Fred Pretz

Bürgermeister Fred Pretz

Dank für langen Atem

Fred Pretz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vallendar dankte dem scheidenden Team für alles Engagement in der Stadt und Verbandsgemeinde. Dass es in manchen Fragen, wie z. B. in der Frage des Neubaus des Kindergartens auf dem Gelände der Wildburg zu langen Verzögerungen in der Entscheidungsfindung gekommen sei, sei politischen Ungereimtheiten geschuldet, die die Pfarrei habe mittragen müssen. „Ich möchte danke sagen, dass Sie das Projekt nicht aufgegeben, sondern für die Erziehung unserer Kinder nicht locker gelassen haben“, so Pretz an Pater Kiefer gerichtet.

Dr. Winfried Scholz

Dr. Winfried Scholz

Sensibler Seelsorger und tatkräftiger Verwalter

Dr. Winfried Scholz, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Pfarrei St. Marzellinus und Petrus, Vallendar und Vertreter im Kirchengemeindeverband betonte, dass die große Mehrheit der Gemeinde den Weggang der Pallottiner aus der Pfarreiengemeinschaft sehr bedauere. Pater Kiefer habe er bei der Zusammenarbeit als einen Pfarrer erlebt, „der zu schätzen weiß, wenn sich Frauen und Männer auch im kirchlichen Ehrenamt engagieren.“ Das gelte nicht nur für den Verwaltungsrat, sondern auch für andere Gruppierungen in der Gemeinde, besonders auch für die Kirchenmusik. Scholz wies darauf hin, dass die Ökumene für Pater Kiefer ein besonderes Anliegen gewesen sei. „Sie hatten das Glück, mit Ihrem evangelischen Amtsbruder Gerd Götz hier einen Partner und ich glaube auch Freund im gleichen Geist zu haben“, so Scholz. Die Sanierung des Dachs der Vallendarer Pfarrkirche, die Diskussionen um das Soziale Quartier, wo ein Schwerpunkt der Neubau des Seniorenheim St. Josef mit einem integrierten Pfarrheim sei, der Abriss der Urbarer Pfarrkirche St. Peter und Paul sowie der Neubau der Kapelle in der Urbarer Mitte oder die Anschaffung einer neuen Orgel für die Kirche in Niederwerth, seien nur einige große Projekte, die Pater Kiefer mit den Gremien zusammen durchgefochten habe. Neben all diesen Verwaltungsaufgaben sei Pater Kiefer aber vor allem ein sensibler Seelsorger gewesen, „der sich - ganz im Sinne von Papst Franziskus – vor allem den Bedürftigen und Kranken zuwandte“, so Scholz.

Pfarrer Gerd Götz

Pfarrer Gerd Götz

Die besten Protestanten innerhalb der katholischen Kirche

Pfarrer Gerd Götz, Pfarrer der evangelischen Gemeinde in Vallendar, zeigte sich dankbar für die ökumenische Zusammenarbeit. Er verabschiede sich nicht nur von Kollegen, sondern von Freunden. „Wir durften miteinander viel bewegen“. Die Pallottiner seien seiner Meinung nach, „die besten Protestanten innerhalb der katholischen Kirche“. Theologisch-historisch wolle er das so einordnen: „Wenn Vinzenz Pallotti gesagt hat, wir sind alle Hirten, dann hat er etwas verstanden von dem, was Martin Luther meinte mit dem Priestertum aller Gläubigen.“ Götz dankte Pater Kiefer, dass es möglich war, vieles einfach zu machen. Dankbar sei er, dass die Gemeinden diese Wege mitgegangen seien.

Pfarrer Stephan Wolff, Koblenz, in Vertretung des Dekans

Pfarrer Stephan Wolff, Koblenz, in Vertretung des Dekans

Timo Krämer

Timo Krämer

Pater Kiefer, ein Mann des ausgefeilten Wortes

Pfarrer Stephan Wolff, Vertreter des Dechanten Pfarrer Thomas Hüsch, dankte den drei scheidenden Pallottinern für verlässliche Kollegenschaft, tatkräftige Seelsorge und die Freude am durchdachten Wort, mit dem sie dem Wort Christi „eine eigene Färbung“ gegeben hätten. Timo Krämer dankte im Auftrag des Pfarreienrates für viele schöne Gottesdienste, gute Gespräche, lange Sitzungen und eine gute Streitkultur mit offenem Ohr und Humor: „Ich persönlich bewunderte deine Standfestigkeit. Man konnte mit dir herrlich streiten“, so Krämer an Pater Kiefer gerichtet. Er überreichte den drei Pallottinern je ein Fotobuch, in dem alle Gruppierungen, die sie begleitet haben, jeweils ihren Dank ausdrücken. Zum Abschluss der Reden wurde das Lied „Fluch und Segen“ angestimmt, für das Pater Kiefer vor Jahren zusammen mit Jörg Gattwinkel SAC den Text verfasst hatte.

