Der neue Vorstand des Kirchenchores „Kirchenchores Cäcilia 1668 Vallendar“

Der neue Vorstand des Kirchenchores „Kirchenchores Cäcilia 1668 Vallendar“

 

Jahreshauptversammlung des „Kirchenchores Cäcilia 1668 Vallendar“

Die diesjährige Jahreshauptversammlung des „Kirchenchores Cäcilia 1668 Vallendar“ fand am 9. Januar 2019 in der Kreuzkirche auf dem Mallendarer Berg statt. Der Vorsitzende Martin Ginap begrüßte alle erschienenen aktiven und inaktiven Mitglieder zur Versammlung, besonders die Ehrenmitglieder Heinz Breuer und Johannes Schink sowie Chorleiter Johann Schmelzer. Präses P. Rüdiger Kiefer konnte an der Sitzung leider nicht teilnehmen. Nach der Begrüßung wurde der verstorbenen Chormitglieder gedacht.

Nachdem die Schriftführerin Claudia Schäfer das Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 15. April 2018 verlesen hatte, lenkte sie im Jahresbericht den Blick auf das zurückliegende Jahr, auf die Gestaltung der verschiedenen Gottesdienste und Andachten und den Jubiläumstag anlässlich des 350jährugen Bestehens des Chores, aber auch auf die geselligen Aktivitäten im vergangenen Jahr. Erfreulich war zu berichten, dass auch im Jahr 2018 wieder vier neue Mitglieder im Kirchenchor willkommengeheißen werden konnten.

Stephanie Pfaffenheuser (rechts) wurde für 25 Jahre Chormitgliedschaft vom scheidenden Vorsitzenden Martin Ginap und der neuen Vorsitzenden Claudia Schäfer geehrt

Stephanie Pfaffenheuser (rechts) wurde für 25 Jahre Chormitgliedschaft vom scheidenden Vorsitzenden Martin Ginap und der neuen Vorsitzenden Claudia Schäfer geehrt

Ehrung langjähriger Chormitglieder

Als nächster Tagesordnungspunkt erfolgte die Ehrung eines langjährigen Chormitgliedes: Stephanie Pfaffenheuser wurde für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft im Kirchenchor geehrt. Dazu bekam sie eine Brosche, eine Urkunde des Bistums Trier sowie einen Blumenstrauß überreicht.

Bei seinen Ausführungen dankte der Vorsitzenden Martin Ginap allen Chormitgliedern für ihr Engagement im vergangenen Jahr. Ein herzliches Dankschön sprach er auch dem Vorstand, den Förderern und allen Helfern, vor allem denen, die den Kirchenchor bei der Jubiläumsfeier unterstützt haben, aus. Auch dem Präses P. Rüdiger Kiefer dankte er für seine Unterstützungen, die er dem Chor auch immer wieder zusage. Er erwähnte auch die großzügige finanzielle Unterstützung P. Kiefers anlässlich unserer Jubiläumsfeier. Weiter dankte Martin Ginap Chorleiter Johann Schmelzer für sein großes Engagement, durch das wir auch im vergangenen Jahr wieder neue Chormitglieder hätten begrüßen dürfen.

Anerkennung für die Leistungen des Chores

Anschließend folgten die Ausführungen von Chorleiter Johann Schmelzer, der auch Dank und Anerkennung für die Leistungen des Chores im vergangenen Jahr aussprach. Er lenkte seinen Blick auf die Proben und die Verbindlichkeit bei vereinbarten Terminen. Herr Schmelzer stellte auch da, dass durch die Öffentlichkeitsarbeit der Chor mehr wahrgenommen werde und ermuntert die Chormitglieder, für den Chor zu werben sowie vom Chor und seinen Aktivitäten zu erzählen.

Heinz Breuer war 36 Jahre lang Kassenprüfer

Es folgte der Kassenbericht von Kassenwart Heinz Breuer. Die Kassenprüferinnen Stephanie Pfaffenheuser und Marion Strub konnten eine einwandfrei geführte Kasse bestätigen, woraufhin die Entlastung des Kassenwartes und des Vorstandes beantragt und einstimmig beschlossen wurde. Heinz Breuer legt nach 36 jähriger Tätigkeit als Kassenwart sein Amt nieder.

Dank an Martin Ginap, der nicht mehr als Vorsitzender kandidierte

Ebenso erklärete Martin Ginap, nicht mehr als Erster Vorsitzender oder Vorstandsmitglied zur Verfügung zu stehen, aber weiter als Notenwart tätig sein zu wollen. Beiden wurde mit einem herzlichen Applaus für ihre langjährige Tätigkeit im Vorstand gedankt.

Neuwahl des Vorstandes

Als nächster Tagesordnungspunkt stand die Wahl des neuen Vorstandes an. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

  • Erste Vorsitzende: Claudia Schäfer
  • Kassenwart: Marion Strub
  • Schriftführerin: Claudia Schäfer
  • Beisitzer: Christina Schmitz-Rimmer, Hermine Becker, Mechthild Müller, Jutta Wächter-Ginap, Stefanie Zollondz und Albert Ahanda gewählt.
  • Kassenprüferinnen sind Stephanie Pfaffenheuser und Rosi Frick.

Die Jahreshauptversammlung endete mit einem Imbiss in gemütlicher Runde.

 


 

Aus der Wurzel Jesse wird ein neuer Spross hervortreten

Wurzel und der Spross Jesse (Bild von Johannes Abele, Vallendar)

Wurzel und der Spross Jesse (Bild: Johannes Abele, Vallendar; Foto: Brehm)

An den vier Adventssonntagen spielte in diesem Jahr 2018 das Bild der Wurzel in der adventlichen Katechese eine prägende Rolle. Wurzeln sind normalerweise unsichtbar, aber für das Wachstum der Pflanzen von entscheidender Bedeutung - ein Hinweis darauf, dass hinter dem Sichtbaren Unsichtbares sich verbirgt, auf das es ankommt.

