Kirchengemeinde muss 1,2 Millionen in die Hand nehmen

Gerüst an der Pfarrkirche in Vallendar

Neues aus dem Verwaltungsrat der Kirchengemeinde St. Marzellinus und Petrus Vallendar

Bei seiner letzten Sitzung am 6. April beschäftigte sich der Verwaltungsrat der Vallendarer Kirchengemeinde im Rahmen einer umfangreichen Tagesordnung zum wiederholten Mal mit der Dachsanierung der Kirche St. Marzellinus und Petrus. Dazu waren die beauftragten Architekten Dipl. Ing. Hans-Joachim Becker und Dipl.Ing. Michael Arnold von der Architekten Partnerschaft becker + arnold, Koblenz, eingeladen, über den aktuellen Stand der angelaufenen Arbeiten zu berichten. Becker, der sich erstmals mit dem nach den letzten Wahlen neu zusammengesetzten Verwaltungsrat traf, referierte die nicht einfache Situation, die sich durch das Zusammentreffen der nicht zu verschiebenden Dachsanierungsarbeiten mit der Sanierung der Kirchstraße, die die Stadt Vallendar ab Mitte Mai plant, ergibt.

Sofortiger Beginn der Dachsanierung unumgänglich

Zunächst machte Becker nochmals deutlich, dass die festgestellten Schäden im Dach der inzwischen fast 175 Jahre alten Kirche, die 1841 eingeweihten wurde, so gravierend sind, dass ein unverzügliches Handeln angesagt war. Durch die Feuchtigkeit verursacht durch eindringendes Regenwasser sowie Schwämme und Pilze ist u.a. auch tragendes Gebälk so geschädigt, dass zur statischen Sicherung bereits im Herbst 2015 Sofortmaßnahmen und substanzerhaltende Arbeiten notwendig waren. Durch den jetzt errichteten Kran und das aufgestellte Gerüst werden Zimmerleute und Dachdecker in die Lage versetzt, abschnittsweise betroffene Balken auszutauschen, die Dachbeplankung zu erneuern und schließlich die neue Schiefereindeckung des Kirchendaches zu realisieren.

Gewerkevergabe an Firmen aus Vallendar und aus der Region

Die Tatsache, dass nach Beginn der Bauarbeiten in der Kirchstraße ab Mitte Mai die Kirche nicht mehr angefahren werden kann, macht es nötig, bis zu diesem Zeitpunkt alle notwendigen Materialien, vor allem die langen Hölzer für die Dachsparren bereits auf das Gelände bei der Kirche anzuliefern. Daher war der Verwaltungsrat gezwungen, schon im Vorfeld der aktuellen Sitzung im Umlaufverfahren die notwendigen Entscheidungen über die Gewerkevergabe zu treffen. Das bereits aufgestellte Gerüst, das in diesen Tagen vervollständigt wird, wurde nach Prüfung von fünf verschiedenen Angeboten an die Firma Gerüstbau F. Löhr GmbH, Koblenz, vergeben, die nicht nur das günstigste Angebot abgab, sondern auch geeignetes Material und Erfahrung mit Außeneinrüstungen an vergleichbaren Kirchenobjekten hat.

Für die Zimmerarbeiten haben im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung fünf Fachfirmen gültige Angebote abgegeben. Als günstigster Anbieter und dem Architekten von den Leistungsanforderung an vergleichbaren Objekten als fachkompetent und zuverlässig bekannt, erhielt die Firma Holzbau Rosenbaum GmbH aus Mayen den Zuschlag. Sieben Firmen wurden ebenfalls im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung aufgefordert, für die Dachdeckungs- und Klempnerarbeiten ein Angebot abzugeben. Nach Prüfung der vier eingereichten Angebote wurde der in Vallendar ansässige Dachdeckermeisterbetrieb Göbel GmbH als günstigster und mit der notwendigen Erfahrung ausgestattete Anbieter mit den Arbeiten beauftragt.

Solidarität der Gemeindemitglieder ist gefordert

Trotz des Zeitdrucks und der möglichen Schwierigkeiten die sich aus der Gleichzeitigkeit der Dachsanierungsarbeiten und den Baumaßnahmen in der Kirchstraße ergeben, konnten die Mitglieder des Verwaltungsrates den Eindruck gewinnen, dass die geplanten Arbeiten beim zuständigen Architekurbüro in guten Händen sind. Von den veranschlagten Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro wird die Diözese Trier 60% übernehmen. Die 480.000 Euro, die die Kirchengemeinde selbst für die Maßnahmen aufbringen muss sind durch den Verkauf des alten Pfarrheimes in der D’Ester Straße gedeckt. Zur Schaffung neuer Räume für die Arbeit der Gemeinde in der Stadt müssen gemeinsam mit der Diözese, weiteren Trägern und der Stadt neue Wege gesucht werden.

Deutlich wurde in den Gesprächen aber auch, dass die Nutzung der Kirche vor allem für ältere und geheingeschränkte Gemeindemitglieder in der Zeit, in der die Kirche nicht durch die Kirchstraße angefahren werden kann, mit Schwierigkeiten verbunden sein wird, da alle möglichen Zuwege zur Kirche nur über Treppen realisiert werden können. Hier wird es nötig sein, wie es Architekt Becker ausdrückte, „auf die Hilfsbereitschaft und Solidarität der Gemeindemitglieder untereinander zu setzen“.

 


 

Bistum Trier Logo

Pfarreiengemeinschaft

Vallendar - Urbar - Niederwerth

Pfarrbüro
Beuelsweg 4
56179 Vallendar

Telefon: 0261 963190
buero@pfarrei-vallendar.de

DATENSCHUTZERKLÄRUNG

IMPRESSUM

Copyright