Fotos und Text: H. Brehm

Pater Kiefer und seine beiden Mitbrüder erhalten zum Abschied ein Fotobuch Zum Abschluss der Feier wird das Lied

Pater Kiefer und seine beiden Mitbrüder erhalten zum Abschied ein Fotobuch | Zum Abschluss der Feier wird das Lied "Fluch und Segen" gesungen

Die Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus war gut gefüllt

Die Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus war gut gefüllt

 


DER, dessen Kommen wir feiern, setzt einzig und allein auf Gottes Zuwendung, auf neues Leben, neue Entfaltungsmöglichkeiten, auch und gerade durch uns

Respektlosigkeit, Gewaltbereitschaft, rechtes Gedankengut, Antisemitismus, Falschmeldungen, anonyme Beschimpfungen und Beleidigungen im Internet, uam…. sind erschreckend angestiegen. Viele bleiben anonym. Offenbar sind immer mehr Menschen bereit, andere nieder zu machen, zu beschimpfen, zu verleumden und ihnen Gewalt anzutun. Rettungsgassen werden nicht frei gemacht, Helfer müssen im schlimmsten Fall um ihr Leben fürchten uvm… Ja wo sind wir denn? Tickt es bei einigen noch richtig, fragen mit Recht etliche. Sehen verschiedene nur sich selbst, ihren eigenen Vorteil, um deren willen sie sich gewaltsam Freiraum verschaffen.

Soziales Verhalten, Mitgefühl, Rücksichtnahme, Empathie, Wohlwollen, Wert, Würde, Respekt… sind für einige Fremdworte.

Und da feiern wir Weihnachten? Jesu Geburt, Jesu Menschwerdung, ein neuer Impuls, ein neues Denken, das in die Welt kommen soll. Es drängt sich unweigerlich der Eindruck auf, wenn wir unsere Zeitgeschehnisse betrachten, wir würden wieder ins Mittelalter zurück fallen. Wir singen von Frieden- und führen Krieg (im großen und im Kleinen), wir preisen die Menschlichkeit und gehen hartherzig und stellenweise unmenschlich miteinander um, wir loben den Gott in der Höhe, der sich uns in Jesus zugeneigt hat und handeln und leben so, als gäbe es Gott nicht.

Was feiern wir denn da? Ein paar Tage frei? Gutes Essen und Trinken.
Einige machen über die Feiertage einen auf Friede Freude Eierkuchen und leben nach Weihnachten so, als hätte es dieses Fest nicht gegeben.

Weihnachten ist kein heimeliges, süßliches Fest, so sehr auch Gottes Kindschaft im Mittelpunkt steht. Weihnachten ist eine Herausforderung, ein Weckruf Gottes an uns, unsere Verantwortlichkeiten füreinander, für ein friedliches Miteinander der Menschen, ein Klima und eine Verantwortung für die Schöpfung zu leben und wahrzunehmen. Weihnachten ist nichts für Faule, Desinteressierte oder solche, denen alles egal ist. Weihnachten ist das Fest der Maßgaben Gottes.

Gott wird in Jesus Mensch und fordert unsere ganze Menschlichkeit ein, das, was uns zu Menschen und nicht zu Unmenschen macht. Was uns nachdenken lässt, uns reflektieren, also unterscheiden lässt, was uns verantwortlich entscheiden lässt, was uns als soziale Wesen ausweist und uns Rücksicht lehrt, Respekt voreinander, Achtung und Würde. Soziale Wesen, die immer wieder lernen einander gerecht zu begegnen, friedlich miteinander umzugehen und im Angesicht des Nächsten, ganz gleich wie das aussieht, ob braun, schwarz, weiß, rot oder gelb, Gottes Ebenbild zu erkennen.

Gottes Menschwerdung in Jesus ist kein Zuckerschlecken, keine sentimentale Gabe, sondern eine Aufgabe an uns, unsere Menschlichkeit unsere Menschwerdung immer neu lebendig werden zu lassen. Das heißt nicht, dass wir alles schon erreicht hätten, nein. Aber wir sind herausgefordert  auf dem Weg zu bleiben und lassen uns immer wieder herausrufen Gottes Maßgaben umzusetzen.

Leonhard Cohen singt in einem seiner Lieder: „Alles hat irgendwo einen Riss, aber genau das ist der Spalt, durch den das Licht einfällt.“  Unser Leben ist nicht vollkommen, ganz und gar nicht. Aber wir als Christen sind aufgefordert unsere Risse und Brüche fruchtbar und lichtvoll einzubauen, in die Herausforderungen unseres Lebens.

Dann kann selbst in dem, was uns nicht gelingt, etwas von dem durchscheinen, was wir wollten bzw. wie es sein sollte.

