Sternsingeraktion 2018

Segen bringen, Segen sein -Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit

Ökumenische Sternsingeraktion 2018 in der Pfarreiengemeinschaft Vallendar

Bei unserer Sternsinger-Aktion 2018 werden Kinder als Sternsinger verkleidet mit dem Stern durch die Straßen gehen, Segen in die Häuser tragen und Geld für das Kindermissionswerk in Aachen sammeln. Das Beispielland in diesem Jahr ist Indien.

Termine:

  • Aktionstage mit kleiner Sendungsfeier zur Vorbereitung auf das Sternsingen (Lieder u. Türspruch lernen, Infos zum Projekt, Kronenbasteln, Kleiderausgabe, Straßeneinteilung).
    • Für Urbar: Dienstag, 09.01.2018 von 14.30 bis 17.00 h in der Grundschule Urbar.
    • Für Niederwerth: an einem Schulvormittag.

  • Die Sternsinger sind an folgenden Tagen unterwegs:
    • Vallendar: 05.01. bis 12.01.2018
    • Urbar: 12.01. bis 14.01.2018
    • Niederwerth: 05.01.-06.01.2018

Kontakt für Sternsinger (ab 6 J.) und Begleiter (ab 13 J.):

  • Pfarrbüro Beuelsweg 4 in Vallendar
  • Oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Kolping Schuhsammelaktion 2017

„Mein Schuh tut gut!“

Altschuhsammelaktion am Ersten Adventswochenende - jetzt Schuhe vorbereiten!

Unter dem Motto „Mein Schuh tut gut“ sammelt das Kolpingwerk Deutschland in diesem Jahr zum zweiten Mal bundesweit gebrauchte Schuhe, die nach Afrika und nach Osteuropa in Länder geschickt werden, in denen es keine Schuhindustrie gibt.

Die Kolpingsfamilie Vallendar beteiligt sich erneut an der Aktion und bittet um die Spende von guterhaltenen Kinderschuhen, Stiefeln, Damen- und Herrenschuhen, Turnschuhen oder Sandalen. Die Schuhe werden an eine Firma verkauft, die eine Prämie für guterhaltene Schuhe, die weiter getragen werden können, zahlt. Der Erlös der Sammlung kommt der Internationalen Adolph-Kolping-Stiftung zugute, die langfristig das solidarische Miteinander der Kolpingschwestern und -brüder weltweit (z.B. den Aufbau und die Begleitung von Kolpingsfamilien in den Ländern Asiens, Afrikas oder Lateinamerikas) festigen soll. Die gut erhaltenen, paarweise zusammengebundenen Schuhe können am Ersten Adventswochenende zu folgenden Zeiten an folgenden Orten abgeben werden:

  • Niederwerth, St. Georgs-Kirche: Samstag, 2. Dezember 2017 nach dem 18:00 Uhr-Gottesdienst
  • Mallendarer Berg, Kreuzkirche: Sonntag, 3. Dezember 2017 nach dem 10:00 Uhr-Gottesdienst
  • Vallendar, Pfarrkirche: 3. Dezember 2017 nach dem 11:30 Uhr-Gottesdienst.

Bei der ersten bundesweiten Schuh-Sammelaktion des Kolpingwerkes Deutschland im Advent 2016 konnte ein überwältigendes Ergebnis erreicht werden: 238940 Paar Schuhe wurden in 8720 Kartons von den Kolpingsfamilien gesammelt und so konnte ein Erlös von 73596,90€ für die Internationalen Adolph-Kolping-Stiftung erwirtschaftet werden. Auch die Kolpingsfamilie Vallendar hatte 163 Paar Schuhe gesammelt und verschickt.