Am 4. Adventssonntag stand in der Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus zusätzlich ein Werk des in Vallendar lebenden Künstlers Johannes Abele vor dem Altar, das anschaulich den biblischen Text der Wurzel Jesse, die ein neues Reis hervorbringt thematisiert. Die Botschaft des Advents: Aus dem was tot scheint, was unsichtbar ist, wertlos erscheint, kann neues Leben werden.

 

 


Feier der Christmette in Vallendar, St. Marzellinus und Petrus (Foto: Brehm)

Feier der Christmette in Vallendar, St. Marzellinus und Petrus (Foto: Brehm)

„Weihnachten ist Gottes Friedensangebot an uns Menschen“

Unter dem Motto „Suche Frieden!“ fand der diesjährige Katholikentag in Münster statt. Dort sprach am 12.5. der indische Jesuit Sebastian Painadath zum Thema „Frieden stiften:

Er gab den Christen für ihren Friedensdienst drei Ratschläge mit auf den Weg:

  1. Christen sollen sich auszeichnen durch eine empfangende und zulassende Haltung (denn Friede ist nicht machbar als Menschenwerk, sondern als Ausfluss einer Haltung, die Maß nimmt an der Quelle des Friedens: Gott selbst);
  2. Christen sollten immer bei sich selbst beginnen (denn nur aus kleinen lokalen Anfängen wächst der große globale Friede);
  3. Christen sollen daran erkannt werden, dass sie alle Menschen respektieren, besonders die am Rande (denn wo die Armen vernachlässigt werden, kann es keinen Frieden geben).

Weihnachten will mit der Quelle des Friedens in Berührung bringen – mit Gott selbst

Weihnachten, das Geschenk der Menschwerdung Gottes im Kind von Bethlehem, will uns genau damit in Berührung bringen, mit der Quelle des Friedens, die Gott heißt, mit den kleinen Anfängen, die bei uns beginnen und mit der Anerkennung der Würde jedes Menschen.

Weihnachten ist Herausforderung zu einer Haltung, die Maß nimmt an der bedingungslosen Zusage Gottes, dass er unser Dasein schätzt, dass er gelingendes Leben will, Friede auf allen Ebenen. Und das ist mehr als ein Schweigen der Waffen. Friede im Sinne des hebräischen Shalom meint eine ganzmenschheitliche Ausrichtung, eine Zufriedenheit von innen her, ein Übereinstimmen von Innen und Außen, eine Herzensruhe, die von keiner Herausforderung des Lebens aus dem Takt geworfen wird. Friede ist die Zusage Gottes, dass er uns eine Zukunft schenkt, die größer ist als unsere Sinne es wahrnehmen und unser Denken und unsere Vorstellungen reichen.

Friede, eine uralte Menschheitssehnsucht, mit Weihnachten schon immer verbunden, weil die Verheißung des Friedens mit Gott zu tun hat und uns immer wieder in die Hand gelegt wird. Aber ihn umzusetzen und Wirklichkeit werden zu lassen, das scheitert oft an unser kleinen Sicht, an dem Blick der Ichsucht, an Machtstreben und fehlgeleitenden Interessen. Wenn wir auf unsere Welt schauen, dann ist die Realisierung des Friedens so aktuell wie vor 2000 Jahren.

Weihnachten 2018 (Foto: Brehm)

Weihnachten 2018 (Foto: Brehm)

Fieden – Menschen begegnen einander menschlich

Friede wird dort Wirklichkeit, wo Menschen einander menschlich begegnen. Franz Kamphaus, der Limburger Altbischof, hat es einmal die Weihnachtsbotschaft auf den Punkt gebracht, wenn er formulierte: Mach es wie Gott, werde Mensch!

Gott hat nichts davon, dass er Mensch wird. Ihn treibt seine Zuwendung zu uns. Wir sind die großen Gewinner, wir haben etwas davon, dass Gott unserem Leben Bedeutung, Zukunft, Friede, Heil und Vollendung schenkt. Bedingungslos schenkt uns Gott dies, aus reiner Liebe.

Aber, so dürfen, ja müssen wir fragen, ist es richtig, diese Zuwendung mit Ablehnung zu beantworten. Ist es richtig, Lieblosigkeit, Hass und Neid zu sähen, Unfriede zu stiften, Verbrechen, Terror, Unterdrückung, Lüge und Betrug sich hinzugeben, aus Ichsucht, kaltem Kalkül, um Angst und Schrecken zu verbreiten und fehlgeleitete Ideologien zu pflegen?

Jeder Mensch hat allein deshalb, weil er Mensch ist, eine unantastbare Würde

„Vor 30 Jahren steckte in Schwandorf ein stadtbekannter Neonazi aus rassistischen Gründen ein Haus in Brand, in dem Menschen anderer Kultur und Hautfarbe wohnten. Durch den Brandanschlag verloren vier Menschen ihr Leben. Als der Täter 2001 aus dem Gefängnis freikam, wurde er von der rechten Szene als Märtyrer gefeiert. Indem sie ihn als Held feierten, haben sie mehr als deutlich gemacht, dass für sie Würde, Menschlichkeit, Respekt, Achtung, Friede, Solidarität uvm nicht zählen, sondern sie all dies mit Füßen treten.

Weihnachten ist Gottes Friedensangebot an uns Menschen. - Es geht gerade darum, sich zu vergewissern, dass jeder Mensch allein deshalb, weil er Mensch ist, eine unantastbare Würde besitzt.

