Die Kommunionkinder des Jahres 2017 beim Wochenende im Jugendzentrum Marienberg, Vallendar-Schönstatt
Die Kommunionkinder des Jahres 2017 beim Wochenende im Jugendzentrum Marienberg, Vallendar-Schönstatt

Wochenende mit den Kommunionkinder der Pfarreiengemeinschaft Vallendar

Am vergangenen Wochenende verbrachten 37 Kommunionkinder der Pfarreiengemeinschaft Vallendar ein Wochenende im Jugendzentrum Marienberg. Neben thematischen Einheiten zur Beichtvorbereitung und Eucharistie gab es viel Gelegenheit Gemeinschaft zu erleben. Für die Feier der Erstkommunion wurde bereits ein Thema festgelegt: „Mit Jesus in einem Boot“. Es wurde dazu getöpfert, gebastelt und gesungen. Wie in jedem Jahr gestalteten die Obermessdiener der Pfarreiengemeinschaft den Spieleabend und die Nachtwanderung. Durch viele schöne Erlebnisse rückte die Gruppe wieder ein Stück näher zusammen.

Doris Faig, Gemeindereferentin

 

Impressionen


 


 

kfd-Mitgliederversammlung 2017

Zu Beginn der Mitgliederversammlung 2017 der kfd erinnerte Christel Neumann an den Beschluss, 2016 auf ein reguläres Jahresprogramm zu verzichten, da es kein Leitungsteam für die Planung und Durchführung von Angeboten gab.    

Einzelne Projekte, für die die kfd z.T. schon seit mehr als 20 Jahren verantwortlich zeichnet, würden davon unberührt bleiben, wie z.B. der Eine-Welt-Laden-Verkauf nach den Gottesdiensten, Besuchsdienste in St. Josef und der Treffpunkt Kreuzkirche. Mehrmals wurde ein von Gemeindereferentin Doris Faig geleitetes Morgenlob mit anschl. Frühstück in der Kreuzkirche vorbereitet. Im August wurden Kräutersträuße gebunden und im Advent Mitglieder und interessierte Frauen zur Adventfeier eingeladen.

kfd-Leitungsteam v.re.: Gemeindereferentin Doris Faig (geistliche Begleitung), Ilse Diewald (Teamsprecherin) und Jenny Zengler mit Ingeborg Bersch (Kassenführung)kfd-Leitungsteam v.re.: Gemeindereferentin Doris Faig (geistliche Begleitung), Ilse Diewald (Teamsprecherin) und Jenny Zengler mit Ingeborg Bersch (Kassenführung)

Kassenbericht

Im Anschlus an Ingeborg Berschs Kassenbericht beantragten die Kassenprüferinnen Marie-luise Martini und Irene Bode, die eine einwandfrei geführte Kasse bestätigt hatten, Entlastung der Kassiererin. Die Kassenprüferinnen prüften wie in jedem Jahr auch die Buchführung des Eine-Welt-Ladens und bescheinigten Irmel Bokern ebenfalls tadellose Kassenführung. Agnes Bertram und Ursula Häusler wurden von der Versammlung beauftragt den Abschluss 2017 zu prüfen.

Irmel Bokern berichtete, dass der Umsatz im Eine-Welt-Laden zu 2/3 in der Kreuzkirche und 1/3 in der Pfarrkirche getätigt wird. Die von GEPA kalkulierte (kleine) Gewinnspanne und die gute Tradition, dass Kundinnen und Kunden oft „glatte“ Summen zahlen, ermöglichten erneut 400€ dem Spendenprojekt der kfd im Bistum für ein Frauengesundheitszentrum in Nordsyrien und 400€ den Schwestern vom Herz-Jesu-Haus Kühr für ihre Arbeit mit behinderten Kindern auf den Philippinen zur Verfügung zu stellen. Außerdem wird das Frauenhaus Koblenz 100€ erhalten, die aus Spenden an die kfd resultierten.

Die Teilnehmerinnen des Treffpunkt Kreuzkirche hatten zur Unterstützung der caritativen Arbeit hier in unserer Gemeinde schon vor Weihnachten 400€ an Pater Kiefer SAC übergeben.