 


 

Die Erstkommunionkinder des Jahres 2018
Die Erstkommunionkinder des Jahres 2018

 

Erstkommunionvorbereitung hat begonnen

„Wir wollen Jesusfreunde werden“

Bei der Verkündigung des Evangeliums brennen auch die Kerzen der VorbereitungsgruppenMit großer Freude hat die Pfarreiengemeinschaft Vallendar – Urbar – Niederwerth am Sonntag, 12. November 2017 38 Kinder auf den Weg der Vorbereitung auf die erste heilige Kommunion begleitet. In einem ganz auf die Kinder und ihre Familien zugeschnittenen Gottesdienst wurden die Kinder zunächst namentlich vorgestellt. In der interaktiven Predigt von Pfarrer Rüdiger Kiefer wurde das Thema der Erstkommunionvorbereitung „Wir wollen Jesusfreunde werden“ dadurch deutlich, dass die Kinder konkrete Beschreibungen von Freundschaft einbringen konnten. Mut machen, einander helfen, trösten, miteinander spielen und Spass haben, füreinander da sein, den Freund unterstützen, wenn er in Schwierigkeiten ist, das alles, so Pater Kiefer, seien Merkmale einer Freundschaft zwischen Menschen. Aber diese Merkmale gelten auch für die Freundschaft mit Jesus. Für Jesus da sein bedeute z. B. Traurige zu trösten, Armen zu helfen oder gemeinsam mit anderen Freude zu erleben usw.

An dem mit vielen kindgerechten Liedern gestalteten Gottesdienst waren unter der Regie von Gemeindereferentin Doris Faig die Kinder auch als Akteure beteiligt, z.B. beim Einzug, beim Kyrie, bei der Verkündigung des Evangeliums und bei den Fürbitten. Beim Vater unser Gebet waren die Kinder eingeladen, sich rund um den Altar zu versammeln und dieses zentrale Jesusgebet mit Gesten unterstützt mitzubeten.

Am Schluss des Gottesdienstes teilten die Kinder Zettel mit ihren Namen an die Gemeindemitglieder aus, als Einladung, sie auf ihrem Vorbereitungsweg im Gebet zu begleiten. Pater Kiefer dankte vor allem den Eltern, die sich als Katecheten für die Erstkommunionvorbereitung zur Verfügung gestellt haben.

 

 Die Erstkommunionkinder des kommenden Jahres beten beim Vorstellungsgottesdienst am 12. November um den Altar der Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus versammelt das "Vater unser", das zentrale Jesusgebet der Christen.

 


 

Allerheiligen: Kerzen brennen für die Verstorbenen des Jahres

In Erinnerung an die Verstorbenen des vergangenen Jahres wurden in den Gottesdiensten an Allerheiligen die Namen der Verstorbenen verlesen und für jede und jeden vor dem Altar (hier in der Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus, Vallendar) ein Licht entzündet.

Anstelle der Fürbitten hieß es im Gebet: "Gott schenkt uns Menschen unverdient sein Heil und ruft uns zur Heiligkeit, damit wir die Welt ein klein wenig besser machen können. Gedenken wir all unserer Verstorbenen und empfehlen sie Gottes uneingeschränktem Heil."

Erinnern wir uns namentlich an die Menschen, die uns seit Allerheiligen letzten Jahres in die Ewigkeit vorausgegangen sind:

 

Die Verstorbenen des vergangenen Jahres 2016/2017

 

November 2016

Vallendar

  • Schaaf, Elisabeth
  • Künster, Heinz (Pfarrer)

Niederwerth

  • Reichert, Richard

Urbar

  • -

Dezember 2016

Vallendar

  • Staudt, Elisabeth
  • Mäckler, Anna Margareta

Niederwerth

  • Klöckner, Klara Georgine Franziska

Urbar

  • Schüller, Lieselotte
  • Schwickert, Udo
  • Moskopp, Theresia

Januar 2017

Vallendar

  • Sr. M. Romelia
  • Berghammer, Rolf
  • Plenker, Katharina
  • Heining, Rolf Rüdiger
  • Kaspersky, Karl-Heinz
  • Lollot, Kath. Hermine
  • Wanger, Rupert
  • Günther, Katharina Frieda
  • Gauls, Herbert
  • Pannhausen, Bruno
  • Jösch, Margarete
  • Kahler, Elisabeth
  • Steinebach, Herbert

Niederwerth

  • Götz, Helga

Urbar

  • -

Februar 2017

Vallendar

  • Fieweger, Margarethe
  • Martini, Rolf Josef
  • Ohlig, Hermann Josef
  • Molitor, Hildegard
  • Rüdell, Ernst Paul
  • Langenhuysen, Stefan
  • Weber, Hans Rolf
  • Steinebach, Wilhelm
  • Groß, Adalbert Anton
  • Schäfer, Dorothea