Weihnachten erinnert uns auch daran, dass Gott auch in den Menschen gegenwärtig ist, denen ihr Wert von anderen abgesprochen wird. Wer einen Türken, Deutschen, Araber, Juden, Christen, Muslim als Mensch ablehnt, lehnt Gott als Gott der Menschen ab. Für ihn ist Gott niemals Mensch geworden und darum gibt es für ihn auch keinen Grund, Weihnachten zu feiern,“ (nach Klaus Metzger-Beck) freie Tage zu genießen und sich auf der Überzeugung anderer auszuruhen. Wer nicht wenigstens den Aspekt der Menschlichkeit an Weihnachten teilt und sich darum bemüht,  an dem geht die Herausforderung des Weihnachtsfestes vorbei und er hat nicht verdient deswegen frei zu machen.

Die etwas andere Weihnachtskrippe (Foto: Brehm)

Die etwas andere Weihnachtskrippe (Foto: Brehm)

Die etwas andere Weihnachtskrippe

Wir haben in diesem Jahr wieder zwei Krippen (in der Pfarrkirche) aufgestellt. Eine traditionelle Krippe, wie wir sie gewohnt sind.

Daneben, auf der anderen Seite, einen leeren Stall. So sieht ein Ort aus, von dem alle Personen entfernt sind, die Fremde sind, enthöhlt und leer. Jesus, Maria und Josef waren Juden, ebenso die Hirten, die Könige kamen von fernen Ländern, Syrien, Afrika, Asien und anderswo, die Soldaten, die Jesus als Kind nach dem Leben trachteten waren Römer und die Hl. Familie war eine Zeit lang Flüchtlingsfamilie in Ägypten. Das müssen wir uns wieder bewusst machen. Also keine heile Welt, keine anderen Zustände als heute. Da steckt reichlich Stoff zum Nachdenken drin.

Gottes Menschwerdung konsequent zu Ende denken

Ein nicht bevölkerter Ort verfällt und wird bestenfalls zur Ruine. Unsere Welt, die an Menschlichkeit abgenommen hat, steuert auf einen leeren und verlassenen Ort zu, wenn wir Christen nicht gegensteuern und den unmenschlichen Kräften das Handwerk legen indem wir sachlich und beharrlich uns einbringen. Gottes Menschwerdung, sein Kommen muss in seinen Konsequenzen zu Ende gedacht werden und ist mehr als nur ein Nebeneffekt, sondern Herausforderung uns Menschlich zu engagieren und einzubringen in das Geschehen dieser Welt.

Verständnis zu zeigen, sachlich zu bleiben, Werte geltend zu machen, dem Miteinander ein Gesicht geben, der Wahrheit verpflichtet sein, ausgewogen zu urteilen, Chancen zu sehen, nicht nur Probleme; Angst nicht zum alles bestimmenden Maßstab werden zu lassen, die vielen Kleinigkeiten wahrnehmen, die die Welt verändern sich aber unseren Blicken entziehen.

Krippe in der Pfarrkirche in Vallendar (Foto: Brehm)

Krippe in der Pfarrkirche in Vallendar (Foto: Brehm)

Eine Weihnachts-Geschichte von der Schachtel volle Küsse

Vielleicht kann uns jene Geschichte helfen, das Geheimnis von Weihnachten besser zu verstehen:

Die Geschichte beginnt vor langer Zeit, als ein Mann seine 5 jährige Tochter dafür bestraft, dass sie einen wertvollen Gegenstand verloren hat. Damals hatten sie nicht viel Geld.

Es war gerade Weihnachten. Und am nächsten Tag brachte das Kind seinem Vater ein Geschenk mit den Worten: “Das ist für dich!“ Der Vater war zuerst sehr verlegen, doch dann ärgerte er sich sehr, als er sah, dass nichts in der Schachtel war.

Er sprach in hartem Ton: „Weißt du denn nicht, dass wenn man schon ein Geschenk macht, auch etwas drin sein muss?“

Das Mädchen schaute ihn von unten mit Tränen in den Augen an und sprach: Es ist etwas drin! Die Schachtel ist voll mit meinen Küssen für dich!“

Der Vater fühlt sich beschämt, geht in die Knie, umarmt sein Kind und bittet es um Verzeihung.

Von nun an bewahrte der Vater die Schachtel immer neben seinem Bett auf und immer, wenn es ihm mal nicht so gut ging oder er es brauchte, dann öffnete er die Schachtel und nahm einen Kuss heraus.

Viele Dinge, die durchaus bedeutsam sind für unser Leben, sind nicht sichtbar.

Weihnachten ist die Zusage Gottes, dass er uns die Schachtel seiner Zuwendung geschenkt hat, die Schachtel unseres Menschseins, die Schachtel, die uns aufmuntert, die Schachtel, die uns Hoffnung macht, die Schachtel des Vertrauens, dass uns Leben blüht, die Schachtel seiner Begleitung, die Schachtel seines Friedens, seiner Kraft, seiner Zuversicht, seiner Gerechtigkeit, die Schachtel unserer geschenkten Würde und Bedeutung….

Ich wünsche Ihnen allen die Schachtel Gottes, die uns kraftvoll und zuversichtlich leben lässt.

Pater Rüdiger Kiefer SAC

 

Weihnachten 2018 (Foto: Brehm)

Weihnachten 2018 (Foto: Brehm)

 


 

Abendlob im Advent in der Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus Vallendar

Abendlob im Advent am 16. Dezember in der Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus Vallendar (Foto: Brehm)

Der Projektkirchenchor unter der Leitung von Organist und Kirchenmusiker Johann Schmelzer brachte u.a. die Magnificat-Vertonung „Meine Seele preis die Größe des Herrn“ des britischen Komponisten Alan Wilson (*1947) aus dem Jahre 1981 zu Gehör, die an dieser Stelle als kleine Kostprobe nachgehört werden kann:

 

 


Weihnachten – das Lied der Menschwerdung Gottes

 

WEIHNACHTEN

Gott spielt die Melodie der Menschwerdung.
ER wird einer von uns
Stellt sich unserer Realität
Kommt uns ganz nah
Sagt und belegt: mit ihm ist zu rechnen
ER IST DA!

