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Jahreshauptversammlung

mit Vorstandsneuwahlen am 21. April 2017

Rückschau auf das Vergangene, Ausblick auf das Kommende, Vorstandsneuwahlen und die Frage nach der Zukunft der Kolpingsfamilie Vallendar werden den Schwerpunkt der Jahreshauptversammlung 2017 bilden, die am Freitag, dem 21. April 2017, um 20:00 Uhr im Gruppenraum der Kreuzkirche auf dem Mallendarer Berg stattfinden wird.

Auf diesem Wege möchte der Vorstand alle Mitglieder der Kolpingsfamilie Vallendar zu diesem wichtigen Termin im Vereinsjahr ganz herzlich einladen, zumal in diesem Jahr auch turnusgemäß Neuwahlen zum Vorstand und somit Personalveränderungen anstehen. Daher ergeht auf diesem Wege auch die herzliche Bitte an alle Mitglieder gewissenhaft zu prüfen, ob eine Mitarbeit im Vorstand nicht eine Bereicherung der eigenen ehrenamtlichen Tätigkeit sein könnte. Wer Interesse an der Vorstandsarbeit, Fragen oder Vorschläge hat, kann sich gerne an jedes Vorstandsmitglied wenden.

Vorgesehene Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Lesung
  3. Totengedenken
  4. Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 01. April 2016
  5. Bericht über den Ablauf des Vereinsjahres
  6. Kassenbericht und Bericht über den Mitgliederstand
  7. Bericht der Kassenprüferinnen
  8. Entlastung des Vorstandes für das vergangene Vereinsjahr
  9. Wahl eines Versammlungsleiters
  10. Neuwahl des Vorstands und des Präses
  11. Aussprache über Angelegenheiten der Kolpingsfamilie
  12. Wort unseres Präses
  13. Kolpinglied
  14. Gemütliches Beisammensein bei einem kleinen Imbiss.

Zur besseren Planung und zur eventuellen Ergänzung der Tagesordnung bitten wir, etwaige Anträge an die Jahreshauptversammlung bereits jetzt an den Vorstand heranzutragen. Im Anschluss an den offiziellen Teil der Sitzung wird der Abend bei einem Imbiss ausklingen.

Laut Satzung ist die Mitgliederversammlung das oberste Beschluss fassende Organ einer Kolpingsfamilie. Ihr gehören alle Mitglieder der Kolpingsfamilie, die älter als 14 Jahre sind, mit Vorschlags-, Antrags-, Wahl- und Stimmrecht an.

Der Vorstand würde sich über eine rege Beteiligung der Mitglieder der Kolpingsfamilie Vallendar sehr freuen.

Kontaktadresse:

Josef Pfaffenheuser, Am Stiel 24, 56179 Niederwerth, 0261-9639688, 0171-7077939, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Fastenhirtenbrief 2017 von Bischof Stephan Ackermann

Mut zur Veränderung

Liebe Schwestern und Brüder!

Der Abschluss unserer Bistumssynode liegt nun fast ein Jahr zurück. Seitdem wurden in einer Vielzahl von Veranstaltungen die Ergebnisse der Synode im Bistum vorgestellt und diskutiert. Zugleich laufen die Planungen dafür, wie und in welcher Reihenfolge die Beschlüsse der Synode umgesetzt werden sollen.

Die Pfarreien der Zukunft

Ganz besondere Aufmerksamkeit hat von Anfang an der Beschluss zur Neuordnung der Pfarreien gefunden. Das ist verständlich. Denn der Glaube und das kirchliche Leben spielen sich vor allem konkret vor Ort ab. Dass die Synode künftig nur noch bis zu 60 Pfarreien vorsieht, hat die meisten Reaktionen hervorgerufen. Denn bisher haben wir in unserem Bistum 887 Pfarreien, zusammengeschlossen in 172 Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften. Dabei tun sich viele der Pfarreien – vor allem die kleineren – schwer, das gemeindliche Leben zu gestalten. Die anfallende Arbeit verteilt sich auf immer weniger Schultern. Deshalb sieht die Synode die Notwendigkeit, in größeren Räumen zu denken. Diese Räume sollen aber gerade keine „XXL-Pfarreien“ sein, die die bestehenden Einheiten einfach noch weiter ausdehnen. Vielmehr bieten die Pfarreien der Zukunft vor allem den rechtlichen und organisatorischen Rahmen für ein bestimmtes Gebiet, in dem es verschiedene Gemeinschaften und Orte gläubigen Lebens gibt. Die entscheidenden Dinge des kirchlichen Lebens – Gebet und Gottesdienst, kirchliche Zusammenkünfte und christliches Engagement – werden sich auch in Zukunft im Nahraum vor Ort abspielen.

