Pfarreiengemeinschaft Vallendar - Kirchen

Ermutigungswort

Beten ist meine Lichtquelle. Beten, das heißt für mich: Dunkles ins Licht halten, die Blickrichtung ändern, abgeben.
Und wenn ich selber hundert Mal nicht kann: Gott kann!

(H.-W. Hastedt)

 


 

Karte: 'Wo wohnst du?' - 'Kommt und seht!' (Foto: Petr Podlesak, Pixabay)

(Foto: Petr Podlesak, Pixabay)

Impuls zum 2. Sonntag im Jahreskreis, 17. Januar 2021 – Lesejahr B: Mk 1,7-11

„Wo wohnst du?“ - „Kommt und seht!“

„Wo wohnst du?“, fragen die ersten Jünger Jesu, worauf er antwortet. „Kommt und seht!“ Die Frage der Jünger zielt auf Begegnung ab. Für die Jünger ist entscheidend zu wissen: Können wir dir vertrauen? Sollen wir jetzt dir folgen statt Johannes, dem wir als dessen Jünger bis jetzt gefolgt sind? Hast du uns und unserem Leben etwas Nachhaltiges zu sagen?

In dieser Zeit heute kann bei uns die Antwort nicht wie bei Jesus heißen: „Kommt und seht!“ Corona schränkt alle Kontakte massiv ein. Doch auch bei den zahlreichen Videokonferenzen, die wir stattdessen abhalten, kommen wir ins Zuhause der einzelnen. Der Hintergrund offenbart Manches über den einzelnen: da ist die weiße Wand, oder das Bücherregal, die Vitrine mit den festlichen Weingläsern, die Urlaubsbilder - alles sehr individuell.

Begegnung macht Verwandlung möglich. Das wird an den Jüngern sichtbar. Simon wird berufen, er erhält einen neuen Namen. Petrus, Fels. Ähnliches geschieht in der heutigen Lesung. Der junge Samuel wird drei Mal des nachts gerufen und geht jedes Mal zu seinem Lehrer Eli, um den Auftrag zu vernehmen. Eli merkt erst beim dritten Mal, dass Gott hier ruft und rät Samuel: Wenn er dich wieder ruft, sage: „Herr, dein Diener hört!“

Auch für uns ist es nicht leicht, unserer Berufung zu hören oder fest zu machen an einem Datum. Blaise Pascal konnte das. Er nennt den 23.11.1654 zwischen 22.30 und 0.30 Uhr. Da hat er Feuer, Feuer, Feuer gespürt. Eine tiefe Glut von Gott, dem er daraufhin sein Leben schenkte. Berufung lebt davon, dass wir wissen, manche Erlebnisse heben sich ab, heben sich heraus aus meinem Leben. Bei Paaren ist es vielleicht der Tag, an dem es zwischen ihnen gefunkt hat, den sie noch genau wissen und auch feiern.

Berufung kann genau datierbar sein oder anhand längerer Zeiträume mit kleinen Ereignissen und Fingerzeigen sichtbar werden. Wichtig ist es, meinen Weg, meine Berufung zu erkennen. Dazu braucht es Freiräume und Räume der Besinnung.

Vielleicht ist es das, was Corona uns jetzt bieten möchte im 2. Lockdown. Viele sagen, was soll ich jetzt noch tun: der Keller ist gestrichen, die Schubladen aufgeräumt. Vielleicht ist es das: in der eigenen Geschichte schauen nach den herausragenden Punkten, mich bedanken für die besonderen Geschenke bei Ihm, meinem Schöpfer, und mich neu begeistern lassen für meinen Auftrag, meine Berufung.  (Redaktioneller Beitrag nach einer Predigt von J. Schmidl)

 


 

Karte Beten (Grafik: Brehm)

 


 

Vom Glauben und vom Hören

Wer ruft?
Wer hört?
Wer sucht?
Wer findet?
Wer glaubt?
Wer antwortet: „Hier bin ich“?

Wer ruft,
wer hört,
wer sucht,
wer findet,
wer glaubt,
kann antworten: „Hier bin ich!“

Da kam der Herr, trat zu ihm heran
und rief wie die vorigen Male: Samuel, Samuel!
Und Samuel antwortete: Rede, denn dein Diener hört

Dorothee Sandherr-Klemp (zu 1 Sam 3,3b-10.19)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 01/2021, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de

 


 

Zum Schmunzeln

"Wie lautet der Name Gottes?"
"Ernst Groß, denn in der Bibel steht: Wer mich mit Ernst anruft, wird erhört werden. Denn groß ist mein Name."

 


 

Bistum Trier Logo

Pfarreiengemeinschaft

Vallendar - Urbar - Niederwerth

Pfarrbüro
Beuelsweg 4
56179 Vallendar

Telefon: 0261 963190
buero@pfarrei-vallendar.de

DATENSCHUTZERKLÄRUNG

IMPRESSUM

Copyright