Bischof Dr. Stephan Ackermann, Trier

Breite Diskussion zum Priesterbild gewünscht - Bischof Ackermann schreibt Brief an die Priester des Bistums

Eine breite Diskussion über das Priesterbild im Bistum Trier wünscht sich Bischof Dr. Stephan Ackermann. Das sagt er in einem Interview mit der Bistumszeitung „Paulinus“ (Ausgabe Nr. 39 vom 1. Oktober 2017). Grundlage für die Diskussion soll ein Brief des Bischofs an alle Priester des Bistums sein, den er im September versandt hat und der online hier zu finden ist.

Ihm gehe es um eine Vergewisserung im Nachgang der Synode, sagt der Bischof. Er erlebe bei den Priestern des Bistums Fragen und Irritationen, denn auch wenn die Synode kein eigenes Priesterbild entwickelt habe, habe das Abschlussdokument dennoch Auswirkungen auf die Priester. Als Beispiele nennt Ackermann, dass es künftig weniger leitende Pfarrer geben werde sowie die bisherige weitgehende Gleichsetzung des Priesters mit der Pfarrerrolle.

Sein Brief an die Priester, der auf das Unverwechselbare des priesterlichen Dienstes für die Kirche eingeht und auf spirituelle und pastorale Konsequenzen aus der Synode schaut, enthalte auch Diskussionsstoff für die Gläubigen in den Gemeinden und die hauptamtlich Mitarbeitenden, sagt Ackermann.

 


 

Drei neue Ministranten machen in Niederwerth mit

Abschied und Neubeginn bei den Niederwerther Ministranten

Mitte September fand in Niederwerth die Einführung der neuen Ministranten statt. Die drei neuen Meßdiener, die dazu gekommen sind, erfuhren in der Feier, die von 18 Ministranten mitgefeiert worden ist, dass ihr Engagement ein Dienst an Gott sei und dass sie einen wichtigen Dienst im Gottesdienst verrichten werden. Gleichzeitig wurden in diesem Gottesdienst die bisherigen ,,Ministrantenleiter" Hannah und Katharina Stein mit Wehmut verabschiedet. Ihnen, die über viele Jahre mit "Herzblut" dabei waren und in ihrem mehrjährigen Engagement als Verantwortliche sehr zuverlässig agierten, gebührt ein großes Dankeschön. Was die Nachfolge betrifft, so finden momentan Gespräche mit möglichen Kandidaten statt.

Nach dem Gottesdienst fand wie jedes Jahr um diese Zeit eine Begegnung statt, mit Grillen und Spielen. Einige Eltern haben Salate und Brot zur Verfügung gestellt. Danke sei auch denen gesagt, die den ganzen Abend hinter dem Grill standen.

Begegnung der Niederwerther Ministranten mit Spiel und Spass nach dem Gottesdienst
Begegnung der Niederwerther Ministranten mit Spiel und Spass nach dem Gottesdienst

 


 

 Die Firmlinge des Jahres 2017 nach der Firmung vor der Pfarrkirche Vallendar

Die Firmlinge des Jahres 2017 nach der Firmung vor der Pfarrkirche Vallendar

Was mein Leben auflädt – Firmung in Vallendar mit Weihbischof Jörg-Michael Peters

In einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Merzellinus und Petrus empfingen am vergangenen Sonntag 42 junge Menschen aus der Pfarreiengemeinschaft Vallendar das Sakrament der Firmung. Ihre Firmvorbereitung und den Firmgottesdienst haben die jungen Leute unter das Thema „Was mein Leben auflädt“ gestellt. „Unter diesem Motto soll deutlich werden, wer uns Energie gibt, woran sich unser Leben orientieren soll und wer für uns Tankstelle ist, die uns immer wieder Kraft gibt“, sagte Pfarrer Pater Rüdiger Kiefer zu Beginn des Gottesdienstes.