Nahezu einstimmig wählte die Versammlung Jenny Zengler, Ilse Diewald (Teamsprecherin) und Doris Faig (geistliche Begleitung) als neues kfd-Leitungsteam. Ingeborg Bersch wird weiterhin die Kasse führen.

Mit einem herzlichen Willkommen an Doris Faig als erste gewählte geistliche Begleiterin und einem ausdrücklichen Dank an Christel Neumann und Ingeborg Bersch, die durch ihr Engagement die kfd in einem schwierigen Jahr „über Wasser“ gehalten hatten, schloss die Versammlung.

kfd-Leitungsteam mit den kfd-Frauen, die für einzelne Angebote verantwortlich zeichnen.
kfd-Leitungsteam mit den kfd-Frauen, die für einzelne Angebote verantwortlich zeichnen.
Monstranz auf dem Altar der Vallendarer Pfarrkirche beim Ewigen Gebet
Monstranz auf dem Altar der Vallendarer Pfarrkirche beim Ewigen Gebet (Foto: Brehm)

Ewig Gebet 2017 und Blasius-Segen in der Pfarreiengemeinschaft Vallendar

Der Sonntag, 5. Februar 2017, war ein Tag, der vom Gebet geprägt war, vom Rufen nach Gottes erfahrbarem Beistand und dem Dank für sein Mitgehen. Vorbereitet und garantiert wurden die Gebetsstunden von verschiedenen in der Pfarrei aktiven Gruppierungen, so zum Beispiel die religiösen Gemeinschaften oder die Frauengemeinschaften. Auch die Kommunionkinder und ihre Eltern waren zu einer „Wegerfahrung“ eingeladen. Den Abschluss bildete eine vom Kirchenchor musikalisch besonders gestaltete feierliche Schlussandacht, bei der die Anwesenden ihre ganz persönlichen Anliegen in Form von Weihrauchkörnern dem barmherzigen Vater-Gott übergeben konnten. Alle waren eingeladen ihre Verehrung Gottes zum Ausdruck zu bringen, aber auch ihre Bereitschaft, Atmosphäre im Sinne Gottes mitzugestalten und zu prägen.

Nach dem feierlichen eucharistischen Segen bestand noch für jeden persönlich die Möglichkeit, den sogenannten Blasius-Segen zu empfangen.

Blasius-Segen

Blasius-Segen

Da er im vergangenen Jahr auf den Sinn dieses Rituals angesprochen worden sei, erklärte Pfarrer Rüdiger Kiefer den Sinn dieses Segens, den manche noch mit einer Geschichte über Bischof Blasius in Verbindung bringen, von dem erzählt wird, dass er ein Kind, das eine Fischgräte im Hals hatte, vor dem Erstickungstod bewahrt habe. „Es geht beim Blasiussegen heute nicht um die Erinnerung an die verschluckte Fischgräte“, sagte Pater Kiefer im Anschluss an Roman Kalter, „sondern auf die Fürbitte des Hl. Bischofs Blasius bitten wir um Heil für Leib und Seele.“ Denn vielen Menschen sitze heute buchstäblich ein Kloß im Hals in Form von Verzweiflung, Orientierungslosigkeit, Situationen mit denen manche nicht zurecht kommen und vieles andere mehr. „Diese Menschen drohen an allem Niederdrückenden und Unaufgearbeiteten zu ersticken. Manchem bleibt das Wort im Hals stecken, sie haben einen Frosch im Hals oder mussten eine bittere Kröte schlucken, wie wir sagen.“ Oftmals müssten Menschen heute die Erfahrung machen, abgelehnt, geringgeschätzt, nicht beachtet oder entwürdigt zu werden. „Solche Erfahrungen, man könnte auch sagen „Schluckbeschwerden“ machen vielen zu schaffen. Der Segen, der uns von Gott her, auf die Fürbitte des Hl. Blasius, zugesprochen wird, umfasst daher das Heil des ganzen Menschen. In ihm kommt das Vertrauen zum Ausdruck, dass wir bei Gott gut aufgehoben sind, dass er alle unsere Wege mitgeht und er uns stark macht, damit wir an den Widrigkeiten des Lebens nicht ersticken.“ Das sei der Hintergrund des Blasiussegens, der deshalb gut in unsere moderne Welt passe.