 

Weihnachtswunsch 2018

 

Liebe Gemeinde,
liebe Schwestern und Brüder

Die Advent und Weihnachtszeit ist geprägt, wie keine andere Zeit, von Lieder und Gesängen. Immer wieder wird das Geschehen der Menschwerdung Gottes in Jesus besungen. Das ist auch nur allzu verständlich, denn mit dem Kommen Jesu auf unsere Erde, sozusagen mitten unter uns, ist die Sphäre der Hoffnung, unserer Zukunft, des Lebens, der Liebe und des Friedens neu geworden.

Menschwerdung ist wieder eine Aufgabe geworden und Gerechtigkeit, Wahrheit, Anerkennung und Würde haben wieder ein Gesicht bekommen.

Worte reichen in die innerste Dimension nicht hin. Das kann nur die Musik. Sie kann Wirklichkeiten zum Klingen und Schwingen bringen, die sonst nicht auszudrücken wären. Deshalb ist das Geschenk der Weihnacht: Gottes Kommen zu uns, am besten und ehrlichsten in Liedern, Gesängen und der Sprache der Musik auszudrücken.

Auf dem Bild sind deshalb, auf der Grundlage aller Farben, Stilrichtungen und Facetten, Noten zu sehen, die in vielfältiger Form in der Sprache der Musik erklingen.

Als Schattenbild ist eine Kirche abgebildet, die daran erinnert, dass über viele Jahrhunderte das Lob Gottes musikalisch erklingt.

Das hat auch seine Entsprechung im Jubiläum unseres Kirchenchores. Er ist der älteste Verein von Vallendar und hat in diesem Jahr 2018 auf 350 Jahre seines Wirkens zurückgeschaut. Ein seltenes Jubiläum, das aber deutlich macht, wie lange schon Menschen sich musikalisch engagieren, die Botschaft Gottes in die Herzen der Menschen zu singen und ihr somit Hand und Fuß, eine Stimme und ein Herz zu geben.

Ich danke ausdrücklich unserem Chor für diese großartige Zeit, für viele Übungsstunden, für gewachsene Gemeinschaft und eine ausgesprochen ansprechende und zu Herzen gehende musikalische Gestaltung unserer Gottesbegegnungen.

Die Botschaft von Weihnachten: Wir können mit Gott rechnen

Was hier in Noten, in Farben, in der Buntheit des Lebens dargestellt ist, ist in der Tat nur ein Schatten dessen, was Gott für uns empfindet. Er sieht und hört nicht nur, was unser Leben ausmacht, sondern er kommt mitten hinein in unsere Welt, ist zu finden auf den Straßen und Wegen unseres Lebens. Er ist zu finden in den Gebrechen von uns Menschen, in dem was uns schwerfällt, in dem was uns freut. Er ist nicht wegzudenken, wenn Menschen ihm ihre Not, ihre Verzweiflung antragen, wenn sie nach Hilfe, Rettung und einem Halt suchen. In allen Situationen unseres Lebens ist er dabei, auch und gerade wenn wir den Verdacht hegen, er sei weit weg, habe sich zurückgezogen, habe kein Interesse an dem, was uns bewegt. Weihnachten ist und bleibt die Botschaft, dass wir mit Gott rechnen können und er sich nicht zurückgezogen hat aus dem, was unser Leben von uns fordert.

Weihnachten ist aber auch die Botschaft, dass Gott an uns anders handelt, als wir das wünschen und erwarten. Nicht als großer Aufrührer, Umstürzler oder Herrscher mit einer Armee hat er sich in Erfahrung gebracht, sondern als Retter, Messias, Versöhner, Friedenstifter, …, im Kleinen. Gott fängt in Jesus unscheinbar mit uns an, nicht in einem Palast, sondern in ärmlichen Verhältnissen. Nicht in gesicherten und wohlsituierten Lebensumständen, sondern auf der Flucht. Nicht in unangefochtenen und glatten Verhältnissen, sondern in herausfordernden Situationen und angstbesetzten Erfahrungen.

All das stellt uns das Weihnachtsfest vor, fernab von allen süßlichen Vorstellungen. Es stellt uns mitten in die Realität des Lebens, weil kein Geringerer als Gott in Jesus Christus sich unserem brüchigen und gefährdeten Menschsein ausgesetzt hat.

Wir besingen daher einen Gott, der einer von uns geworden ist. Wir preisen dankbar sein Kommen und bitten ihn bei uns zu bleiben, ja uns zu begleiten durch Höhen und Tiefen des Lebens.

Damit diese Erfahrung Wirklichkeit wird für Sie, nicht nur am Weihnachtsfest, wünschen wir Seelsorger der Pfarreiengemeinschaft St. Marzellinus und Petrus Vallendar Ihnen:

  • den Wohlklang des Friedens
  • die Musik der Hoffnung und der Liebe,
  • den Dreiklang des Wohlwollens, der Annahme und Beachtung,
  • den Grundakkord der Würde
  • die Melodie eines lebendigen Glaubens
  • und das Lied immer neuer Menschwerdung.
  • In diesem Sinne ein frohes Weihnachtsfest
  • und ein gesegnetes neues Jahr,

Rüdiger Kiefer SAC Pfarrer

Doris Faig, Gemeindereferentin

Eugen Stephan SAC Kooperator

Fr. Sebastian Wagner SAC Diakon

 


 

Offenes Adsventsfenster auf dem Mallendarer Berg (Foto: Ohlig)

Offenes Adsventsfenster auf dem Mallendarer Berg (Foto: Ohlig)

Förderverein Kreuzkirche informiert

Das Zweite Offene Adventsfenster hat sich geöffnet

Am Donnerstag, den 6. Dezember fand das zweite „offene Adventsfenster“ in Vallendar bei Familie Groß statt. Es hat sich herumgesprochen und so fanden sich fast 30 Personen dazu ein, um sich mit Texten und Liedern auf das kommende Weihnachtsfest einstimmen. Natürlich hat an diesem 6.12. der heilige Nikolaus und sein Wirken das Thema bestimmt. Nach der Besinnung standen wir noch eine Zeit lang gemütlich beisammen mit Glühwein, Punsch und Plätzchen am Lagerfeuer.

