Pfarreiengemeinschaft Vallendar - Kirchen

Ermutigungswort

Jede kleine Ehrlichkeit ist besser als eine große Lüge. 
(Leonardo da Vinci)

 


 

Der Himmel riss auf und eine Stimme sprach: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“ (Foto: free-fotos, pixabay.com)

Der Himmel riss auf und eine Stimme sprach: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“ (Foto: free-fotos, pixabay.com)

Impuls von Pastoralreferent Matthias Olzem zum Fest "Taufe des Herrn", 10. Januar 2021 – Lesejahr B: Mk 1,7-11

Mich vom Geist Gottes be-geistern lassen

Unser Gehirn ist ein Wunderwerk. Bis ins hohe Alter können wir lernen, Neues entdecken und denken. Der Hirnforscher Gerald Hüther hat herausgefunden: Wir lernen am schnellsten, besten und nachhaltigsten nicht durch intensives Pauken, sondern wenn wir von etwas wirklich begeistert sind.

Von etwas be-geistert sein. Ich finde, das hat etwas zu tun mit dem, was Johannes der Täufer meint, wenn er im ersten Kapitel des Markusevangeliums sagt: „Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich. Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.“

Wasser, über mich geschüttet, das perlt von mir ab, aber wenn mich ein neuer Geist durchdringt, dann bin ich ganz davon erfüllt. Mein ganzes Denken und Handeln ist davon bestimmt.
Von Gottes Geist erfüllt sein. Was kann das bedeuten?

Der Evangelist Markus gibt uns in seinem Text einen Tipp, den wir heute nicht mehr direkt erkennen, weil uns die alten heiligen Schriften nicht in der Originalsprache geläufig sind. Den Menschen zur Zeit des Markus aber kam es sofort bekannt vor, wenn sie im Text die Worte Gottes aus dem aufgerissenen Himmel hörten: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“ Mit genau den gleichen Worten wird in einem Text des Propheten Jesaja vom Gottesknecht gesprochen und beschrieben, von welchem Geist er erfüllt ist: Er bringt das Recht, er schreit und lärmt nicht, zerbricht nicht das geknickte Rohr und löscht den glimmenden Docht nicht aus.

Wenn ich und immer mehr Menschen sich von diesem Geist Gottes be-geistern lassen würden: sich bemühen gerecht miteinander umzugehen, niemanden niederzuschreien oder zu übertönen, geknickte und schwache Menschen aufzurichten und zu stärken. Und wenn wir dabei nie die Bereitschaft zum Lernen verlieren. Dann könnte vielleicht an der einen oder anderen Stelle auch bei uns „der Himmel aufreißen“. Vielleicht wäre so etwas ja auch ein guter Vorsatz für das neue Jahr 2021.

Matthias Olzem
Pastoralreferent

 


 

Anbetung der Könige: Krippe in der Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus, Vallenfar (Foto: Brehm)

Anbetung der Könige: Krippe in der Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus, Vallenfar (Foto: Brehm)

Die Drei Könige und ihre Geschenke

Großer Gott, du schickst an die Krippe deines Sohnes Besucher. Wie bei der Geburt anderer Kinder, so verfährst du auch mit deinem Sohn. Nach den Hirten, den rauen Gesellen von nebenan aus dem Abseits, kommen die Könige, weise Männer von weit her, aus verschiedenen Kontinenten mit reichen Gaben. Du lädst alle ein, von fern und von nah, arm und reich, ohne Unterschied interessierst du dich für jeden Menschen. Was willst du uns mit den drei Königen sagen?

Caspar (Foto: H. Brehm)

Caspar (Foto: H. Brehm)

Melchior (Foto: H. Brehm)

Melchior (Foto: H. Brehm)

Balthasar (Foto: H. Brehm)

Balthasar (Foto: H. Brehm)

Caspar, „Schatzmeister“ vom afrikanischen Kontinent, bringt Myrrhe mit. Nah an der Natur, wissen diese Völker aus Pflanzen Heilmittel zu erstellen. Weist Caspars Geschenk auf dich als Hei-land, als Arzt hin. Komm auch in meine Schmerzen und hilf mir! Jeder Mensch ist dein Schatz, auch ich. Du hast unzählige Schätze in mich hineingelegt. Einige habe ich entdeckt während meines langen Lebens und entfaltet, andere darf ich noch entfalten. Selbst jetzt noch. Zeige mir, welche!

Melchior, »König des Lichts« Europäer, er bringt Gold als Geschenk mit. Uns Europäern fällt es schwer, das Gold in Situationen und Menschen zu entdecken, viel lieber kritisieren wir und decken die Schwächen auf. Mit Melchior, dem König des Lichts, will Gott uns ermutigen, als Goldgräber statt Mistkäfer zu reagieren in unseren Ehen, in unseren Familien und in unserer Gesellschaft. Hilf mir weniger zu nörgeln und zu jammern und mehr zu loben und das Schöne zu sehen.

Balthasar aus Asien, “Gott wird helfen” oder “Gott schützt dein Leben“ macht sich mit auf den Weg, das Geheimnis des Sterns zu lüften. Er hat die duftenden Essenzen des Weihrauchs im Gepäck. Als von der Corona Situation Betroffene verstehen wir, wie wichtig es ist, Atemluft zu desinfizieren, Wohlgeruch und Gesundheit zu verbreiten, oder Viren und Keime abzuhalten, sich gefährlich zu verbreiten. Gott gab den Christen den Auftrag „Zum Wohlgeruch beizutragen“, gesundes, desinfiziertes Klima zu schaffen, in dem Menschen gesunden können, nicht krank werden.

Stern von Bethlehem zeig auch mir den Weg zur Krippe und von da aus in das neue Jahr 2021. Mit Weihrauch, Myrrhe und Gold, das du, Jesus, an mich weiterschenkst im rechten Moment zu rechten Zeit, werde ich es mit dir zusammen durchlaufen.

 


 

Karte: Ein Stern für Dich (Grafik:  Myriams-Fotos, pixabay.com)

 


 

Karte: Die andere Perspektive (Grafik: H. Brehm)

 


 

Zum Schmunzeln

Die Mutter zum Kind vor der Kirche stehend.
„Schau, da haben wir dich getauft!“ 
Der Kleine zwei Tage später zur Oma am gleichen Ort stehend: 
„Schau, Oma, da haben mich Mama und Papa gekauft!“"

 


 

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