Niederwerth

  • Klöckner, Maria
  • Schemmer, Helmut
  • Friedhofen, Jakob Martin

Urbar

  • Gros, Wilhelm Peter Anton
  • Mauer, Katharina
  • Kehr, Monika Hedwig

März 2017

Vallendar

  • Henn, Karl
  • Jacobs, Anneliese
  • Müller, Peter
  • Kreyes, Hans Klaus
  • Seyfried, Susanna

Niederwerth

  • Friedhofen, Friederike Therese

Urbar

  • -

April 2017

Vallendar

  • Prause, Johannes
  • Kaumanns, Elisabeth
  • Mentz, Monika
  • Strauß, Gerda

Niederwerth

  • -

Urbar

  • Menden, Katharina
  • Coves Garcia, José

Mai 2017

Vallendar

  • Lauffs Theresia
  • Kreyes, Nikolaus
  • Groß, Joseph
  • Hahn, Christine
  • Nowak, Hannelotte

Niederwerth

  • Kreuter, Franz
  • Schemmer, Gretel
  • Jächel, Hilde

Urbar

  • Coves Garcia, Magdalena

Juni 2017

Vallendar

  • Meder, Martin

Niederwerth

  • -

Urbar

  • -

Juli 2017

Vallendar

  • Mertes, Johanna Franziska
  • Thelen, Wilfried
  • Schipek, Theodor Wilhelm
  • Schaaf, Heinz
  • Lotspeich, Josef
  • Koch, Hans
  • Alten, Friedrich
  • Fritsch, Angela

Niederwerth

  • Plattes, Marianne

Urbar

  • Weichert, Luzia
  • Kolbe, Bernhard

August 2017

Vallendar

  • Wißkirchen, Franz-Josef
  • Kutschera, Bernhard
  • Kißlinger, Maria Martha
  • Dietz, Irma

Niederwerth

  • -

Urbar

  • Christmann, Elisabeth
  • Surges, Maria Marianne

September 2017

Vallendar

  • Erlemann, Maria T.
  • Weck, Marta Anna M.
  • Wollnik, Georg Otto
  • Friedhofen, Georg
  • Kraus, Eleonore

Niederwerth

  • Stein, Gertrud

Urbar

  • Klinkhardt, Berthold
  • Reiners, Heinz
  • Ueckert, Helga

Oktober 2017

Vallendar

  • Peste, Dorothea
  • Marsic, Marija

Niederwerth

  • -

Urbar

  • -

 


Pfarrer Gerd Götz, Vallendar

Feier des Reformationsgedenkens in Vallendar mit Gottesdienst in protestantischer Form aber in ökumenischer Verbundenheit

Der Gottesdienstraum im Evangelischen Gemeindezentrum auf dem Mallendarer Berg ist überfüllt. Bei geöffneten Türen müssen sich eine ganze Anzahl von Gottesdienstbesuchern mit einem Platz im Foyer begnügen. Gerd Götz, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Vallendar, freut sich, dass so viele nicht nur evangelische, sondern auch katholische Christen aus Anlass des fünfhundertsten Jahrestag der Reformation zu dieser Gottesdienstfeier gekommen sind, die in protestantischer Form aber in ökumenischer Verbundenheit gefeiert wird. Besonders begrüßt er Pater Rüdiger Kiefer SAC, den Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde in Vallendar, den er für die Festpredigt habe gewinnen können.