Sternsinger sammeln über 10.000 €

In den Weihnachtsferien sind mehr als 100 Kinder sowie die Grundschule Vallendar und die kath. Kindergärten in Vallendar und Urbar als Sternsinger unterwegs gewesen und haben insgesamt in der Pfarreiengemeinschaft € 10.834,55 gesammelt. Allen Sternsingern und Spendern ein herzliches Dankeschön.

Die Freiheit der Kinder Gottes

Synode ermöglicht neue Perspektiven und Chancen für ein Leben aus dem Glauben

In der Silvesterpredigt im Trierer Dom sprach Bischof Stephan Ackermann am 31.12.2016 von den "fünf Erlaubnissen", die von der Synode ausgehen - für das Bistum und alle Gläubigen. So benannte er als Erlaubnisse:

  1. Wir dürfen trauern.
  2. Wir dürfen Abschied nehmen.
  3. Wir dürfen Neues entdecken.
  4. Wir dürfen freimütiger als bisher von Jesus und seiner Botschaft sprechen.
  5. Wir dürfen gelassen sein, und wir dürfen noch gelassener werden!

Den vollständigen Wortlaut der Predigt finden Sie hier.

Ein Interview von Bischof Ackermann mit der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA) zur Synoden-Umsetzung können Sie hier finden.

Weihnachtswünsche der evangelischen Pfarrei Vallendar

Liebe Geschwister,

es ist - leider mal wieder - ein Weihnachten inmitten von Unfrieden und Erschütterungen der Menschlichkeit. Ich wünsche Ihnen und uns allen, dass es trotzdem und gerade deswegen ein Weihnachten der Ermutigung und der Stärkung sein möge.

Weil viele sich dafür einsetzen, dürfen unsere Gemeinden hier in Vallendar erleben, wie viel man erreichen kann, wenn man miteinander lebt und arbeitet und nicht gegeneinander. Dafür bin ich dankbar. Und ich hoffe, dass die Botschaft der Heiligen Nacht uns noch mehr ermutigt, daran festzuhalten und vielleicht mit noch mehr Engagement die Botschaft des Friedens für alle Menschen hörbar und erlebbar zu machen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Feiertage voller Segen und freue mich auf ein neues gemeinsames Jahr.

Mit herzlichen Grüßen von allen Protestanten in Vallendar

Ihr Pfarrer Gerd Götz

 

Weihnachten 2016, Pfarrkirche Vallendar
Weihnachten 2016, Pfarrkirche Vallendar

Wir wünschen allen Besuchern der Homepage der Pfarreiengemeinschaft Vallendar frohe, gesegnete und friedvolle Weihnachten.

Liebe Gemeinde,

Paris, Nizza, Istanbul, Würzburg, Berlin, nur einige Städte, die ich nennen möchte, in denen der Terror gewütet hat, Leben zerstört wurde, statt aufgebaut, Wunden geschlagen wurden, statt zu heilen.

Weihnachten ist die Botschaft gegen den Terror, gegen den Unfriede, gegen die Ungerechtigkeit, gegen die Angst.

Weihnachten steht für eine andere Sicht des Menschen, seine Bedeutung, seine Würde, sein Ansehen.

Weihnachten steht für den Blick Gottes auf die Welt und die Menschen, der aufbaut, ermutigt, Freiheit schenkt, Frieden und Versöhnung möglich macht, Zukunft und Heil schenkt und liebt.

Deshalb wird Weihnachten, mit seiner göttlichen Botschaft, nicht den Marktschreiern von rechts oder links überlassen, nicht denen, die Kapital aus dem Unglück ziehen wollen, sondern setzt andere Maßstäbe: Nicht die Verlängerung von Hass, die Spirale der Angst, der Gewalt und des Unfriedens, sondern der Vergebung, des neuen Anfangs, des Friedens, der Perspektive, des Lebens und des Zutrauens sind an der Tagesordnung. Nur über diesen Weg ist die Welt zu retten, alles andere führt nur zur Zerstörung und zum Chaos.

Das Kind in der Krippe –
Der Mann am Kreuz –
Das Brot in der Hand –
(Gott macht sich klein, verwundbar, zerbrechlich und verändert damit die Welt).