Der Heilige Geist als Ladungsquelle

Auf großen, an den Säulen der Kirche befestigten Transparenten, sind in einigen Stichworten wie z.B. „Freunde, Träume, Musik, Glaube, Familie, Ziele und Reisen“ Quellen festgehalten, aus denen sich das Leben „aufladen“ lässt. Zwei der Firmlinge unterstreichen zu Beginn des Gottesdienstes, das Ihre Antwort auf die Frage nach dem, was ihr Leben auflädt „nicht nur Geld, Besitz, Spiel und Spass ist, sondern dass unsere Antwort etwas mit unserem Glauben an Gott zu tun hat. Wenn wir heute ja sagen zu diesem Glauben, dann tun wir das mit der Bitte, dass der Heilige Geist unsere Einstellungen und Werte, unser Handeln und Leben tatsächlich immer wieder aufladen möge.“

Zum „Aufladen des Lebens“ gehört auch die Spannung

Weihbischof Jörg-Michael Peters, Trier, der zur Spendung des Sakramentes der Firmung gekommen ist, weist in seiner Ansprache auf die ambivalente Botschaft des „aufgeladen Seins“ hin. „Wer geladen ist“ wie man umgangssprachlich sage, „droht zu platzen.“ Der Wirbelsturm Irma über der Karibik habe gezeigt, welche – möglicherweise auch zerstörerische – Energie in einer aufgeladenen Atmosphäre vorhanden sein kann. Doch zum „Aufladen des Lebens“ gehöre auch die Spannung und junge Menschen wollten alles andere als ein langweiliges Leben erleben. „Ihr wollt ja, dass es Abwechslung gibt, dass das Leben sich nicht auf einem Niveau, auf nur einem Level abspielt.“ Spannende Momente können hochziehen, können einen Kick geben. Um spüren zu können, dass das Leben gelingt, dass man glücklich wird, brauche man das Erlebnis solcher „Ladung“ und „Spannung“ genauso wie das Gefühl, gebraucht zu werden und einzigartig zu sein.

Ladungsquelle „Verzeihen“

Das Evangelium des Tages gebe noch einen weiteren Hinweis auf eine wichtige Ladungsquelle. Da gehe es um die Bereitschaft zum Verzeihen. Papst Franziskus habe das in der vergangenen Woche in Kolumbien betont: „Ich sage euch, Friede ist nur dann möglich, wenn du, der du geschlagen und verletzt worden bist, bereit bist, deinem Peiniger zu verzeihen. Warum? Weil nur auf diese Weise der Teufelskreis der Gewalt durchbrochen und umgewandelt werden kann.“

Peters dankt den ehrenamtlichen Firmhelfern und dem Vorbereitungsteam, die mit Geduld, Mühe und Energie den „Glaubens-Weg“ der Firmlinge seit mehreren Monaten mitgegangen sind: „die kostbarste Energie vielleicht, die die Pfarreiengemeinschaft hat einbringen können, etwas von dem, was sie selber erfüllt, wovon sie selber aufgeladen ist“, so der Weihbischof.

Einladung zum Mitmachen

Im Namen des Pfarreienrates der Pfarreiengemeinschaft gratuliert Timo Krämer, Urbar, zum Abschluss des Gottesdienstes den Neugefirmten. „Heute habt ihr ‚Ja‘ zu eurem Glauben gesagt. Ihr habt die Entscheidung bewusst selber getroffen und startet nun durch in ein Leben als mündige Christen. Werdet jetzt nur nicht müde, für euren Glauben aufzustehen, wo andere schweigen und bequem sitzen bleiben.“ Er ermutigt die jungen Leute, „einen Glauben zu leben, der euch trägt, eine Hoffnung, die euch stärkt und eine Liebe, die euch auszeichnet“ und sich immer daran zu erinnern, dass gerade der Glaube eine Ladestation sein könne, um den Akku der Lebensenergie wieder aufzuladen. Krämer lädt die Jugendlichen ein, sich zu engagieren bei den vielfältigen Möglichkeiten, die die Pfarreiengemeinschaft anbiete: bei den Messdienern, in der Jugendarbeit, in der Arbeit mit Flüchtlingen, und so weiter.