Wir müssen uns ins Gedächtnis rufen:
Gott wurde in Jesus von etlichen Menschen damals abgelehnt.
Er kam abseits zur Welt, in ärmlichsten Verhältnissen.
Er musste fliehen und konnte erst später in seine Heimat zurückkehren.
Alles andere als ein glänzender Start vielmehr von Anfang an ein Leben mit vielen negativen Herausforderungen.
Und das zog sich durch sein ganzes Leben! Vorwürfe, Beleidigungen, Ablehnung, Steine, die aufgehoben wurden, Verrat, Hinrichtung, Tod.
Das klingt ganz aktuell, als wäre es heute erst geschrieben, auch wenn es schon 2000 Jahre alt ist.

Und wie viele Menschen teilen aktuell das gleiche Schicksal?
Da ist es gut den „Immanuel“, den Gott mit uns, zu kennen, der die Menschen versteht, weil er dies am eigenen Leib erfahren hat. Das soll aber für uns keine Entschuldigung oder Entlastung sein, denn wir sind als Christen gerufen Gottes Wirklichkeit in unserer Zeit erfahrbar zu machen.

Gottes Handeln, Christi Geburt hat uns nicht bloß ein niedliches Kindlein gebracht, sondern einen zu äußerster Gottes- und Nächstenliebe entschlossenen Menschen. Christi Geburt hat uns nicht nur ein kuscheliges Familienfest gebracht, sondern Gottes entschiedenes und streitbares Ja zum Menschsein, zur Menschenwürde und zu Lebenschancen für alle. Christi Geburt  hat uns nicht einen tollen Geschenketag gebracht, so sehr Gaben auch Wertschätzung unterstreichen. Christi Geburt macht uns auf das Wichtigste im Menschenleben  aufmerksam: auf das Geschenk der Liebe. Christi Geburt feiern wir nicht für die Kirche, die in diesen Tagen auch nicht strotzt vor Glanz, sondern eher verschmutzt ist, gezeichnet von Missbrauch in allen Schattierungen. Christi Geburt feiern wir für die Menschen, deren Würde bisher in den Dreck gezogen wurde. Christi Geburt feiern wir in diesen Tagen als klares Ausrufezeichen, als Anspruch und Kennzeichen von uns Christen, besonders aufmerksam zu sein für Gottes Zuwendung zu allen Menschen.

Zugegeben, so ein Weihnachtsfest ist anstrengender als ein heimeliges Fest. Denn DER, dessen Kommen wir feiern, setzt einzig und allein auf Gottes Zuwendung, auf neues Leben, neue Entfaltungsmöglichkeiten, auch und gerade durch uns.

Wenn das alles zu Christi Geburt gehört, müssen wir ernsthaft fragen: hat das Fest Folgewirkungen? Ziehen wir daraus Konsequenzen? Oder ist Weihnachten nur ein Randthema, das kurz gestreift wird?

Was bringt uns Weihnachten? Das erste Weihnachten hat uns ein Kind gebracht: mit Namen Jesus = Gott rettet! Und Jesus hat diesem Namen alle Ehre gemacht. Er hat die Menschen eingeladen, diese Nachricht vom rettenden Gott, von seiner Zuwendung, seinem Frieden, seiner Sicht und Bedeutung jedes Menschen, seiner Gerechtigkeit allen zu vermitteln. Ob er auf uns zählen kann? Ob unser Leben auch etwas widerspiegelt von dem Gott, der rettet?

Lothar Zenetti hat in einem längeren Gedicht über ungewöhnliche Weihnachtsgedanken folgende Passage geschrieben:
„… Wo glaubt ihr, hat Jesus geholfen?
Wohin hat er sich denn gestellt?
Seht her auf die Straßen da draußen,
zu Menschen, ums Leben geprellt,
da wo man die Rechtlosen bindet,
die Hilflosen in dieser Welt.
Nein, nicht vor die Institutionen,
er hat sich vor Menschen gestellt! …“

„Wo Menschen einander in Würde begegnen, im Gesicht des anderen Gottes Ebenbild erkennen, wo Menschen sich um Frieden bemühen, im eigenen Herzen und mit anderen, wo Menschen einander Wohlwollen schenken, Liebe und Achtung, wo Menschen einander zu Menschen werden, dort nimmt Christus Gestalt an, wird er geboren, dort ist Weihnachten.“ (RK)

Ihnen allen ein von Gottes Sicht und der Bedeutung jedes Menschen geprägtes Weihnachtsfest.

Amen

(Predigt in der Christmette 2019 von Pfarrer Pater Rüdiger Kiefer SAC)

 

 


 

Bistum Trier Logo

Pfarreiengemeinschaft

Vallendar - Urbar - Niederwerth

Pfarrbüro
Beuelsweg 4
56179 Vallendar

Telefon: 0261 963190
buero@pfarrei-vallendar.de

DATENSCHUTZERKLÄRUNG

IMPRESSUM

Copyright