Es passe ganz gut, so Pfarrer Götz weiter, „wenn Menschen zusammenrücken, die sich im Namen des einen Gottes versammeln, die von unterschiedlichen Ecken und Richtungen herkommen und sich vereinen unter dem einen Wort des einen Gottes.“ Diesen Tag als Beginn der Reformation zu bezeichnen, lenke den Blick nicht nur auf das Gestern sondern auch auf die Zukunft. „Vor 500 Jahren hat etwas begonnen, es hat sich entwickelt, es ist viel geschehen, aber es gibt eben auch noch viel zu tun“, so Götz. Dieser Jahrestag sei daher kein Abschluss, sondern eine Zwischenstation auf einem langen Weg, der noch weitergegangen werden müsse „bis wir noch näher zusammenrücken.“

Gottesdienst zum Reformationsgedenken

Festpredigt von Pater Rüdiger Kiefer, kath. Pfarrer in Vallendar

Seit vielen Jahren sei in ihm die Überzeugung gewachsen, „dass wir gemeinsam gerufen sind, das Reich Gottes abzubilden, seinem Evangelium, seiner Botschaft Hand und Fuß, vor allem ein Herz zu geben“, betonte Pfarrer Rüdiger Kiefer zu Beginn seiner Predigt. Er sei froh, in einer Zeit zu leben, die von Gemeinsamkeiten und wachsendem Miteinander geprägt sei. Luther habe mit seinem Thesenanschlag Missstände und Fehlentwicklungen in der katholischen Kirche seiner Zeit beim Namen genannt. Wesentliches, nämlich das Evangelium und das Reich Gottes, seien damals ins Hintertreffen geraten. „Luthers Thesen waren der Hammer. Sie waren ein Paukenschlag, denn sie führten wieder aufs Evangelium, auf Jesus Christus zurück.“

Festpredigt: Pfarrer Rüdiger Kiefer, kath. Kirchengemeinde Vallendar

Leider habe die katholische Kirche, in der Luther Mönch, Priester, Theologieprofessor und Glaubender war, mit seiner Kritik nicht umgehen können. „Luther seinerseits war aber auch ein Dickschädel. Und wenn zwei Sture aufeinander treffen, dann kann es sich ordentlich verhaken.“ Die Unnachgiebigkeit und Härte beider Parteien habe zu Jahrhunderten der Verteufelung und der Wunden geführt, die beide Kirchen sich zugefügt hätten.

Heute sei deutlich, „dass der gemeinsame Auftrag des Herrn anders lautet als Gegnerschaft, sondern Annäherung und wachsendes Miteinander.“ Inzwischen gehe es um Respekt vor der jeweiligen Tradition, vor dem, was gewachsen ist und um die Suche und Pflege von Gemeinsamkeiten. „Seither wachsen wir kontinuierlich aufeinander zu und haben viele Gemeinsamkeiten entdeckt und pflegen sie: In Vallendar z.B. bei den Schulgottesdiensten, bei der gemeinsamen Tauferinnerung, beim ökumenischen Gottesdienst zu Beginn des Johannisfestes, beim Himmelfahrtsgottesdienst auf dem ‚Schau ins Land‘, beim Even Song, bei der Ehrenamtsbörse, bei der Arbeitsloseninitiative, der Flüchtlingsinitiative, und vielem mehr.

„Ökumenische Beißzangen“ im Einsatz„Ökumenische Beißzangen“ im Einsatz

Es ist ein beeindruckender Moment, als Pater Kiefer gemeinsam mit dem evangelischen Pfarrer - dem er keinen Hammer, sondern eine „ökumenische Beißzange“ überreicht - die Nägel, die heute nicht mehr wirksam sind, aus einem Kreuz, das auf dem Altar steht, heraus ziehen. Pater Kiefer: „Die Nägel sind zwar gezogen, aber sie hinterlassen Spuren. Diese Spuren will ich weder übergehen, noch wegretuschieren. Sie sollen das Kreuz kennzeichnen, von unserer Leidensgeschichte erzählen, aber den Mut machen, das Kreuz als Ganzes anzuschauen und unseren gemeinsamen Auftrag herauszustreichen, das Evangelium zum Strahlen zu bringen, ihm Glaubwürdigkeit zu verleihen, es umzusetzen und zu übertragen in unsere Alltagsherausforderung.“