 

 

 


 

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Vallerer Kolpingmagazinchen

Vallerer Kolpingmagazinchen

Das Programm der Kolpingsfamilie Vallendar erscheint in neuer Form

Wie die Vallendarer Kolpingfamilie in ihrem neu veröffentlichten "Vallerer Kolpingmagazinchen" schreibt, hat das „Vallerer Kolpingblättchen“ das Vereinsleben der Kolpingsfamilie Vallendar fast 15 Jahre "entscheidend geprägt, auf Termine aufmerksam gemacht und Aus- und Rückblicke auf Veranstaltungen gewährt." Nachdem nun der Kolping-Bundesverband seinem Vereinsorgan ein neues Outfit und einen neuen Namen geben habe, habe auch der Vorstand der Kolpingsfamilie Vallendar beschlossen, den lokalen Mitteilungen "ein Face-lifting" zu spendieren.

Das Blättchen, das bisher ausschließlich in Papierform verteilt wurde, soll ab sofort nach Möglichkeit auch per E-Mail zugestellt werden, was kostengünstiger, effizienter, einfacher und schneller ist.

Josef Pfaffenheuser, Vorsitzender der Kolpingfamilie Vallendar, dankt im Editorial des neuen Vallerer Kolpingmagazinchens Andreas Hamacher von Herzen für seinen bisher unermüdlichen Einsatz bei der Erstellung des Programms sowie allen, die als Autorinnen und Autoren tätig waren und sind, sowie all denen, die das Blättchen verteilt haben oder auch weiterhin verteilen. 

Wer sich ein Bild vom neuen Vallerer Kolpingmagazinchen machen möchte, kann es hier herunterladen (PDF).

 


 

Alles in einen Topf?

Großes Interesse für Vermögensfragen in den Pfarreien der Zukunft

Den kritischen Fragen stellen sich die Verantwortlichen.

„Unsere Pfarrei hat Napoleon und das Dritte Reich überstanden und jetzt kommt die Gefahr von innen“ – so lautete der Vorwurf eines Mannes aus der Pfarrei Pommern an den Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. Gemeinsam mit der Finanzdirektorin des Bistums, Kirsten Straus, und Matthias Müller, Justiziar im Bischöflichen Generalvikariat hat er sich am 13. September bei der Infoveranstaltung zur Vermögensverwaltung in den Pfarreien der Zukunft in Andernach den Fragen und der Kritik gestellt.

Nach Beratungen in der Bistums-Dechantenkonferenz und im Kirchensteuerrat ist eine Vorentscheidung zur Vermögensfrage getroffen: Für jede „Pfarrei der Zukunft" wird eine „Kirchengemeinde" errichtet. Die gegenwärtigen Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände werden als Rechtsform abgelöst. Diese Variante hat die Expertengruppe „Arbeitsgemeinschaft Vermögen“ erarbeitet und mit „Ansatz B“ überschrieben.

„Bei dem anderen Lösungsansatz, bei Variante A, blieben die gegenwärtigen Kirchengemeinden zunächst bestehen. Über Fusionen, freiwillig oder durch wirtschaftliche oder personelle Not angestoßen, würde nach und nach eine einzige Kirchengemeinde entstehen“, erklärt Kirsten Straus den mehr als 300 Anwesenden in der Mittelrheinhalle. Die Pfarrei der Zukunft müsse dann eine schwierige Fusion nach der anderen verkraften. „Ansatz A“ fände sicher eine höhere Akzeptanz, jedoch sei dieses Konzept nicht mit der Umsetzung der Diözesansynode vereinbar, erklärt Straus.

Der schwierigere Weg - hat aber Vorteile

Variante B sei am Anfang „grausam und anstrengend; und ich weiß auch nicht, ob ich sie davon überzeugen kann“, gibt die Finanzdirektorin ehrlich zu, aber dieser Ansatz habe signifikante Vorteile. „Es ist ein konsequenter Schritt ins Neue.“ Der Generalvikar erklärt: „Wir wollen Verwaltungsvorgänge verschlanken. Die Struktur soll als Stütze und zur Unterstützung dienen.“ „Es gibt auch keine Kleinteiligkeit mehr, die sehr viel Arbeit und Kosten verursacht“, unterstreicht Straus. „Sie bilden dann in der neuen Pfarrei ein so genanntes Vermögensteam. Dort können Sie alle ihre Kompetenzen und Ihr Know-How einbringen. Aufgrund der Größe können auch Vertretungen eingerichtet werden.“ Dies alles diene der Entlastung der Ehrenamtlichen und auch der Rendanturen. „Auch Lasten darf man in die neuen Strukturen mit einbringen. In einem großen Verband kann man manche Sachen besser lösen“, gibt Kirsten Straus zu bedenken.

