Pfarreiengemeinschaft Vallendar - Kirchen

Ermutigungswort

„In uns wohnen zwei Geister, ein guter und ein schlechter“, erzählt der alte Indianer seinem Enkel.
„Wer wird siegen?“
, fragt der Junge. „Den, den du fütterst!“, antwortet der Alte. (Indianische Weisheit)

 


 

Der eigentliche Ort der Gottesbegegnung: Das eigene Herz. (Foto: pixabay.com)

Der eigentliche Ort der Gottesbegegnung: Das eigene Herz. (Foto: pixabay.com)

Impuls zum 3. Sonntag der österlichen Bußzeit, 7. März 2021, – Lesejahr B: Joh 2, 13–25

Die Gegenwart Gottes unter den Menschen

Der Tempel von Jerusalem ist für das jüdische Volk eigentlich der Ort der Schekina - der Gegenwart Gottes unter den Menschen. Wie kommt es dann, dass sich Händler mit ihren Aktivitäten im  Tempel ausbreiten konnten? Mit den Münzen des Staates, die das Bild des römischen Kaisers zeigten, der sich wie einen Gott verehren lässt – in den Augen der Juden eine grobe Gotteslästerung  –  sollte im Tempel nicht bezahlt werden. Deshalb brauchte es Geldwechsler, die in „Tempelgeld“ wechseln konnten, mit dem dann Opfertiere bei weiteren Händlern erstanden werden konnten. Das führte zu einem marktähnlichen Betrieb im Tempelbezirk, gegen den Jesus einschreitet. Er zeigt deutlich und energisch seinen Protest, reagiert aufgebracht und wütend – und hinterlässt zugleich so manche Frage, ob dieses Verhalten wirklich klug, wohlbedacht und seiner Botschaft, dass der Tempel der Ort der Gottesbegenung sei, angemessen war.

Nach der Wüste (1. Fastensonntag) und dem Berg Tabor (2. Fastensonntag), die als Orte der Gottesbegegnung dargestellt wurden, rückt das Evangelium des 3. Fastensonntages den Tempel in den Blick. Jesus weist mit seiner heftigen Reaktion darauf hin, welches der wahre Ort der Begegnung mit Gott ist. Er möchte mit Dringlichkeit aufzeigen, dass es an der Zeit ist, uns über die Beziehung, die wir zu ihm und seinem göttlichen Vater haben, Gedanken zu machen.

Das in den ersten Versen des Johannesevangeliums verwendete Wort für den Tempel, ist das griechische Wort hierón (Joh 2,15). Dieses Wort bezieht sich auf den ganzen Tempelbezirk, und insbesondere auf den Außenhof. Später, im Gespräch mit den Juden, wird stattdessen das Wort naós (Joh 2,21) verwendet, was den intimsten und verborgensten Teil des Tempels meint, sein Herz, der Ort der Schekina.

Das Haus des Vaters ist nicht der Ort, an dem Tauschgeschäfte stattfinden, sondern der Ort eines großen Geschenkes, das mit Liebe überreicht wird. Wir tauschen keine Dinge, Tiere, Geld in der Beziehung zu Gott aus, sondern Emotionen und Gefühle, unser Inneres. Gott möchte die Beziehung zu ihm als Liebesgeschenk verstanden wissen, als Gabe, sein Leib, sein Herz. Diese Fastenzeit helfe uns, unseren Glauben in unserem Inneren, in unserem Tempel in der Gegenwart Gottes zu erneuern und zu leben.

P. Kumar Casimir, Kooperator

 


 

Karte: Psalm 23 in Stürmen (Foto: Pixabay.com)

 


 

Sonntag, 07. März - Lesejahr B: zu 1 Kor 1,22-25

Streit in der Gemeinde

Fromme Cliquen,
frömmelnde Claqueure,
Abwertung anderer,
Abgrenzung, Ausgrenzung:
in Korinth und anderswo.

Die einen haben
die Wahrheit gepachtet,
die anderen die Weisheit.
Die einen sprechen den anderen
die Katholizität ab:
„unbequem, nicht fromm genug!“

Paulus erinnert an Jesus,
den Unbequemen.

Er erinnert an Jesus,
den schmerzlichen, peinlichen Verlierer,
den die eigenen Freunde verlassen,
weil er sich scheinbar aufs Kreuz legen,
ans Kreuz schlagen ließ.

In ihm offenbart sich
Gottes universale, ausnahmslose
Solidarität mit der Welt,
mit dem letzten Sünder!
scandalum crucis!

Dorothee Sandherr-Klemp (zu 1 Kor 1,22-25)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 03/2021, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer;  www.magnificat.de, In: Pfarrbriefservice.de

 


 

Karte: In der Fastenzeit hat Sisyphos Pause

 


 

Zum Schmunzeln

Welches Instrument spielt Gott? Tuba. Es heißt doch: Vater, unser TUBIST im Himmel, ...

 


Ermutigungswort

"Die wahre Solidarität gegenüber dem anderen ist Wertschätzung!"
(J.W.v. Goethe)

 


 

Bellini, Giovanni: Verklärung Christi (Galleria Nazionale di Capodimonte, Neapel; zeno.org, gemeinfrei)

Bellini, Giovanni: Verklärung Christi (Galleria Nazionale di Capodimonte, Neapel; zeno.org, gemeinfrei)

Impuls zum 2. Sonntag der österlichen Bußzeit, 28. Februar 2021, – Lesejahr B: Mk 9, 2–10

Erst nachdenken, dann sprechen - Ein "Programm" für die österliche Bußzeit

Petrus, Jakobus und Johannes werden Zeugen der besonderen Erfahrung der Verklärung Jesu. Am Schluss der Erzählung werden sie zum Schweigen verpflichtet und sollen „niemandem erzählen, was sie gesehen hatten“. Dabei war es für sie eine wirkliche Frage "was das sei: von den Toten auferstehen." Aber anstelle des Impulses, mit anderen darüber zu reden, sind sie zum Nachdenken verpflichtet und sollen sich gegenseitig über das Erlebte austauschen und auf diesem Weg zu einem Verstehen kommen.

