Unser Konzept in der Firmvorbereitung

Firmung hat mit Geist zu tun, jemandem auf den Geist gehen, seine Meinung sagen, zu dem stehen, was ich gesagt oder getan habe, Selbständig werden, mündig werden, entscheiden dürfen, meine Sicht einbringen, Argumente austauschen, zuhören, einander achten und respektieren, einander Wertschätzung entgegenbringen, füreinander einstehen, unterscheiden lernen…

Firmung hat also ganz viel mit deiner Selbstwerdung zu tun.

Und weil du dir etwas wert sein solltest, das für dich ganz wichtig ist, so wichtig wie Sport, Kräftemessen, Schulbildung, Engagement in vielfältiger Form,…. möchten wir dich ganz ernst nehmen.

Nicht wir sind die Macher, wir begleiten dich gemeinsam mit den anderen Firmlingen nur. Ihr seid die Gestalter eures eigenen Lebens. Und was ihr grundlegt, das wird euch prägen und tragen.

Gezwungenermaßen rumsitzen contra wesentliche Erfahrungen machen

Ihr könnt euch verweigern und verschließen, hier gezwungenermaßen rumsitzen, oder nur teilnehmen, weil ihr später kirchlich heiraten wollt (dazu ist allerdings die Firmung nicht Voraussetzung), dann wird nichts wachsen noch sich ereignen. Wenn das so wäre, dann würde ich sagen, dann zieht besser die Konsequenz und entscheidet für euch, dass Firmung nichts für euch ist.

Wenn ihr aber neugierig seid, gespannt was kommt und sich ereignet, erwartungsfroh, aufgeschlossen, wenn euch an neuer Erkenntnis liegt, wenn ihr wesentliche Erfahrungen machen wollt, wenn eure positiven Fähigkeiten eine Rolle spielen sollen, wenn ihr andere Sichtweisen kennenlernen und euch damit auseinander setzen wollt, wenn ihr euch einlassen wollt, dann seid ihr hier goldrichtig.

Einen Weg gehen

Wir erwarten hier noch keine Entscheidung für die Firmung, die sollt ihr später treffen.

Wir erwarten von euch die Bereitschaft einen Weg zu gehen, Weggefährten kennen und schätzen zu lernen, Wegerfahrungen zu machen, Weggeschichten zu erleben und zu erzählen, an Wegkreuzungen zu kommen, an denen ihr euch entscheiden müsst, trockene, aufgeweichte Wege zu gehen oder Wege zu suchen durch unwegsames Gelände, Wege frei zu schlagen, die verwahrlost oder verwachsen sind….

Gruppen bilden

Und weil wir eine so hohe Erwartung an euch haben, laden wir euch zunächst ein,

  1. euch zu einer Gruppe zusammen zu finden (max 7 Pers.) (Selbstfindungsprozess und Gruppenbildung)
  2. einen Begleiter eurer Gruppe zu suchen und uns zu präsentieren (mir oder im Pfarrbüro zu melden) (der Gruppenbegleiter muss kein Experte in Sachen Glauben sein, er sollte ein offenes Ohr für eure Anliegen, Fragen, Themen …haben und bereit sein euch ehrlich Rede und Antwort zu stehen, bzw. mit euch überlegen, welches sozial-diakonische Projekt ihr realisieren wollt, und euch dabei helfen.)

Dadurch soll sicher gestellt sein, dass ihr die Person als Gruppenbegleiter und Vertrauensperson habt, die ihr selber gewählt habt, die euch versteht und euch wichtig ist.

Zudem beschenkt ihr die Pfarreiengemeinschaft mit diesen Menschen, denn oftmals hätten wir nicht daran gedacht, die Person anzusprechen.

Solltet ihr keinen Gruppenbegleiter in angemessener Zeit finden, dann meldet euch, dann suchen wir gemeinsam jemanden.

Monatliche Großtreffen

Neben den Treffen in der Gruppe, in der ihr Themen besprecht und Aktionen durchführt (Synagoge, Moschee, Grillen mit Obdachlosen, Behindertenarbeit, Altenarbeit,….) wird es jeweils ein monatliches Großtreffen geben, in denen ihr aus euren Gruppen berichten könnt und wir uns geistreich auseinandersetzen mit den Themen: Ich / Wir / Gott,  Themen die wichtig sind, um am Ende eine Entscheidung zur Firmung zu treffen.

Firmwochenende

Daneben wird es am 10.-11.6. ein Firmwochenende geben. Dafür sammeln wir bei den nächsten Treffen von jedem 20 € ein.

Verbindlichkeit

Der Verbindlichkeitscharakter ist hoch. Und wir erwarten von euch eine klare Präsenz, wie beim Sport oder anderen Dingen, die euch wichtig sind. Wer nicht trainiert, kann nicht mitspielen, bzw. wird nicht aufgestellt.

Wenn jemand aus triftigem Grund nicht kann, dann erwarten wir im Vorfeld eine klare Entschuldigung. Andernfalls behalten wir uns vom Leitungsteam vor, jemand nicht zur Firmung vorzuschlagen.

Zusammenfassung

Firmung ist eine bewusste Bestätigung deiner Taufe. Du sagtst damit:

  • ich stehe zur grundsätzlichen Ausrichtung meines Lebens an Gott und dem Glauben an ihn
  • ich stehe zu den christlichen Werten wie Menschenrechte, Frieden, Gerechtigkeit, Achtung, Respekt, Anerkennung, Bewahrung der Schöpfung, verantwortliches Handeln und verantwortlicher Umgang….uvm .

Als Gemeinde möchten wir das bestätigen und von Gott her dir die Kraft dazu erbitten. Firmung hat also mit dir zu tun, will Stärkung sein auf deinem Weg zu einem guten Menschen und Christen.

Von Gott her steht sein Angebot, dass er deinen Lebensweg mitgehen will. An dir liegt es, dazu Ja oder Nein zu sagen. Firmung gibt daher eine klare Grundausrichtung für dein Lebens an. Firmung will deine Fähigkeiten und Erfahrungen bestärken.

Damit du dich entscheiden kannst, brauchst du Erfahrungen

  • in Theorie und Praxis,
  • in sozialem Engagement
  • und in Grundwissen.

Denn Glaube ist keine Zugabe zum Leben, sondern Lebenselexier, kein Anhängsel, sondern bestimmende Größe, keine Zugabe, sondern tägliches Brot. Darum wird es in dieser Firmvorbereitung gehen.

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