Das Kind, nicht die Klugen. –
Der Stall, nicht der Palast. –
Die Hirten, nicht die Herrscher. –
(Gott stellt alle Maßstäbe auf den Kopf und verändert damit die Welt).

Ein Christ unserer Tage bekennt: „Ich glaube nicht mehr an das Gerede, immer stark und unverwundbar sein zu müssen, nicht mehr seit dieser Nacht. Ich glaube an die Liebe, den Frieden, die Würde und Achtung jedes Menschen, durch Gott in die Welt gekommen. Sie schenkt dir und mir einen neuen Anfang.

Diesen neuen Anfang im Guten wünsche ich ihnen allen zum Fest.

Ihr Pater Rüdiger Kiefer

Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Vallendar


 

Weihnachten 2016 - Heilige Nacht - Ansprache

Ist Weihnachten wirklich das Fest des Friedens? Kehren zu diesem Datum termingerecht Harmonie und Verständnis ein? (Das Gegenteil scheint der Fall zu sein). Schweigen die Waffen, werden spitze und scharfe Worte umgebogen, ist das Herz leer von Hass, Ärger, Wut, Streit und Auseinandersetzung? Gehen Menschen wieder aufeinander zu, reichen sich die Hand, hören einander zu, stellen die Menschlichkeit und die Zukunft/Entwicklung der Erde vor ihr Gewinnstreben, achten die Würde jedes Menschen… uvm…. (Das Gegenteil scheint der Fall zu sein).  Hat die Menschlichkeit wieder eine Chance oder dreschen wir mit diesem Fest nur leeres Stroh? Sind wir einmal ehrlich: was bedeutet uns dieses Fest, dieser Impuls Gottes, bedeutet es uns überhaupt noch etwas oder haben wir nur Arbeitsfrei und pflegen Traditionen? Und die zweite  wichtige Frage: welche Nachhaltigkeit hat dieses Fest? Hat es eine Bedeutung, eine Auswirkung auf unser Leben, unsere Einstellung, unsere Werte, unsere Ziele, dass Gott in Jesus Mensch geworden ist, einer von uns, unser Leben mit allen Höhen, Tiefen und Grenzen geteilt und damit belegt hat, dass er bei uns ist und bei uns bleibt? Er nimmt uns an, undzwar alle, ohne Unterschied. Er reicht uns seine Hand und sucht Menschen, die in seinem Sinne handeln.

Weihnachten - eine gewaltige Herausforderung

Weihnachten ist kein süßliches Fest, sondern eine gewaltige Herausforderung, eine Herausforderung unserer Menschlichkeit, eine Vorlage Gottes mit Nachahmungscharakter, keine Eintagsfliege und augenblickliche Laune, sondern ein Anspruch mit Nachhaltigkeit. Die Botschaft dieses Festes, Gottes Menschwerdung in Jesus, soll sich wiederspiegeln in unserer Menschwerdung, unserem Urteilen, unseren Einstellung, unserer Bewertung, unserem Handeln, unserem Reden, unseren Zielen. Gottes Menschwerdung in Jesus soll durch uns erfahrbar werden und weitere Konturen bekommen.

Wenn uns das nicht gelingt, wenn uns das egal ist, wenn das unwichtig wird, dann sollten wir Weihnachten besser abschaffen.

Wenn aber von diesem Fest immer wieder eine Herausforderung ausgeht, ein Impuls, Gottes Menschwerdung in Jesus in unserem Leben abzubilden, uns zu mühen um menschliche Werte, um Chancen, die wir uns und einander einräumen, um Verständnis und Verstehen ringen, um Taten, die unser menschliches Herz zeigen, ..uvm. , dann sollten wir froh den Charakter dieses Festes aufgreifen und ihn verwirklichen! Wir brauchen dieses Fest, wir brauchen dringend die Visionen und Hoffnungsbilder die von ihm ausgehen, gerade auch in unseren Tagen: denn „ohne Visionen verkommen wir Menschen“, heißt es in einem Sprichwort. In der Tat, wenn wir nicht mehr die Sehnsucht, keine Vision, mehr haben nach Frieden, Fairness, Gerechtigkeit, Würde, Respekt, Zuwendung, Ehrlichkeit…jedem Menschen gegenüber, dann verkommen wir, dann dümpelt unser Leben ziellos und orientierungslos vor sich hin, dann greift die Gleichgültigkeit massiv um sich.