Die Reduzierung der Zahl der Pfarreien soll auch zur Entlastung von Verwaltungsaufgaben führen. Wie oft schon haben mich Gläubige darum gebeten, die Pfarrer von Verwaltungsaufgaben zu entlasten, damit sie wieder mehr der Seelsorge, ihrer ursprünglichen Aufgabe, nachkommen können. Die große Zahl und die Kleinteiligkeit unserer bisherigen Pfarreienlandschaft bedeuten unter den heutigen Anforderungen einen großen Aufwand an Organisation und Verwaltung. Hiervon soll die Pfarrei der Zukunft entlasten, indem sie diese Aufgaben an einem zentralen Ort innerhalb der Pfarrei bündelt. Wie die Pfarreienlandschaft unseres Bistums künftig aussehen kann, wird im Laufe der Fastenzeit veröffentlicht werden.

Nicht nur den Bestand erhalten, sondern wachsen

Liebe Schwestern und Brüder, wenn unsere Pfarreien Zukunft haben sollen, dann können wir uns nicht damit begnügen, die Strukturen zu verändern oder bloß den bisherigen Bestand zu verwalten. Es reicht nicht, den Status quo halten zu wollen. Zukunft hat nur, wer wachsen will. Das Sprichwort stimmt: Mit der Liebe und dem Glauben ist es wie mit dem Mond: Entweder er wächst oder er nimmt ab. Ein Stillstehen gibt es nicht. Damit aber in unserem Leben etwas wachsen kann, braucht es Kreativität, braucht es den Mut, Neues auszuprobieren und die Geduld, Neues auch wachsen zu lassen.

Viele Menschen fühlen sich in unseren Pfarrgemeinden nicht mehr beheimatet und können mit den traditionellen Formen des Glaubens nur wenig anfangen. Gleichwohl suchen Menschen nach wie vor nach Sinn und Orientierung für ihr Leben, sind dankbar für eine Gemeinschaft, in der sie sich angenommen fühlen können, sind Menschen bereit, sich für Andere zu engagieren. Das darf uns nicht gleichgültig lassen. Zugleich macht es uns deutlich, dass wir in einem epochalen Gestaltwandel des Glaubens stehen. Schon seit Jahrzehnten wird der Glaube nicht mehr wie selbstverständlich von Generation zu Generation weitervererbt. Er hat sich in einer weltanschaulich und religiös vielfältigen Welt zu bewähren.

Deshalb hat unsere Synode in ihren Beratungen nicht nur danach gefragt, „wie wir in Zukunft Kirche sein wollen“. Sie hat auch gefragt: „Wozu sind wir Kirche im Bistum Trier?“ Mit dieser Frage markiert die Synode einen Wechsel der Perspektive und der inneren Haltung: Die Kirche versteht sich nicht aus dem Blick auf sich selbst heraus, sondern von dem Auftrag her, den sie von Christus für diese Welt hat. Vor allem den Älteren unter uns mag dieser Gedanke fremd klingen. Sie fragen sich vielleicht: Muss die Kirche wirklich begründen, wozu sie da ist? Versteht sich das nicht eigentlich von selbst?

Gott ruft zur Veränderung und traut sie uns zu

So sehr wir uns mit diesen Entwicklungen schwertun mögen, so sehr spüren wir, dass wir ihnen nicht ausweichen können. Es gilt, sie vom Glauben her anzunehmen. Die Fastenzeit, die wir vor wenigen Tagen begonnen haben, ist dazu eine gute Zeit. Denn sie lädt uns jedes Jahr persönlich und gemeinschaftlich zu einer kritischen Selbstüberprüfung ein. Wir hören Jesus, der uns zuruft: „Kehrt um!“ Das heißt: „Bleibt nicht in euren alten Gleisen, sondern wechselt die Perspektive. Nehmt Gottes Perspektive ein!“

Liebe Mitchristen! Gott fordert uns nicht nur zu Umkehr und Veränderung auf, sondern er traut uns auch zu, dass wir uns verändern können – nicht nur die Jungen, sondern auch die Älteren. Für Gott spielt das Alter keine Rolle – nicht das Alter eines Menschen und auch nicht das Alter der Kirche! „Ihr könnt euch verändern jederzeit, ja ihr könnt euch regelrecht erneuern“, so sagt uns Gott, „wenn ihr euch von der Botschaft meines Sohnes, Jesus Christus, inspirieren und von seiner Liebe anstecken lasst.“