Drei Schrauben bleiben zurück im Kreuz. Sie zeigen, was in Zukunft noch zu tun bleibt: Das Mahl der Einheit, das zum Symbol der Trennung wurde, müsse wieder zur Mahlgemeinschaft zusammenführen. Die Herausforderung, das eigene und gegenseitige Verständnis von Kirche, von Kircheneinheit in der Vielfalt, von Ordination und Amt, sei noch zu klären. Und die Stellung des Petrusamtes und seine einheitsstiftende Aufgabe müsse einer Klärung und Aufarbeitung zugeführt werden. Pater Kiefer: „Diese drei Schrauben sitzen noch fest und sind noch im Kreuz. Ich sehne mich danach, dass wir sie ziehen können. Zumindest habe ich aber die Hoffnung, dass das, was wir Menschen nicht schaffen, die Natur schafft, indem sie die Schrauben verrosten und sich zersetzen lässt. Ich hoffe, dass es dazu nicht nochmal 500 Jahre braucht.“

Eine mit einem Kreuz gestaltete Eine Lutherbibel als Geschenk der katholischen Gemeinde an die evangelischen Geschwister

In dankbarer Verbundenheit übergab Pater Kiefer „in Vertretung für die ganze Gemeinde der katholischen Geschwister“ der evangelischen Gemeinde eine vom Koblenzer Künstler Josef Welling mit einem Kreuz gestaltete neue Lutherbibel. Pater Kiefer: „Ich möchte dir, Gerd, als zuständigem Pfarrer, diese Bibel für die ganze Gemeinde übergeben, in dankbarer Verbundenheit für gemeinsames Wirken, für unsere Orientierung auf dem Weg, für ein verstärktes Miteinander und in der Hoffnung auf Einheit in der Vielfalt.“

Im Anschluss an die gemeinsame Abendmahlsfeier, die musikalisch von der Orgel und einem Posaunenchor mitgestaltet wird, sind alle Gottesdienstbesucher noch zu einem gemeinsamen Mittagessen und Feiern in ökumenischer Verbundenheit und mit mancherlei „Apfelspeisen“ eingeladen, auch wenn der Satz „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“ Martin Luther wahrscheinlich fälschlicherweise zugeschrieben wird.

Mehr Informationen

DOWNLOAD: Festpredigt von Pater Rüdiger Kiefer

 


 

In der Umbruchzeit braucht es kein Reförmchen, sondern eine grundlegende Reform der Struktur

Predigtausschnitt von P. Rüdiger Kiefer vom 29. Oktober 2017

In der Zeitung war in den letzten Tagen so einiges vom neuen Zuschnitt der künftigen Pfarreien und dem, was damit zusammenhängt, die Rede. Dazu will ich kurz Stellung nehmen:

Am Dienstag, 31. 10. vor 500 Jahren nahm die Reformation ihren Lauf und änderte grundlegend die Geschichte der Kirche und der Welt. Aus heutiger Sicht waren Veränderungen damals wirklich notwendig, denn die Kirche hatte sich in Richtungen entwickelt, die sich nicht gutheißen ließen. Die daraus erwachsene Spaltung der Kirche ist bis heute eine schmerzende Wunde. Nicht nur die Kirchen, die aus der Reformation hervorgegangen sind haben sich immer wieder verändert, reformiert.

Auch die kath. Kirche hat sich seit damals verändert und tut dies immer noch. Gerade erleben wir, dass die Pfarrei oder Gemeindestrukturen, die sich seit Ende des zweiten Weltkrieges ausgebildet hatten, umgeformt, reformiert werden müssen. Auch dieser Prozess reagiert auf Umstände in Kirche und Gesellschaft, die die Synode festgestellt und beschrieben hat, die man nicht länger ignorieren kann, Das ist schmerzhaft und wird nicht von allen verstanden.

Wenn daher von 33 Großpfarreien die Rede ist, dann fragen sich viele, wie soll das gehen? Oftmals schwirren in unseren Köpfen die alten Systeme, die wir nicht auf andere Gegebenheiten und Strukturen übertragen können. Jeder Versuch dieser Art ist zum Scheitern verurteilt.

Grosspfarrei und Kirchorte

Mit der Großpfarrei, die eine organisatorische Größe ist, sind Kirchorte verbunden, also jetzige Pfarrorte, die dann lebendig gehalten werden und sind, wenn dort Menschen sich engagieren, auf vielfältige Weise sich einsetzen und die Frohbotschaft gestalten. Wo nichts getan wird, wird sich sehr bald der „Tod“ einstellen.