Integration - Zeichen von Menschlichkeit 

Ein Schwamm kann uns dabei helfen, die Botschaft  des Kindes in der Krippe besser und tiefer zu verstehen.

In der Bibel kommt der Schwamm wenige Male vor.

„Mich dürstet“ rief Jesus am Kreuz (Mk 15,36; Joh 19,29), und man reichte ihm einen Schwamm mit Essig. Den Durst Jesu haben die Soldaten mit einer galligen Flüssigkeit gestillt.

Viele Menschen in unseren Breiten haben Durst nach Anerkennung, nach Lob, einem guten Wort, nach Sinn und Perspektive in ihrem Leben, weil ihnen dieses Leben wertlos erscheint. Sie sind buchstäblich ausgetrocknet, weil sie zu wenig Zuwendung erfahren haben und sich unerwünscht vorkommen, die Hoffnung verloren haben und kein Vertrauen entwickeln können.

Was reichen wir einander? Oftmals Schwämme mit Essig, Schwämme der Vorurteile, der Ablehnung, das Hasses und des Neids, den Schwamm der Berechnung und Vergleiche, den Schwamm der Lüge und Intrige, des Unfriedens und der Ungerechtigkeit und wie die Schwämme auch immer heißen?

Ist es z.B. richtig, wenn Menschen statt auf Integration auf Abschottung setzen, wenn falsche Rückbesinnungen auf unselige Zeiten unserer Geschichte wieder aufleben und aus den Erfahrungen von damals nichts gelernt wurde, wenn Gefühle bedient, aber der Kopf, die Gabe der Unterscheidung, ausgeschaltet wird, wenn statt differenziertem Blick Generalverdachte ausgesprochen werden, wenn ein Hiesiger, seinen Berechtigungsschein hinwirft und sagt, weil mit ihm einige Fremde in der Schlange bei der Tafel stehen,  „mit diesem Pack will ich nichts zu tun haben“. Ist das ein Zeichen von Menschlichkeit, von Anerkennung und Würde oder doch eher Verrohung, Gefühlskälte und ein Armutszeugnis, ein Zeichen roher Unmenschlichkeit? Ist es richtig, wenn hier eine Neiddebatte geführt und allen Ernstes argumentiert wird, aufgrund der staatlichen Bemühungen um Integration würden andere Leistungen Bedürftiger gekürzt. Ich bin froh um den Luxus unseres Sozialstaates, der alle zumindest grundversorgt. Aber ich suche noch verzweifelt den Harz IV Empfänger oder den Rentner, dem Bezüge gekürzt wurden, weil Integrationsmaßnahmen finanziert wurden. Ich bin gerne bereit mich eines Besseren belehren zu lassen, aber bislang konnte ich nur Fehlanzeigen verbuchen. Diese und andere Beispiele belegen, dass die Schwämme mit Essig keineswegs der Vergangenheit angehören.

Der Schwamm in der Krippe sagt: Kommt zu mir, die ihr Durst habt nach Sinn, nach Erfüllung, nach Leben und Heil. In diesem Kind ist Gott auf diese Erde gekommen, der alle Menschen retten will. Kommt zu dem, der im Kind in der Krippe JA sagt zu jedem Menschen, so wie er ist. Der gekommen ist, damit wir verstehen was es heißt aus Achtung, aus Anerkennung, aus Zuwendung zu leben. Stillt euren Durst an diesem Schwamm und schöpft neue Kraft.

Weihnachten will ermutigen, und Spuren der Verzweiflung wegwischen

Im letzten Buch der Bibel (Offb 7,17) ist davon die Rede „ dass alle Tränen abgewischt werden von unseren Augen“. Gott hat in Jesus also alle Schuld dieser Welt, wie in einem Schwamm, aufgesogen und weggewischt. Alle, denen die Weihnachtstage schwer auf der Seele liegen, weil sie einen lieben Menschen verloren haben, weil ihre Beziehung zerbrochen ist, weil sie fern von ihrer Familie leben, sie vor den Trümmern ihres Lebens stehen, sich wertlos vorkommen und mit einem Riss in der Seele leben müssen.