Am Beginn der Fastenzeit habe ich diese Hoffnung auch für unser altes und so traditionsreiches Bistum Trier: Wir sind nicht auf Traditionspflege festgelegt, sondern haben mit Gottes Hilfe die Chance, zu neuer Lebendigkeit zu kommen. Die Synode war dazu ein erster, wesentlicher Schritt. Sie zeigt uns, wie unsere Antwort auf den Umkehrruf Jesu konkret aussehen kann.

Mit der Bitte um Offenheit und Sympathie

Die allermeisten von Ihnen, die diesen Hirtenbrief hören oder lesen, wissen sich dem Glauben und der Kirche eng verbunden. Durch diese Verbundenheit, durch Ihr Engagement, durch Ihr Gebet und Zeugnis geben gerade Sie dem christlichen Leben in den Gemeinden unseres Bistums ein Gesicht. Sie sind Repräsentantinnen und Repräsentanten der Kirche Jesu Christi vor Ort – zusammen mit den Pfarrern sowie allen haupt- und ehrenamtlich Tätigen. Deshalb möchte ich gerade Sie bitten, die Verwirklichung der Synodenbeschlüsse mit Offenheit und Sympathie zu begleiten und mitzugestalten.

Ich weiß, dass unseren Gemeinden bereits in den letzten Jahren spürbare und zum Teil schmerzliche Veränderungen zugemutet worden sind. Ausdrücklich danke ich allen, die den Weg der Veränderungen aktiv mitgegegangen sind! Diese Veränderungen entspringen nicht dem Mutwillen des Bischofs und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Trier, sondern ergeben sich aus den Veränderungen, in die wir kirchlich und gesellschaftlich hineingestellt sind. Mit der Synode haben wir noch einmal unseren Entschluss bekräftigt, diese Veränderungen nicht passiv geschehen zu lassen, gar zu erleiden, sondern sie aus dem Glauben heraus mitzugestalten.

Wenn wir die Beschlüsse der Synode ernst nehmen, wird es zu Diskussionen und Kontroversen kommen. Das ist nur natürlich und nicht schlimm. Entscheidend wird die Atmosphäre, wird der Geist sein, in dem dies stattfindet: Wird man uns das ehrliche Ringen um eine Erneuerung des Glaubenslebens ansehen oder wird der Eindruck vorherrschen, dass vor allem Besitzstände gewahrt und liebgewonnene Gewohnheiten verteidigt werden sollen? Ich hoffe auf Ersteres.

„Die Welt ist voller guter Ideen. Lass sie wachsen.“

Misereor-Plakat "voller guter Ideen"
Das Misereor-Plakat

Liebe Mitchristen! An diesem Ersten Fastensonntag findet in unserem Dom die bundesweite Eröffnung der diesjährigen Misereor-Aktion statt. In den nächsten Wochen werden wir immer wieder auf das Aktionsplakat stoßen: Es zeigt ein afrikanisches Mädchen mit einer Sonnenbrille. Bei näherem Hinsehen entdeckt man, dass das Mädchen, das Balkissa heißt, die Brille verkehrt herum aufgesetzt hat. Vor kurzem konnte ich Balkissa in ihrem Dorf in Burkina-Faso begegnen. Dabei zeigte sich, dass die Kleine die Brille nicht aus Versehen verkehrt herum aufgesetzt hat. Selbstbewusst setzte sie während unseres Besuchs die Brille einmal so und einmal andersherum auf. Offensichtlich liebt sie das Spiel mit den verschiedenen Perspektiven. Das Misereor-Plakat nimmt dieses Spiel als Symbol. Es will uns anregen, dass auch wir nicht in den immer gleichen Sichtweisen bleiben, sondern unsere Perspektive wechseln, um eine neue Sicht auf die Wirklichkeit einzunehmen. Im Blick auf die Länder, in denen Misereor hilft, heißt das: nicht nur deren Probleme zu sehen, sondern auch die vielen Ideen und Energien, die die Menschen dort haben.