"Sie hüten das kirchliche Vermögen wie Ihr eigenes"

Diese Variante stößt trotzdem auf viel Unmut und ist mit Befürchtungen verbunden, die das Publikum in Wortbeiträgen oder in schriftlicher Form äußert. Kirsten Straus kann dies nachvollziehen: „Sie hüten dieses Vermögen wie Ihr eigenes.“

Die gegenwärtigen Kirchengemeinden möchten an ihren Vermögen festhalten oder den Prozess zumindest langsam angehen. „Warum kann nicht jede Kirchengemeinde selbst entscheiden, welche Variante sie wählen möchte?“, lautet eine Frage.  „Es müssten dann zwei Verwaltungssysteme parallel betrieben werden: das bisherige für die Kirchengemeinden und ein ganz anders strukturiertes für die Pfarreien der Zukunft. Dies würde für ein Tohuwabohu sorgen“, antwortet Plettenberg.

Verantwortung bleibt vor Ort, Zweckbindung möglich

„Die von uns favorisierte Variante B bedeutet nicht, dass wir alles zentralisieren und in einen Topf werfen wollen“, stellt der Generalvikar klar. „Wir möchten, dass die Verantwortung vor Ort bleibt, in einem guten Zusammenspiel von ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden.“ Auch in den Pfarreien der Zukunft werde es möglich sein, Zweckbindungen zu setzen und sich finanziell für eine bestimmte Aktion oder ein Gebäude einzusetzen, wie etwa in Form von Stiftungen oder Fördervereinen. „Da wird nicht dran gerührt“, versichert Justiziar Müller. Bei bestimmten Gruppierungen wie beispielsweise Kirchenchöre werde sich auch nichts ändern. Daher appelliert die Finanzdirektorin an die finanzstarken Gemeinden, weiterhin sorgsam mit ihrem Vermögen umzugehen und „keine unnötigen Ausgaben nach dem Motto ‚Bloß nichts den Nachbarn schenken‘ zu machen.“

Synoden-Umsetzung "nicht ohne Sie"!

Die neue Struktur verlange das direkte Aushandeln zwischen den Parteien. „Hier kann das Bistum moderierend tätig werden und bei Blockaden eingreifen“, stellt Kirsten Straus den anwesenden Vertretern von Verwaltungs-, Pfarreien- und Pfarrgemeinderäten in Aussicht. „Das Bistum überlegt auch, was es tun kann, wenn ein großes Ungleichgewicht bei den Finanzen besteht.“

„Auch wenn sie nicht mit allem einverstanden sind, hoffe ich doch, dass sie gespürt haben, dass wir die Synodenumsetzung nicht ohne Sie machen können“, schließt Plettenberg den ersten Informationsabend zum Thema Vermögen.

Weitere Veranstaltungen finden statt am

  • Donnerstag, 14. September in der Hunsrückhalle Simmern
  • Dienstag, 19. September in der Stadthalle Merzig
  • Mittwoch, 20. September in der Hocheifel-Halle in Adenau (nicht in Nürburg, wie ursprünglich geplant)
  • Freitag, 22 September in der Stadthalle Neuerburg
  • Montag, 9. Oktober in der Stadthalle Boppard
  • Mittwoch, 11. Oktober in der Illipse Illingen
  • Freitag, 13. Oktober im Robert Schuman-Haus Trier.

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr und dauern bis etwa 21.30 Uhr. Zur besseren Planung bittet das Synodenbüro um Anmeldung entweder über die Internetseite www.bistum-trier.de/vermoegensfragenpdz oder im Synodenbüro unter Telefon 0651-7105-623. Alle Informationen zur Umsetzung der Synode im Bistum Trier sind unter www.herausgerufen.bistum-trier.de zu finden.

(jf)

Bistum Trier - Quelle: Pressedienst Koblenz vom 14.9.2017

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