Alle, deren Leben von Angst geprägt ist, die Schlimmes erfahren haben, deren Leben aus der Bahn geworfen wurde, die nicht mehr weiter wissen, die sich einigeln und das Zutrauen verloren haben: Alle dürfen ein wenig Trost finden in der Zusage: „er will all unsere Tränen abwischen von unseren Augen“.  Damit ist keine Augenwischerei gemeint, sondern Ermutigung, Ermunterung, ein Aufrichten und ein Wegwischen der Spuren der Verzweiflung. Deshalb liegt der Schwamm in der Krippe.

Khaled Omar Harrah, so hieß er, der Held von Aleppo. Knapp 30 Jahre wurde er alt, getroffen von einer Fassbombe. Er hat, wie ein Schwamm, all die Not seiner Mitmenschen aufgesogen und weit über die Grenzen des Möglichen hinaus geholfen. Täglich war er unterwegs, unbewaffnet, ständig im Einsatz, nur um zu helfen, mitten im Krieg, bis er schließlich selbst von einer Bombe getroffen wurde. Der Held von Aleppo, Khaled Omar Harrah, ist ein leuchtendes Beispiel der Liebe zu den Menschen. In einem modernen Ikonenbild wird Jesus als der gute Samariter dargestellt, ein Bild das sicher auf Khaled Omar Harrah zutrifft. Er, der wie ein Schwamm, alle Not der Menschen, soweit es in seiner Macht stand, gewendet hat, sich vom verzweifelten Schicksal anderer anrühren ließ, kannte nur eine Botschaft: die helfenden Hände erfahrbar zu machen. Viele Menschen haben es hier und woanders ihm gleich getan und tun es noch immer. Die Kultur des Helfens ist, Gott sei Dank, ausgeprägter wie das Gegenteil. Ihnen möchte ich an diesem Festtag ganz besonders danken, weil sie Liebe, Annahme, Geborgenheit, Achtung, Würde und Zuwendung erfahrbar gemacht haben und machen. Daran erinnert auch der Schwamm in der Krippe.

Im Kind in der Krippe hat Gottes Barmherzigkeit Gestalt gewonnen 

Jesus kam in die Welt, um zu retten, aufzurichten, trittsicher zu machen, was wankelmütig ist. Alle, die noch ein anderes Gottesbild haben, ihn als zürnenden, richtenden oder strafenden Gott verinnerlicht haben sei gesagt, dass sie aufatmen dürfen, denn im Kind in der Krippe hat Gottes Barmherzigkeit Gestalt gewonnen, der uns immer wieder mit der Botschaft begegnet: „Schwamm drüber!“

Diese Botschaft ist erfahrbar geworden in vielen biblischen Erzählungen: vom verlorenen Sohn und barmherzigen Vater, dem Zöllner Zachäus, der Ehebrecherin, dem Schächer am Kreuz, dem Petrus, dem die Kirche anvertraut wurde, obwohl er den Herrn dreimal verleugnet hat,…uvm. Der Schwamm in der Krippe will sagen: Gott eröffnet auch uns neue Lebenschancen, er spricht zu dir und mir: „Schwamm drüber!“ Du darfst neu anfangen und eine friedlichere Welt möglich machen.

Fangen wir damit an, indem wir wenigstens einmal in den nächsten Tagen sagen: „Schwamm drüber“ und neu anfangen!

In diesem Sinne ihnen allen eine gesegnete Weihnacht.

(Idee: Willi Hoffsümmer 40 Predigten…Weihnachten, S. 113ff)

 


 

Adventssingen in der Pfarrkirche in Vallendar
Adventssingen in der Pfarrkirche in Vallendar

„Hören-Singen-Spüren“, so lautete das Motto des Adventssingens, das am 11. Dezember 2016 um 17 Uhr erstmalig in der Pfarrkirche stattfand. Unter der inhaltlichen Leitung von Doris Faig und der musikalischen Leitung von Johann Schmelzer wurde dem hektischen Treiben des eher „kommerziellen Adventes“ der Weihnachtsmärkte und Geschäfte eine besinnliche Stunde in der Kirche gegenübergestellt.