Natürlich werden nicht mehr überall Eucharistiefeiern angeboten, aber, so dürfen wir fragen, muss es immer die Hochform sein, sind nicht auch andere Gottesdienstformen bedeutsam, Tankstellen, um geistlich, christlich in Bewegung zu bleiben? Wir waren oft ver“messen“ und haben zu jedem Anlass Messe gefeiert und die anderen Gottesdienstformen abschätzig beurteilt oder sie sind ganz in der Vergessenheit verschwunden. Ihnen gilt es wieder ihre Bedeutung zurückzugeben.

Die Taufe ist Grundlage des Kircheseins

Entscheidend ist das Kirchenbild: ist nur dort Kirche, wo Hauptamtliche sind, oder ist dort Kirche lebendig, wo Getaufte sich im Namen Jesu versammeln? Die Taufe ist Grundlage des Kircheseins und nicht in erster Linie ein Amt. Dieses Verständnis von Kirche wird für die Zukunft ganz bedeutend sein.

Reformen sind in sich nichts Gutes oder Böses, sondern sie sind Reaktionen auf festgestellte Veränderungen der Verhältnisse wie z.B.  sich wandelndes Selbstverständnis, veränderte Lebensweise der Menschen, „Not“Lagen= zu viele Kirchen für zu wenige Besucher, zu viele Pfarreien für zu wenige Priester oder pastoral Hauptamtliche, zu viele zu heizende und zu erhaltende Gebäude für zu wenige Menschen  uvm… Diese „Not“Lagen kann man erdulden, aber nur eine gewisse Zeit, man kann sie ignorieren, dann holt einen diese Entwicklung früher oder später böse ein, oder man kann Veränderungen gestaltend und kreativ begegnen. Aber dann muss man auch die „Not-wendigen“ Schritte dafür tun, auch wenn wir uns dazu von Gewohntem oder Liebgewordenen verabschieden müssen. In jedem Fall soll es zu einem Aufbruch zu neuen und geeigneten Formen der Zukunft führen.

Den richtigen Zeitpunkt nicht verschlafen

Problematisch wird es, wenn wir bei notwendigen Reformen anfangen zu „klammern“ und wir das Gewohnte, das Eigene um jeden Preis behalten wollen. Durch solche Haltungen werden neue schmerzende Wunden gerissen.  (Wunden und nicht ausgeheilte Wundränder haben wir genug. Da brauchen wir keine Neuen.)

Am vergangenen Donnerstag hatten wir eine Fortbildung mit dem Bischof zu den bevorstehenden Veränderungen. Mir ist klar geworden, wir brauchen in dieser Umbruchzeit kein Reförmchen, sondern eine grundlegende Reform unserer Struktur, wenn wir den richtigen Zeitpunkt nicht verschlafen wollen. Und wir brauchen, neben den größeren Räumen auch ein großes Herz, das aktiv mitgestaltet, damit Kirche, Glaube, Gottvertrauen und Zuversicht verantwortbar in die Zukunft weitergegeben werden.

Amen

 


 

Bistum stellt zweiten Entwurf zur Raumgliederung vor

Resonanzphase führt zu überarbeiteter Version der 33 Pfarreien der Zukunft

Eine zum Teil deutliche Veränderung der Grenzen der nun 33 Pfarreien der Zukunft: Das ist das Ergebnis der Resonanzphase, die mit der Vorstellung des Entwurfs zur Raumgliederung des Bistums Trier am 24. März begonnen hatte. Über 2.000 Personen hatten an Veranstaltungen mit Bischof Stephan Ackermann teilgenommen; viele Gremien und Gruppen haben sich mit dem Entwurf befasst und auf vielen Wegen Rückmeldung gegeben, so dass etwa 3.000 ausgefüllte Fragebögen, online oder schriftlich, sowie briefliche Stellungnahmen zusammenkamen. Am 23. Oktober hat das Bistum Trier den zweiten Entwurf der Raumgliederung vorgestellt, alle Informationen dazu mit Karten sind unter www.raumgliederung.bistum-trier.de zu finden.