Herzliche Einladung zum letzten Adventsfenster in diesem Jahr am Donnerstag um 19 Uhr:

Am 21.12. an der Kreuzkirche, Pfarrer-Sesterhenn-Str. 1.

Offenes Adsventsfenster auf dem Mallendarer Berg (Foto: Ohlig)

Offenes Adsventsfenster auf dem Mallendarer Berg (Foto: Ohlig)

 


 

ALLSTAR Benefizgala im Winninger Weinkeller

4 angesagte Bands spielen am 8. Dezember für den guten Zweck

Plakat LiveMusicBenetitEvent 

Seit 2010 führt TERRA NOVA® erfolgreich alljährlich Benefizaktionen als LiveMusicEvents in unterschiedlichen Locations, meist in Zusammenarbeit mit regionalen Wohlfahrtsorganisationen, durch. Dabei sind bisher rd. 28000 Tausend Euro zusammen gekommen, die an die regionalen Tafeln, an Mampf, an verschiedene Projekte der CARITAS, aber auch nach Afrika gegangen sind, um z. B. einem begabten Schüler durch Zahlung des Schulgeldes das Abitur zu ermöglichen.

Konzert mit „New Earth Band“, „The Giants“, „Soulmatic“ und „Blues Affair“

In diesem Jahr startet die AllStarBenefizGala mit 4 hervorragenden Bands im Winninger Weinkeller, inzwischen ein Kultlokal für alle LiveMusikLiebhaber und LiveMusicBands aus der Region. In Zusammenarbeit von TERRA NOVA® LiveMusicEvents, der CARITAS sowie den engagierten Pächtern des Winninger Weinkellers, Susanne und Bernd Knebel, wird am Samstag, 8. Dezember 2018, ab 20 Uhr, ein musikalisches Feuerwerk der Extraklasse abgefackelt: Mit dabei ist als Newcomerformation die „New Earth Band“ aus Koblenz mit den besten Coversongs von den 60ern bis in die 90er aus Rock, Beat, Blues & Soul, die inzwischen legendären „The Giants“, seit 17 Jahren auf der Bühne und als die „Beatles der Eifel“ trefflich beschrieben, da sie mit ihrem genialen BritPopSound unverkennbar an die Musik der Roaring Sixties erinnern, die mit Musikpreisen ausgestattete Formation „Soulmatic“ aus Bonn mit bestem Rock in gekonnter Stilistik sowie eigener Interpretation und schließlich die TopMusiker von „Blues Affair“ aus Koblenz mit dem Besten, was der BluesRock der letzten 60 Jahre so hervorgebracht hat. Es wird ein wahres musikalisches Feuerwerk der besonderen und besten Sorte werden.

Erlös für die CARITAS Spendenaktion „1000 x 100“

Der Eintritt zu diesem musikalischen Highlight ist frei. Die Gäste werden jedoch gebeten, für den guten Zweck großzügig, nach eigenem Ermessen, zu spenden. Der Erlös des Abends geht an die CARITAS Spendenaktion „1000 x 100“, die sich insbesondere für Menschen in Not engagiert. Damit wird z. B. im lokalen Rahmen Senioren mit einem Zuschuss für den Mahlzeitendienst „Essen auf Rädern“ geholfen sowie den pflegenden Angehörigen kompetente Unterstützungsangebote angeboten, oder es wird Menschen mit Behinderung ermöglicht, an einer gemeinsamen Ferienfreizeit teilzunehmen. Gerade an Weihnachten soll es unverschuldet in Not geratenen Familien ermöglicht werden, ihren Kindern ein kleines Weihnachtgeschenk unter den Tannenbaum zu legen, was ansonsten den auf Hilfe angewiesenen Eltern nicht möglich gewesen wäre.

Alle Mitwirkenden an diesem außergewöhnlichen musikalischen Event, einschließlich der 4 genannten Bands, verzichten an diesem Abend auf eine Gage zugunsten der guten Sache. Der Ortsbürgermeister der Gemeinde Winningen, Eric Peiter, hat die Schirmherrschaft über die Veranstaltung an diesem Abend übernommen.

 


 

„Sehnsucht“ - Abendlob mit dem Licht aus Bethlehem

„Sehnsucht“

Abendlob mit dem Licht aus Bethlehem in der Pfarrkirche Vallendar am 16. Dezember 2018

Der Advent will der Sehnsucht nach Heil und Heilung neue Kraft schenken - jener Sehnsucht nach Frieden und Versöhnung in der großen und in der kleinen Welt, nach Lieben und Freude, nach einer Welt ohne Terror und Gewalt, ohne Hass und Feindseligkeit, ohne Krieg und Vertreibung, ohne Tod und Zerstörung von Leben und Glück. Diesem Gedanken ist das adventliche Abendlob am Dritten Adventssonntag, dem 16. Dezember 2018 um 18:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus Vallendar verpflichtet; es soll eine Unterbrechung des Alltags und eine Beschäftigung mit besinnlichen Texten und adventlicher Musik bieten und die Frage zu beantworten helfen, welche Sehnsüchte wir im Advent wirklich haben. Die inhaltliche Gestaltung der Veranstaltung liegt beim „Liturgiekreis Abendlob“ unter der Leitung von Gemeindereferentin Doris Faig, die musikalische Gestaltung übernimmt der Kirchenchor Cäcilia 1668 Vallendar unter der Leitung von Kantor und Organist Johann Schmelzer.