Alle Teilnehmenden wurden aufgefordert, eine geeignete Laterne für eine Kerze mitzubringen, um diese, mit dem Licht von Betlehem entzündet, im Altarraum der Kirche wirkungsvoll zur Geltung zu bringen. Zusätzlich wurde die Kirche, passend zum Lichtermeer der Kerzen, wirkungsvoll von Benjamin Brehm in Gelb- und Orangetönen stimmungsvoll illuminiert.

Im Verlauf des Adventssingens waren die Besucher immer wieder dazu eingeladen, teils bekannte, teils neu einstudierte Adventslieder mitzusingen. Flankierend trug Doris Faig einige Texte und Geschichten vor, die zum Zuhören und Nachdenken anregten. Im Zentrum der adventlichen Stunde stand der Taizégesang „Meine Hoffnung und meine Freude“. Dieser wurde mit Bibelzitaten zum Aspekt „Licht“ abwechselnd von Doris Faig und Marion Hilden Ahanda meditativ paraphrasiert.

Der Kinder- und Jugendchor der Marzellinusspatzen sowie der Kirchenchor traten im Verlauf des Geschehens auch solistisch auf. Zusätzlich steuerte der Kirchenchor auch drei Liedsätze zu Adventsliedern bei, die teils im Wechsel, teils gemeinsam mit der Gemeinde erklangen.

Ein Blechbläserquartett, bestehend aus Karl-Heinz Kryut und Lukas Schmelzer (Trompeten), Emely Häusler (Horn) und Sinika Häusler (Posaune) rundete den Rahmen der Gemeindebegleitung abwechselnd mit der Orgel ab. Zudem interpretierten Emely Häusler (Horn) in Gestalt des „Largo“ aus dem Hornkonzert von Antonio Vivaldi sowie Albert Ahanda (Flöte) mit dem „Larghetto“ aus der Sonate in C-Dur von Georg Friedrich Händel wirkungsvoll zwei Solostücke, die der adventlichen Stunde einen feierlichen Akzent versetzten.

Mit dem festlichen „Tochter Zion“ fand unter Mitwirkung aller Anwesenden das erste Adventssingen seinen wirkungsvollen Abschluss. Im Anschluss waren die Teilnehmer zu Tee und Gebäck eingeladen.   

Kinderchor: Marzellinusspatzen
Kinderchor: Marzellinusspatzen
Die Gemeinde war aktiv mit einbezogen
Die Gemeinde war aktiv mit einbezogen
Jugendchor: Marzellinusspatzen
Jugendchor: Marzellinusspatzen
Auch der Kirchenchor steuerte Liedsätze zu Adventsliedern bei
Auch der Kirchenchor steuerte Liedsätze zu Adventsliedern bei
Blechbläserquartett: Karl-Heinz Kryut und Lukas Schmelzer (Trompeten), Emely Häusler (Horn) und Sinika Häusler (Posaune)
Blechbläserquartett: Karl-Heinz Kryut und Lukas Schmelzer (Trompeten), Emely Häusler (Horn) und Sinika Häusler (Posaune)
Emely Häusler (Horn) und Johann Schmelzer (Orgel) spielen das „Largo“ aus dem Hornkonzert von Antonio Vivaldi
Emely Häusler (Horn) und Johann Schmelzer (Orgel) spielen das „Largo“ aus dem Hornkonzert von Antonio Vivaldi

 

Aussendungsfeier beim Sternsingeraktionstag in Vallendar
Aussendungsfeier beim Sternsingeraktionstag in Vallendar

Alle Kinder, die sich bisher bereits zur Mitwirlkung bei der kommenden Sternsingeraktion in Vallendar gemeldet hatten, sind am Samstag, 17.12.2016, von 14.30 bis 17.00 Uhr zu einem Aktionstag zusammen gekommen. Dort haben sie sich mit dem Schwerpunktthema der diesjährigen Sternsingeraktion beschäftigt, haben die Sternsingergewänder erhalten und wurden mit den Straßen vertraut gemacht, in denen sie während der Sternsingeraktion die Menschen in den Häusern besuchen werden.