Im Blick auf unser Bistum heißt das für mich: sich auf die neuen Perspektiven der Synode einzulassen, um auch hier bei uns nicht nur die Probleme zu sehen, sondern das vielfältige Engagement und die guten Ideen in den Blick zu bekommen, die es bei uns gibt. Die Fastenzeit ist dazu eine besondere Gelegenheit. Denn sie ist Ermahnung und Gnade, Aufruf und Geschenk zugleich.

In dieser Zeit der heiligen Vierzig Tage segne Sie und unser ganzes Bistum der dreifaltige Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

            Ihr Bischof

            †  Stephan

 

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kfd-Mitgliederversammlung 2017

Zu Beginn der Mitgliederversammlung 2017 der kfd erinnerte Christel Neumann an den Beschluss, 2016 auf ein reguläres Jahresprogramm zu verzichten, da es kein Leitungsteam für die Planung und Durchführung von Angeboten gab.    

Einzelne Projekte, für die die kfd z.T. schon seit mehr als 20 Jahren verantwortlich zeichnet, würden davon unberührt bleiben, wie z.B. der Eine-Welt-Laden-Verkauf nach den Gottesdiensten, Besuchsdienste in St. Josef und der Treffpunkt Kreuzkirche. Mehrmals wurde ein von Gemeindereferentin Doris Faig geleitetes Morgenlob mit anschl. Frühstück in der Kreuzkirche vorbereitet. Im August wurden Kräutersträuße gebunden und im Advent Mitglieder und interessierte Frauen zur Adventfeier eingeladen.

kfd-Leitungsteam v.re.: Gemeindereferentin Doris Faig (geistliche Begleitung), Ilse Diewald (Teamsprecherin) und Jenny Zengler mit Ingeborg Bersch (Kassenführung)kfd-Leitungsteam v.re.: Gemeindereferentin Doris Faig (geistliche Begleitung), Ilse Diewald (Teamsprecherin) und Jenny Zengler mit Ingeborg Bersch (Kassenführung)

Kassenbericht

Im Anschlus an Ingeborg Berschs Kassenbericht beantragten die Kassenprüferinnen Marie-luise Martini und Irene Bode, die eine einwandfrei geführte Kasse bestätigt hatten, Entlastung der Kassiererin. Die Kassenprüferinnen prüften wie in jedem Jahr auch die Buchführung des Eine-Welt-Ladens und bescheinigten Irmel Bokern ebenfalls tadellose Kassenführung. Agnes Bertram und Ursula Häusler wurden von der Versammlung beauftragt den Abschluss 2017 zu prüfen.

Irmel Bokern berichtete, dass der Umsatz im Eine-Welt-Laden zu 2/3 in der Kreuzkirche und 1/3 in der Pfarrkirche getätigt wird. Die von GEPA kalkulierte (kleine) Gewinnspanne und die gute Tradition, dass Kundinnen und Kunden oft „glatte“ Summen zahlen, ermöglichten erneut 400€ dem Spendenprojekt der kfd im Bistum für ein Frauengesundheitszentrum in Nordsyrien und 400€ den Schwestern vom Herz-Jesu-Haus Kühr für ihre Arbeit mit behinderten Kindern auf den Philippinen zur Verfügung zu stellen. Außerdem wird das Frauenhaus Koblenz 100€ erhalten, die aus Spenden an die kfd resultierten.

Die Teilnehmerinnen des Treffpunkt Kreuzkirche hatten zur Unterstützung der caritativen Arbeit hier in unserer Gemeinde schon vor Weihnachten 400€ an Pater Kiefer SAC übergeben.

Nahezu einstimmig wählte die Versammlung Jenny Zengler, Ilse Diewald (Teamsprecherin) und Doris Faig (geistliche Begleitung) als neues kfd-Leitungsteam. Ingeborg Bersch wird weiterhin die Kasse führen.

Mit einem herzlichen Willkommen an Doris Faig als erste gewählte geistliche Begleiterin und einem ausdrücklichen Dank an Christel Neumann und Ingeborg Bersch, die durch ihr Engagement die kfd in einem schwierigen Jahr „über Wasser“ gehalten hatten, schloss die Versammlung.

kfd-Leitungsteam mit den kfd-Frauen, die für einzelne Angebote verantwortlich zeichnen.
kfd-Leitungsteam mit den kfd-Frauen, die für einzelne Angebote verantwortlich zeichnen.
Die Kommunionkinder des Jahres 2017 beim Wochenende im Jugendzentrum Marienberg, Vallendar-Schönstatt
Die Kommunionkinder des Jahres 2017 beim Wochenende im Jugendzentrum Marienberg, Vallendar-Schönstatt

