Pfarreiengemeinschaft Vallendar - Kirchen

Ermutigungswort

"Liebe deine Geschichte! Das ist der Weg, den Gott mit dir gegangen ist." (Leo Tolstoi)

 


Jesus und die Sünderin, Aussenportal der Taufkapelle in Kevelaer (Foto: Friedbert Simon, Pfarrbriefservice.de)

Jesus und die Sünderin, Aussenportal der Taufkapelle in Kevelaer (Foto: Friedbert Simon, Pfarrbriefservice.de)

„Nicht nur siebenmal, sondern 70mal siebenmal“

Impuls zum Evangelium des 24. Sonntages im Jahreskreis - 13. September 2020; Lesejahr A: Mt 18,21-22

Im Evangelium vom 24. Sonntag im Jahreskreis wird Jesus von dem Apostel Petrus gefragt, wie oft er Menschen vergeben soll, die ihm in irgendeiner Weise wehgetan haben. Siebenmal? Jesus antwortet ihm: Nicht nur siebenmal, sondern 70mal siebenmal sollst du vergeben, also eigentlich unbegrenzt oft. (Matthäusevangelium 18,21-22).

Ist das nicht ein bisschen viel verlangt? Es gibt so viele Situationen, in denen ich mich ungerecht behandelt fühle, falsch verstanden oder nicht beachtet, ich bin einfach gekränkt und verletzt. Da ist es nicht so einfach, zu vergeben. Der andere soll doch schließlich merken, was er mir angetan hat, seinen Fehler einsehen und sich entschuldigen. Aber das ist auch nicht so einfach. Oft folgt dann einem Vorwurf ein Gegenvorwurf. Es geht hin und her und es schaukelt sich hoch. Eine Versöhnung ist nicht immer möglich und man denkt immer wieder verbittert an die Verletzung zurück.

Ein Forschungsprojekt der kalifornischen Stanford Universität hat sich damit beschäftigt, wie man verzeihen lernen kann. Dabei geht es nicht darum, die verletzende Erfahrung einfach vergessen zu wollen – im Sinne von: Schwamm drüber – und schon gar nicht das, was verletzt hat, im Nachhinein gut zu finden. Sondern es geht darum, sich mit dem, was wehgetan hat, zu beschäftigen. Zu überlegen, warum es mich so getroffen hat und dabei die Verbitterung langsam loszulassen, um damit ihre oft zerstörerische Wirkung bei mir zu stoppen. Die Ergebnisse der Forscher waren: Bei den erfolgreich Teilnehmenden des Projektes konnte das Loslassen der bitteren Gedanken den Blutdruck und das Kortisol im Blut senken,  es wirkte gegen Rückenschmerzen, Depressionen, chronische Schmerzen, es unterstützte das Loswerden überflüssiger Pfunde und half gegen Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Schwindel und weitere psychosomatische Beschwerden.

Unbegrenzt vergeben. Jesus mutet uns mit seiner Empfehlung eine Menge zu. Verletzungen loszulassen ist oft ein schmerzlicher, anstrengender Prozess, der eine Menge von uns verlangt. Manchmal werden wir sogar denken, es ist unmöglich. Aber es lohnt sich. Es ist eine sehr heilsame Empfehlung, die nicht nur unserem Zusammenleben gut tut, sondern auch noch sehr zu unserer eigenen Gesundheit beiträgt.

Matthias Olzem


Ermutigung zum Tagesbeginn (Layout: Brehm)


Zum Schmunzeln

Prahlt der eine: "Meine Familie kann ihren Stammbaum bis auf Friedrich Barbarossa zurückverfolgen."
Der andere kontert: „Unsere Unterlagen sind bei der Sintflut verloren gegangen."

 


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