Die Pfarrei der Zukunft (PdZ) Koblenz, zu der die bisherige Pfarreiengemeinschaft Vallendar, Urbar und Niederwerth gehören wird, ist von Veränderungen bisher nicht betroffen. Auf einer Fläche von 193 qkm werden zukünftig etwa 75.500 Katholiken zur neuen PdZ Koblenz gehören. Welche Gebiete zukünftig zur PdZ Koblenz gehören werden, kann der nachfolgenden Karte entnommen werden.

Karte der zukünftigen PdZ Koblenz

 


 

Plakat Franziskusmesse

Zuerst in Vallendar und dann in Rom

Uraufführung der Franziskusmesse im Rahmen der Konzertreihe Marzellinusmusik in Vallendar am 5. November 2017

Am Sonntag 5. November 2017, 18:00 Uhr, wird in der Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus in Vallendar die deutsche Uraufführung der „Franziskusmesse“ im Rahmen eines Chor- und Orchesterkonzertes stattfinden. Gedacht als Geschenk für Papst Franziskus anlässlich seines 80. Geburtstages, werden ein Projektorchester mit über 60 Musikerinnen und Musikern sowie ein Projektchor mit über 100 Sängerinnen und Sängern die neue Komposition von Sven Hellinghausen im Rahmen der Konzertreihe „Marzellinusmusik“ in einer Art Vor-Premiere erstmals aufführen.

Geburtstagsgeschenk für den Papst

Der Komponist Sven Hellinghausen hat aus Anlass des 80. Geburtstages von Papst Franziskus eine Messe für achtstimmigen gemischten Chor, Tenorsolo und sinfonisches Blasorchester komponiert. Die Uraufführung der „Franziskusmesse“ soll am Freitag den 10. November 2017 im Petersdom stattfinden und am Samstag den 11. November 2017 findet in „St. Ignatius“, der größten Kirche von Rom, ein Chor-  und Orchesterkonzert statt. Dazu führt der Landesmusikverband Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Chorverband Rheinland-Pfalz vom 9. bis 12. November 2017 eine Konzertreise nach Rom durch.

Das Projekt basiert auf der Idee des Komponisten, eine Messe zu Ehren von Papst Franziskus zu komponieren. Er hatte die fertige Partitur zur Prüfung an den Vatikan geschickt, dort wurde die Messe von verschiedenen Instanzen geprüft und man war der Meinung, die Messe kann im Petersdom aufgeführt werden. Der Komponist konnte in der Folge die Präsidien der beiden großen Laienmusikverbände in Rheinland-Pfalz - Landesmusikverband und Chorverband - für die Sache begeistern und so wird dieses Projekt im Rahmen der bestehenden Kooperation unterstützt.

Anfang des Jahres wurde durch den Landesmusikverband ein Projektorchester mit über 60 Musikerinnen und Musiker aus dem gesamten Land zusammengestellt und der Chorverband stellte einen Projektchor mit über 100 Sängerinnen und Sängern zusammen.

Im Programm des Chor- und Orchesterkonzertes wird neben der Uraufführung der Franziskusmesse Chormusik von Mozart, Bruckner, Bach und Cherubini sowie Orchestermusik von Reed, v.d. Roost und Gäble zu Gehör kommen. Aufführende sind der Projektchor des Chorverbandes RLP (Leitung Michael Rinscheid) und der SonntagsChor Rheinland-Pfalz (Leitung Mario Siry), das Projektorchester des Landesmusikverbandes RLP (Leitung: Sven M. Hellinghausen) und der Tenor Christian Dietz.

Einlass: 17.00 Uhr. Eintrittskarten zum Preis von 10,00 € erhalten Sie im Pfarrbüro oder unter www.franziskusmesse.de 

 


 

Bischof Dr. Stephan Ackermann, Trier

Breite Diskussion zum Priesterbild gewünscht - Bischof Ackermann schreibt Brief an die Priester des Bistums

Eine breite Diskussion über das Priesterbild im Bistum Trier wünscht sich Bischof Dr. Stephan Ackermann. Das sagt er in einem Interview mit der Bistumszeitung „Paulinus“ (Ausgabe Nr. 39 vom 1. Oktober 2017). Grundlage für die Diskussion soll ein Brief des Bischofs an alle Priester des Bistums sein, den er im September versandt hat und der online hier zu finden ist.