Wochenende mit den Kommunionkinder der Pfarreiengemeinschaft Vallendar

Am vergangenen Wochenende verbrachten 37 Kommunionkinder der Pfarreiengemeinschaft Vallendar ein Wochenende im Jugendzentrum Marienberg. Neben thematischen Einheiten zur Beichtvorbereitung und Eucharistie gab es viel Gelegenheit Gemeinschaft zu erleben. Für die Feier der Erstkommunion wurde bereits ein Thema festgelegt: „Mit Jesus in einem Boot“. Es wurde dazu getöpfert, gebastelt und gesungen. Wie in jedem Jahr gestalteten die Obermessdiener der Pfarreiengemeinschaft den Spieleabend und die Nachtwanderung. Durch viele schöne Erlebnisse rückte die Gruppe wieder ein Stück näher zusammen.

Doris Faig, Gemeindereferentin

 

Impressionen


 


 

Monstranz auf dem Altar der Vallendarer Pfarrkirche beim Ewigen Gebet
Monstranz auf dem Altar der Vallendarer Pfarrkirche beim Ewigen Gebet (Foto: Brehm)

Ewig Gebet 2017 und Blasius-Segen in der Pfarreiengemeinschaft Vallendar

Der Sonntag, 5. Februar 2017, war ein Tag, der vom Gebet geprägt war, vom Rufen nach Gottes erfahrbarem Beistand und dem Dank für sein Mitgehen. Vorbereitet und garantiert wurden die Gebetsstunden von verschiedenen in der Pfarrei aktiven Gruppierungen, so zum Beispiel die religiösen Gemeinschaften oder die Frauengemeinschaften. Auch die Kommunionkinder und ihre Eltern waren zu einer „Wegerfahrung“ eingeladen. Den Abschluss bildete eine vom Kirchenchor musikalisch besonders gestaltete feierliche Schlussandacht, bei der die Anwesenden ihre ganz persönlichen Anliegen in Form von Weihrauchkörnern dem barmherzigen Vater-Gott übergeben konnten. Alle waren eingeladen ihre Verehrung Gottes zum Ausdruck zu bringen, aber auch ihre Bereitschaft, Atmosphäre im Sinne Gottes mitzugestalten und zu prägen.

Nach dem feierlichen eucharistischen Segen bestand noch für jeden persönlich die Möglichkeit, den sogenannten Blasius-Segen zu empfangen.

Blasius-Segen

Blasius-Segen

Da er im vergangenen Jahr auf den Sinn dieses Rituals angesprochen worden sei, erklärte Pfarrer Rüdiger Kiefer den Sinn dieses Segens, den manche noch mit einer Geschichte über Bischof Blasius in Verbindung bringen, von dem erzählt wird, dass er ein Kind, das eine Fischgräte im Hals hatte, vor dem Erstickungstod bewahrt habe. „Es geht beim Blasiussegen heute nicht um die Erinnerung an die verschluckte Fischgräte“, sagte Pater Kiefer im Anschluss an Roman Kalter, „sondern auf die Fürbitte des Hl. Bischofs Blasius bitten wir um Heil für Leib und Seele.“ Denn vielen Menschen sitze heute buchstäblich ein Kloß im Hals in Form von Verzweiflung, Orientierungslosigkeit, Situationen mit denen manche nicht zurecht kommen und vieles andere mehr. „Diese Menschen drohen an allem Niederdrückenden und Unaufgearbeiteten zu ersticken. Manchem bleibt das Wort im Hals stecken, sie haben einen Frosch im Hals oder mussten eine bittere Kröte schlucken, wie wir sagen.“ Oftmals müssten Menschen heute die Erfahrung machen, abgelehnt, geringgeschätzt, nicht beachtet oder entwürdigt zu werden. „Solche Erfahrungen, man könnte auch sagen „Schluckbeschwerden“ machen vielen zu schaffen. Der Segen, der uns von Gott her, auf die Fürbitte des Hl. Blasius, zugesprochen wird, umfasst daher das Heil des ganzen Menschen. In ihm kommt das Vertrauen zum Ausdruck, dass wir bei Gott gut aufgehoben sind, dass er alle unsere Wege mitgeht und er uns stark macht, damit wir an den Widrigkeiten des Lebens nicht ersticken.“ Das sei der Hintergrund des Blasiussegens, der deshalb gut in unsere moderne Welt passe.

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