Es werden noch weitere Sternsinger gesucht. Bitte melde Dich bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Sternsinger Aktionstage in Urbar und Niederwerth:

  • in Urbar: Donnerstag 5. Jan 2017 von 14.30 bis 17.00 Uhr;
  • in Niederwerth: Mittwoch 4. Jan.2017 von 10.30 bis 11.30 Uhr
Der Nikolaus besucht die Ministranten
Der Nikolaus besucht die Ministranten

Nikolaus lobt Ministranten für ihren Dienst

Am Samstag, dem 3.12., waren alle Ministranten zur Nikolausfeier in der Jugendbegegnungsstätte Urbar eingeladen, die von den Oberministranten gestaltet wurde.

Auf dem Programm stand u.a. Plätzchen backen, Nikoläuse basteln aus Holz und gemütliches Beisammensein. Für das leibliche Wohl war u.a. gesorgt durch Kinderpunsch, warmen Kakao, Wasser und Apfelschorle.

Gegen Ende der Feier besuchte auch der Nikolaus die Ministranten. Er ermutigte die Minis in ihrem Bewusstsein, dass "das Ministrant sein" ein wichtiger Dienst ist. Er lobte aber auch die Begegnungen "außerhalb des Altarraumes".

Die Feier war sehr schön und wurde besonders von den kleinen Ministranten mit Freude angenommen - ein gelungener Nachmittag, der von den Oberministranten gut vorbereitet worden war.

Impressionen der Nikolausfeier der Ministranten
Impressionen der Nikolausfeier der Ministranten

Kolpingsfamilie Vallendar feierte den Kolping-Gedenktag

Adventsfeier der Kolpingsfamilie am Kolping-Gedenktag

Am Sonntag, den 4. Dezember 2016 feierte die Kolpingsfamilie Vallendar traditionell den Kolpinggedenktag. Die Veranstaltung begann um 10.00 Uhr mit dem gemeinsamen Besuch des Gottesdienstes in der Kreuzkirche. Unter dem Motto „ Mein Schuh tut gut …“ wurde der Gottesdienst von der Kolpingsfamilie inhaltlich und musikalisch mitgestaltet. Das Kolpingwerk sammelt in diesem Jahr erstmals bundesweit gebrauchte, guterhaltene Schuhe, die nach Afrika und nach Osteuropa in Länder geschickt werden, in denen es keine Schuhindustrie gibt. Die Kolpingfamilie Vallendar beteiligte sich an der Aktion und es kamen 163 Paar Schuhe zusammen.

Der Nikolaus zu Besuch

Nach dem Gottesdienst und dem „Kirchencafe“ mit „Eine-Welt-Verkauf“ schloss sich dann die gewohnte kleine Adventsfeier an. Es wurden Lieder gesungen, Geschichten und Gedichten gelauscht und ein vierhändiges Klavierstück von Lea und Hanne Wächter zu Gehör gebracht. Der Besuch des Nikolaus durfte natürlich auch nicht fehlen. Wie jedes Jahr brachte er eine Geschichte mit, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch diesmal wieder zum Nachdenken anregte. Er lobte den Einsatz der Kolpingsfamilie und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass viele sich auch weiterhin nach dem Vorbild Adolf Kolpings für andere einsetzen. Geschenke gab es auch, wir danken Theo Hilden, der seit vielen Jahren die kleinen Geschenke für den Nikolaus mit Liebe bastelt.

Nach der Ehrung der Kolping-Mitglieder Karl Franz Münz für 50 Jahre, Hans Abele für 60 Jahre und Anton Offermann für 65 Jahre Mitgliedschaft in der Kolpingsfamilie und dem Kolpinglied gab es ein gemeinsames Mittagessen. Mit Kaffee, Plätzchen und netten Gesprächen in gemütlicher Runde klang das Fest aus. Allen ein herzliches Dankeschön, die zum Gelingen beigetragen haben.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft (v.l.n.r.): Anton Offermann (65 Jahre), Karl Franz Münz (50 Jahre), Hans Abele (60 Jahre), Josef Pfaffenhäuser, Vorsitzender der Kolpingfamilie Vallendar

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