Pfarreiengemeinschaft Vallendar - Kirchen

Ermutigungswort

Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du Schönes bauen.


Jesus, mein Leben. Wer ist Jesus für mich (Foto: pixabay.com)

Wer bin ich für dich?

zum 21. Sonntag im Jahreskreis - 23. August 2020,  Lesejahr A: Mt 16,13-20

Jesus bittet seine Nachfolger um ihre persönliche Meinung: Für wen halten die Leute den Menschensohn? Die Reaktion der Menschen ist eindeutig, schön und gleichzeitig falsch: sie sagen, „du bist ein Prophet! Einer aus Feuer und Wasser, wie Elia oder der Täufer; du bist der Mund Gottes und der Mund der Armen.“

Aber Jesus ist kein Mann der Vergangenheit, auch nicht der größte von allen, der zurückkehrt. An dieser Stelle kommt die Frage explizit direkt: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Jesus wendet sich jetzt an seine Jünger, auch heute an uns: „Du aber…, du, der du seit Jahren bei mir bist, du Freundin, du Freund, euch, die ich nacheinander ausgewählt habe: „Wer bin ich für dich, wer bin ich für euch?“

In dieser Frage schlägt das Herz unseres Glaubens: Wer bin ich für dich? Jesus sucht nicht nach Formeln oder Worten, er sucht nach Beziehungen (ich für dich). Er will keine Definitionen, sondern Beteiligungen: Was ist mit dir passiert, als du mich getroffen hast? Was bekommst du, wenn du dich mit dem Hl. Geist taufen und firmen lässt? Seine Frage ist von einem Liebenden und Lebenden: Wie viel zähle ich für dich? Welche Bedeutung habe ich in deinem Leben? Jesus braucht nicht die Antwort des Petrus. Er will keine Information oder Bestätigungen erhalten, ob er besser als die anderen Schriftlehrer ist. Er will wissen, ob Petrus ihn liebt, ob er sein Herz für ihn geöffnet ist.

Christus lebt nur, wenn wir ihn in unserem Leben lebendig machen. Wir können entscheiden, ob unser Herz Wiege oder Grab Gottes ist. Christus ist nicht einfach ein Wort, sondern er ist das, was von ihm in mir brennt.

Petrus antwortet auf zwei Ebenen: „Du bist der Messias, Gott, der in der Geschichte handelt“. Und dann: „Du bist der Sohn des lebendigen Gottes.“ Du bist der Lebendige. Du bist vollkommen. Du bist der Brunnen, aus dem das Leben mächtig, unerschöpflich und unbegrenzt sprudelt. Du bist die Quelle des Lebens. Das ist die „Liebeserklärung des Petrus: „Du bist mein Leben! Als ich dich gefunden habe, habe ich das Leben gefunden.“ Und was ist Jesus für mich?


Fünf Vorsätze für jeden Tag

Ich will bei der Wahrheit bleiben.

Ich will mich keiner Ungerechtigkeit beugen.

Ich will frei sein von Furcht.

Ich will keine Gewalt anwenden.

Ich will in jedem zuerst das Gute sehen.

Mahatma Gandhi


Zum Schmunzeln

Begeistert kommt der Sohn aus dem Bibelunterricht:
„Mutti, ab heute reden wir nur noch in Bibelworten!“
Am nächsten Morgen weckt ihn die Mutter mit den Worten: „Jüngling, ich sage dir, steh auf!“
Der Sohn antwortet schlaftrunken: „Frau, meine Stunde ist noch nicht gekommen!“


„Opa, Felsen mag ich nicht!“

Opa Karl ist mit seinem Enkel Kai unterwegs. Der Enkel schimpft auf alles: den steilen Weg, die Hitze, die holprigen Pfade. Als sie abends wieder zu Hause ankommen, lässt Karl den Tag ausklingen auf seiner Gartenbank im Schatten eines üppigen Rosenbusches. War das jetzt wirklick so eine schlimme Tour?, überlegt er? Nein, er denkt dankbar an den Tag zurück. Ein bisschen wie mein Leben, sinniert er. Es ging lange bergauf in seinem Leben, als er Trude, seine Frau kennen lernte, die Ausbildungsstelle bekam, dort nachher auch übernommen wurde, die Kinder eins nach dem anderen sich einstellten. Arbeitsame Jahre des Aufbaus in wahrlich glühender Sonne oft. Seine Wege gingen nicht gerade, aber müssen sie das, um gut zu sein? Der Umzug in ein anderes Bundesland, die chronische Krankheit seiner Frau, der Unfall des Sohnes, die Scheidung der Tochter, alles ungerades, holpriges Terrain, das so nicht vorgesehen war. Aber sie alle als Familie sind daran gewachsen., reifer geworden, wesentlicher. Auch die Kinder haben dadurch gelernt, was wirklich wichtig ist im Leben und was zweit- und drittrangig. Nein, ich wollte keine andere Familie und auch kein anderes Leben, denkt er. Mein Lebensberg, den ich bestiegen habe, war der richtige für mich. „Gott, sei mit mir beim Abstieg vom Berg, lass mich die schönen Ausblicke nicht verpassen, sichere meinen Fuß, dass ich nicht rutsche und lass mich viele Zeichen deiner Gegenwart in meinem Alltag finden.“  C. Munding


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