Beim zweiten adventlichen Abendlob in Vallendar wird auch wieder das Friedenslicht von Bethlehem in der Kirche erstrahlen und kann nach dem Adventssingen mit nach Hause genommen werden; dazu mögen bitte Windlichter oder Laternen zum Transport mitgebracht werden.

Seit 1986 beteiligen sich deutsche Pfadfinderinnen und Pfadfinder an der Aktion „Friedenslicht“. Die Aktion geht ursprünglich auf eine österreichische Initiative zurück. Nachdem das Licht an der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündet wurde, wird es nach seiner Ankunft in Wien von dort aus in ganz Europa verteilt. Im Rahmen einer Lichtstafette wird das Licht in Deutschland an über 500 Orten an „alle Menschen guten Willens“ weitergegeben. Am dritten Advent kommt es so auch in Koblenz an und wird im Rahmen einer Feierstunde in der Citykirche verteilt.

Der Kirchenchor Cäcila 1668 Vallendar gestaltet die Veranstaltung musikalisch mit; zu Gehör gebracht wird das Chorwerk „Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen“ aus dem unvollendeten Oratorium „Christus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847), das nach versöhnlichen Tönen zu Beginn und einem dramatisch-mitreißenden Mittelteil mit dem Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ innig endet. Zudem wird ein eindrückliches „Benedictus“ von Josef Rheinberger sowie die gefühlvolle Vertonung des Aaronitischen Segens „The Lord bless you and keep you“ von John Rutter (*1945) aus dem Jahre 1981 zu hören sein. Der Gesang „Blessed is he that cometh“ von William Lloyd Webber (1914-1982), ein Chorsatz des Neuen Geistlichen Liedes „In der Mitte der Nacht“ sowie die abwechslungsreiche Magnificat-Vertonung „Meine Seele preis die Größe des Herrn“ des britischen Komponisten Alan Wilson (*1947) aus dem Jahre 1981 runden das anspruchsvolle musikalische Programm ab.

Neben der starken Lichtsymbolik und dem eindrücklichen Gesang sollen meditative Texte und Impulse und das gemeinsame Singen adventlicher Lieder zu Ruhe und Entspannung in der sonst so hektischen Adventszeit einladen und das Augenmerk legen auf das, was eigentlich im Mittelpunkt dieser Zeit stehen sollte: Die Sehnsucht nach dem Kommen Christus´, des Erlösers.

 

Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus, Vallendar, illuminiert

Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus, Vallendar, illuminiert

 


 

Adolph Kolping

„Hoffnung - trotz allem!“

Kolpinggedenktag 2018 mit Altschuhsammlung am Sonntag, 02. Dezember

„Adolph Kolping (* 08. Dezember 1813 in Kerpen bei Köln; † 04. Dezember 1865 in Köln) war ein deutscher katholischer Priester, der sich insbesondere mit der sozialen Frage auseinandersetzte, und der Begründer des Kolpingwerkes.“ Soweit die „harten“ Fakten zum Gründer und Namensgeber des weltweit agierenden Kolpingwerkes Adolph Kolping aus der Freien Internet-Enzyklopädie Wikipedia

Um diese Fakten und die hiesige Kolpingsfamilie, die sich auf ihn beruft und ihn zum Vorbild hat, aber mit Leben zu füllen, trifft sich die Kolpingsfamilie Vallendar – wie bereits guter Brauch und in allen Kolping-Gemeinschaften weltweit Tradition – zum Kolpinggedenktag, um sich in der Adventszeit innerhalb eines kleinen Festaktes an das Leben Kolpings zu erinnern und gemeinsam im hektischen Trubel des Adventes einen geselligen und adventlichen Tag zu verbringen.

Der Zeitpunkt im Advent ist mit Bedacht gewählt, da Kolping ja in einem Dezember geboren wurde und auch in einem Dezember starb. Der Kolpinggedenktag 2018, der in diesem Jahr am 02. Dezember gefeiert wird, startet mit einem Familiengottesdienst unter der Überschrift „Hoffnung – trotz allem!“ in der Kreuzkirche um 10:00 Uhr, der von der Kolpingsfamilie inhaltlich und musikalisch mitgestaltet wird. An den Gottesdienst schließt sich dann die kleine Adventsfeier und ein gemeinsames Mittagessen an. In diesem gemütlichen Rahmen wird sicherlich – wie es guter Brauch ist – gesungen und der ein oder anderen Adventsgeschichte gelauscht, das eine oder andere Plätzchen geknabbert und manch schöne Kolping-Erinnerung ausgetauscht. Wichtiger Bestandteil des Festes ist auch die Ehrung der diesjährigen Jubilare und die Begrüßung von Neumitgliedern. Auch der Nikolaus wird der Kolpingsfamilie sicherlich wieder einen Besuch abstatten und seine beliebten kleinen Geschenke verteilen…