Ihm gehe es um eine Vergewisserung im Nachgang der Synode, sagt der Bischof. Er erlebe bei den Priestern des Bistums Fragen und Irritationen, denn auch wenn die Synode kein eigenes Priesterbild entwickelt habe, habe das Abschlussdokument dennoch Auswirkungen auf die Priester. Als Beispiele nennt Ackermann, dass es künftig weniger leitende Pfarrer geben werde sowie die bisherige weitgehende Gleichsetzung des Priesters mit der Pfarrerrolle.

Sein Brief an die Priester, der auf das Unverwechselbare des priesterlichen Dienstes für die Kirche eingeht und auf spirituelle und pastorale Konsequenzen aus der Synode schaut, enthalte auch Diskussionsstoff für die Gläubigen in den Gemeinden und die hauptamtlich Mitarbeitenden, sagt Ackermann.

 


 

Drei neue Ministranten machen in Niederwerth mit

Abschied und Neubeginn bei den Niederwerther Ministranten

Mitte September fand in Niederwerth die Einführung der neuen Ministranten statt. Die drei neuen Meßdiener, die dazu gekommen sind, erfuhren in der Feier, die von 18 Ministranten mitgefeiert worden ist, dass ihr Engagement ein Dienst an Gott sei und dass sie einen wichtigen Dienst im Gottesdienst verrichten werden. Gleichzeitig wurden in diesem Gottesdienst die bisherigen ,,Ministrantenleiter" Hannah und Katharina Stein mit Wehmut verabschiedet. Ihnen, die über viele Jahre mit "Herzblut" dabei waren und in ihrem mehrjährigen Engagement als Verantwortliche sehr zuverlässig agierten, gebührt ein großes Dankeschön. Was die Nachfolge betrifft, so finden momentan Gespräche mit möglichen Kandidaten statt.

Nach dem Gottesdienst fand wie jedes Jahr um diese Zeit eine Begegnung statt, mit Grillen und Spielen. Einige Eltern haben Salate und Brot zur Verfügung gestellt. Danke sei auch denen gesagt, die den ganzen Abend hinter dem Grill standen.

Begegnung der Niederwerther Ministranten mit Spiel und Spass nach dem Gottesdienst
Begegnung der Niederwerther Ministranten mit Spiel und Spass nach dem Gottesdienst

 


 

Vallerer Kolpingmagazinchen

Vallerer Kolpingmagazinchen

Das Programm der Kolpingsfamilie Vallendar erscheint in neuer Form

Wie die Vallendarer Kolpingfamilie in ihrem neu veröffentlichten "Vallerer Kolpingmagazinchen" schreibt, hat das „Vallerer Kolpingblättchen“ das Vereinsleben der Kolpingsfamilie Vallendar fast 15 Jahre "entscheidend geprägt, auf Termine aufmerksam gemacht und Aus- und Rückblicke auf Veranstaltungen gewährt." Nachdem nun der Kolping-Bundesverband seinem Vereinsorgan ein neues Outfit und einen neuen Namen geben habe, habe auch der Vorstand der Kolpingsfamilie Vallendar beschlossen, den lokalen Mitteilungen "ein Face-lifting" zu spendieren.

Das Blättchen, das bisher ausschließlich in Papierform verteilt wurde, soll ab sofort nach Möglichkeit auch per E-Mail zugestellt werden, was kostengünstiger, effizienter, einfacher und schneller ist.

Josef Pfaffenheuser, Vorsitzender der Kolpingfamilie Vallendar, dankt im Editorial des neuen Vallerer Kolpingmagazinchens Andreas Hamacher von Herzen für seinen bisher unermüdlichen Einsatz bei der Erstellung des Programms sowie allen, die als Autorinnen und Autoren tätig waren und sind, sowie all denen, die das Blättchen verteilt haben oder auch weiterhin verteilen. 

Wer sich ein Bild vom neuen Vallerer Kolpingmagazinchen machen möchte, kann es hier herunterladen (PDF).

 


 

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