Plakat Kolping Schuhaktion

Unter dem Motto „Mein Schuh tut gut“ sammelt die Kolpingsfamilie Vallendar am Kolpinggedenktagswochenende auch in diesem Jahr wieder gebrauchte Schuhe, die nach Afrika und nach Osteuropa in Länder geschickt werden, in denen es keine Schuhindustrie gibt. Es wird um die Spende von gut erhaltenen Kinderschuhen, Stiefeln, Damen- und Herrenschuhen, Turnschuhen oder Sandalen gebeten. Die Schuhe werden an eine Firma verkauft, die eine Prämie für gut erhaltene Schuhe, die weiter getragen werden können, zahlt. Der Erlös der Sammlung kommt der Internationalen Adolph-Kolping-Stiftung zugute, die langfristig das solidarische Miteinander der Kolpingschwestern und -brüder weltweit (z.B. den Aufbau und die Begleitung von Kolpingsfamilien in den Ländern Asiens, Afrikas oder Lateinamerikas) festigen soll, aber auch – abhängig nach Sammelergebnis - einen hiesigen Kindergarten finanziell unterstützen wird. Die gut erhaltenen, paarweise zusammengebundenen Schuhe können am Ersten Adventswochenende zu folgenden Zeiten an folgenden Orten abgeben werden: Niederwerth, St. Georgs-Kirche: Samstag, 01. Dezember 2018 nach dem 18:00 Uhr-Gottesdienst; Mallendarer Berg, Kreuzkirche: Sonntag, 02. Dezember 2018 nach dem 10:00 Uhr-Gottesdienst; Vallendar, Pfarrkirche: 02. Dezember 2018 nach dem 11:30 Uhr-Gottesdienst.

Das Kolpingwerk Deutschland führt in diesem Jahr zum dritten Mal die bundesweite Schuhaktion durch. Im Jahr 2016 wurden 238.740, im letzten Jahr 212.140 Paar Schuhe gesammelt. In diesem Jahr dürfte die Halbe-Million-Grenze überschritten werden.

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„Mit Bach in den Advent“ – Ein Orgelkonzert im Kerzenschein

Marzellinus-Musik am ersten Adventssonntag, 2. Dezember 2018

Die bald anbrechende Adventszeit ist die Zeit der Vorbereitung auf die Ankunft des Erlösers. Auch wenn das im Trubel der kommerzialisierten Adventsmärkte und in der Hektik der Festvorbereitungen unterzugehen droht, geht es im Advent vor allem um Kontemplation und Besinnung. Die diesjährige Adventsveranstaltung im Rahmen der regelmäßigen Konzertreihe Marzellinus-Musik, die am Ersten Adventssonntag, 02. Dezember 2018 um 18.00 Uhr stattfinden wird, will genau dabei helfen: Im durch Kerzenschein erhellten Raum der Pfarrkirche Vallendar wird Kantor und Organist Johann Schmelzer (*1969) adventliche Klänge des deutschen Orgelgroßmisters Johann Sebastian Bach zu Gehör bringen, die einen guten musikalischen Start in die diesjährige Adventszeit erleichtern.

Im Anschluss an das Konzert sind alle Konzertbesuchenden in der Pfarrkirche zu Glühwein und Plätzchen eingeladen. Der Eintritt zum Konzert ist frei, um eine freiwillige Spende bei der Türkollekte wird gebeten.

Plakat Marzellinusmusik Dezember 2018

Johann Sebastian Bach (1685-1750) ist unbestritten einer der einflussreichsten und größten deutschen Komponisten, der uns mit seiner Musik nicht nur durch das gesamte Kirchenjahr, sondern auch durch das Leben zu begleiten vermag. Kein Wunder also, dass er auch Werke geschaffen hat, die vor allem in den Advent zu verorten sind und die helfen, sich auf das Warten auf den Erlöser einzulassen und das nahende Geheimnis von Weihnachten zu erspüren. Für das Konzert hat Organist Johann Schmelzer ausschließlich Werke von Bach ausgewählt, die diesen Zielen verpflichtet sind.

Zu Gehör gebracht werden drei Choralvorspiele über „Nun komm, der Heiden Heiland“, einem Adventslied Martin Luthers, das auf den altkirchlichen Hymnus „Veni redemptor gentium“ des Ambrosius von Mailand (339–397) zurückgeht. Die drei Werke (BWV 659-661), die aus den „Leipziger Chorälen“ und damit aus der späten Schaffenszeit Bachs in Leipzig stammen, sind je unterschiedlich in der Satzstruktur und führen den Choral teils stark oder mäßig koloriert im Sopran oder in langen Noten im Bass durch.

Die Choralvorspiele zu „Meine Seele erhebt den Herren“ (BWV 648), „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ BWV 645 und „Kommst du nun, Jesu, vom Himmel herunter“ stammen ebenfalls aus der späten Schaffensperiode Bachs und sind in der Sammlung der „Schübler-Choräle“ enthalten, die erstmals 1748/49 gedruckt wurden. Dabei handelt es sich um von Bach selbst komponierte und auf die Orgel übertragene originale Orchesterstücke, die verschiedenen Kantaten entnommen sind.

Die Kantatensatzbearbeitung „Der du bist dem Vater gleich" (BWV 36.6) stammt aus der Kantate Nr. 36 „Schwingt freudig euch empor", die Bach in Leipzig für den 1. Advent komponierte und dort am 2. Dezember 1731 erstmals aufführte. Hierbei zitiert der Cantus firmus die Melodie des Chorales „Nun komm, der Heiden Heiland“. Auch nach am Konzerttag genau 287 Jahren werden diese Bach´schen Klänge auch heute noch Herz und Sinne der Gläubigen erreichen.

Als meditatives "Intermezzo" erklingt zudem die „Air“ aus der 3. Orchestersuite in einer Bearbeitung für die Orgel, die den stimmungsmäßigen Mittelpunkt des Programmes bildet.

Neben der „Fuga sopra Magnificat“ (BWV 733) sind zwei größere Cantus-firmus-freie und gleichermaßen prominente Orgelstücke aus früheren Schaffensperiode Bachs zu hören: Die populäre „Toccata in d-moll“ (BWV 565) stammt wohl aus der frühen Arnstädter Zeit zwischen 1703 und 1707 und zeigt einen mitreißend jugendlichen Bach. Dieses Werk gilt wohl als eines der „mit Abstand bekanntesten Orgelwerke europäischer Kunstmusik“.

Ebenso berühmt ist die „Fantasie und Fuge in g-moll“ (BWV 542). Dieses gleichermaßen expressive und auch virtuose Werk hat bis zum heutigen Tag nichts von seiner Aura und Ausstrahlung verloren. Vermutlich stammt es aus dem Jahre 1720 und könnte womöglich durch Bachs Bemühungen um eine Organistenstelle in Hamburg motiviert worden sein, wo sich Bach nach dem Tode seiner ersten Frau Maria Barbara erfolglos um die Stelle an St. Jacobi bewarb.

Die mal sehnsuchtsvoll-verhaltene, mal bewegt-festliche Musik dieses Konzertes und die ruhige Atmosphäre der Vallendarer Pfarrkirche mag dazu beitragen, eine adventliche Stunde zu erleben, die eine gute Vorbereitung auf das Kommen des Erlösers ist und die den Stress der beginnenden Vorweihnachtszeit vergessen lässt.

Die komischen Harmoniker

Die komischen Harmoniker

Ausdrucksvolle Stimmen ganz ohne Instrumente

4 außergewöhnliche Gesangsgruppen begeisterten beim Vallendarer A-cappella-Festival das Publikum


Vokalista

Moderation

Moderation

Die singenden Feuerwehrmänner

Die singenden Feuerwehrmänner

Cosima

Cosima

Zum bereits sechsten Mal veranstaltete die Vallendarer Kolpingsfamilie ihr a-cappella-Festival in der extra für dieses Event umgestalteten Kreuzkirche auf dem Mallendarer Berg. Erneut waren es 4 Gruppen, die ihr gesangliches Können unter Beweis stellten und dabei ein sehr facettenreiches Programm präsentierten.

Den Beginn machte mit „Vokalista“ eine Gesangs-Formation aus Koblenz, deren hörbar ausgebildete Stimmen sofort Eindruck erzeugten. Dass sie sich auf der Vallendarer Bühne wohlfühlten, ließen die drei Damen und vier Herren den vollbesetzten Saal mit ihren Songs regelrecht spüren. Von Cohen´s „Hallelujah (im Satz von „Pentatonix“) über „So soll es bleiben“ („Ich und ich“) bis hin zu Grönemeyer´s „Mambo“: Die Zuschauer waren ganz berauscht vom Start in diesen Konzertabend.

Selten hat das Vallendarer a-cappella-Festival ein solch breites Spektrum erlebt wie an diesem Oktobersamstag 2018. Es folgten „Die singenden Feuerwehrmänner“ aus dem Taunus-Städtchen Weisel. Acht Herren mit entsprechendem Stimmvolumen und ausreichend Schalk im Nacken eroberten mit erfrischender Art und Weise die Herzen der Anwesenden. Und egal ob „Biene Maja“, „Buena Sera“ oder „Tanze Samba mit mir“: der Applaus war Ihnen gewiss und die Zugabe natürlich auch.

Ebenso locker und leicht, wie dieses Männerensemble sang, wurde das a-cappella-Festival moderiert von Lea Wächter und Albert Ahanda, die erstmalig und äußerst souverän durch den Abend führten. So war es denn auch den beiden Moderatoren überlassen, nach den „Feuerwehrmännern“ den ersten Teil zu beenden und das Publikum in eine 20-minütige Pause zu entlassen.

Der dritte Programmpunkt des Konzerts rief bei dem ein oder anderen Besucher Erinnerungen wach: Es hieß „Bühne frei!“ für „Cosima“, sieben ausdrucksstarke Damen, die bereits vor ein paar Jahren beim a-cappella-Festival in Vallendar zu Gast waren. Und man merkte sofort: Diese Sängerinnen haben nichts verlernt! Ihr Start mit „Cantate Domino“ und „Hebe Deine Augen auf“ zeigte schnell, wie vielseitig und regelrecht Gänsehaut-erzeugend a-cappella-Musik sein kann. „Sah ein Knab ein Röslein steh´n“ und „Der Mond ist aufgegangen“: Die Zuhörer genossen die Sopran- und Altstimmen.

Abgerundet wurde dieses außergewöhnliche und breitgefächerte Festival, das auch in diesem Jahr von zahlreichen Helfern der Kolpingsfamilie organisiert und durchgeführt wurde, durch den Auftritt der „Komischen Harmoniker“. Mit einer Hommage an ihre Heimatstadt Vallendar - „Du bis die Stadt“ - begannen sie ihren Part des Konzertabends. Seit knapp 25 Jahren sind Martin Ginap, Joachim Kahn, Benedikt Ohlig und Michael Wächter gesanglich zusammen unterwegs und schafften es – als Lokalmatadore – auch dieses Mal wieder, die Anwesenden in ihren Bann zu ziehen. Doch ganz egal, ob sie ein „One-Night-Ständchen“ sangen oder den „Hambacher Forst“ zum Thema hatten: Das Publikum war hingerissen. Und die tolle Zeit, die sie gemeinsam mit den Zuhörern an diesem Abend erlebten, hätte man abschließend kaum besser als mit „Superjeilezick“ ausdrücken können.

Zum großen Finale rief das Moderatorenteam alle Aktiven nochmal zum traditionell gemeinsamen „Veedel“ auf die Bühne.

Fazit: Ein wunderbar kurzweiliger, unterhaltsamer Abend, kurzum: ein großartiges, breitgefächertes a-cappella-Festival, bei dem hoffentlich die 7. Folge nicht allzu lange auf sich warten lässt!

 

Finale mit allen Akteuren

Finale mit allen Akteuren

 


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