Ein „Programm“ für die österliche Bußzeit: Gemeinsam mit Menschen die einem vertraut sind, das zu teilen, was ich glaube. Jedoch davor erstmal in mich hineinhören und nachdenken, was denn mein Galube ist. Und dann im Austausch mit anderen das Verständnis über meinen Glauben vertiefen.

Aber nicht nur für die Frage nach dem, was ich glaube, sondern auch in vielen anderen Lebensbereichen wäre das ein gutes Vorgehen, das sich einzuüben lohnt. "Erst denken, dann sprechen" ist eine Redewendung, die jedes Kind zu hören bekommt. Das könnte ein Vorsatz für die Fastenzeit sein: zum Beispiel für die Nutzung sozialer Medien, damit z.B. Kommentare nicht angreifen, bloßstellen, provozieren oder verletzten.

 


 

Karte: Ich bete für dich

 


 

Sonntag, 28. Februar - Lesejahr B: Mk 9,2-10

Bleibende Hoffnung

Das flüchtige Glück, das Gipfelglück –
wer könnte es nicht fühlen:
gemeinsam erfahrene Freude,
gemeinsam erblicktes Licht!
Doch es lässt sich nicht festhalten –
einmauern geht nicht.

Es ist so flüchtig,
so beweglich wie der Geist,
der weht, wo er will.
Unausweichlich deshalb,
der Abstieg hinunter in die Alltäglichkeit,
die Angst vor Leiden und Tod,
das Aushalten der letzten Fragen.

Was bleibt,
ist die leuchtende Erinnerung
und die große Hoffnung,
dass das Leben bleibend
stärker ist als der Tod.

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Mk 9,2-10)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 02/2021, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer;
www.magnificat.de, In: Pfarrbriefservice.de

  


 

Karte: Wunsch

 


 

Auch das ist Fasten

Da kommt einer - und ich übersehe ihn nicht.
Da geht einer auf mich zu - und ich zeige ihm nicht den Rücken.
Da klopft einer bei mir an - und ich überhöre ihn nicht.
Da will sich einer mitteilen - und ich schneide ihm nicht das Wort ab. 
Da bittet einer um Hilfe - und ich verschließe ihm nicht mein Herz.
Da braucht einer meine Zeit - und ich bin zu sprechen.
Da kommt einer - und ich sehe ihn und in ihm Jesus.
"Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade."
(2 Kor 6,2)

 


 

Karte: Zeit

 


 

Zum Schmunzeln

Viola (8) soll erklären, was Toleranz ist.
Sie überlegt und meint dann:
"Toleranz ist, wenn Mama mit mir schimpft und ich trotzdem stehenbleibe und ihr zuhöre."

 


Ermutigungswort

Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen.
Unglück oft durch Vernachlässigung der kleinen Dinge. (W. Busch)

 


 

Karte Freude (Foto: Denise Husted pixabay.com)

Freude (Foto: Denise Husted pixabay.com)

Impuls zum Faschingssonntag, 14. Februar 2021

Freude

Freude gehört zu unserer biologischen Grundausstattung. Wir Menschen können uns freuen. Mit dieser Fähigkeit werden wir geboren.

Eine der Ausdrucksgesten der Freude ist, dass die Augen aufstrahlen, Gesichter aufleuchten, wir haben den Eindruck von etwas Leichtem, Leuchtendem, Heiteren … Die Bewegungen sind vertikal, tendieren zur Höhe hin. Die Mundwinkel gehen nach oben, wir können vor Freude Luftsprünge machen, etwas hoch in die Luft werfen. So wird deutlich, dass in der Freude ein Gegengewicht zur Erdenschwere, zur Dunkelheit liegt. Freude zeigt uns Verbundenheit mit etwas, das über uns hinausgeht.

Wenn wir uns freuen, fühlen wir Wärme in uns aufsteigen. Wir spüren diese auch körperlich. Das Selbstgefühl, dass wir bei Freude erleben, ist ein Gefühl des selbstverständlichen Selbstvertrauens, dass daraus resultiert, dass wir im Moment der Freude uns selbst, die Innenwelt, die Mitwelt akzeptieren können, wie sie sind, Zu diesem selbstverständlichen Selbstvertrauen, gehört, dass man sich bedeutsam fühlt, ohne bedeutsam sein zu müssen. Dies lässt uns offen werden, für uns und für andere. In der Freude vertrauen wir, ohne uns dazu entschließen zu müssen, wir vertrauen einfach. Das löst ein Gefühl der Kompetenz aus, der Vitalität, mit dem Leben umgehen zu können. Wir spüren neue Lebensenergie, neues Vertrauen ins Leben. Aus dieser Selbst- und Weltwahrnehmung heraus möchten wir dann anderen Menschen nahe sein, möchten teilen, haben den Mut, miteinander Lösungen zu finden und zu erproben.

 


 

Karte: Gebet um Freude (Bild: Golda Falk, pixabay.com)

 


 

Sonntag, 14. Februar - Lesejahr B: zu Mk 1,40-45

Quarantäne auf Lebenszeit?

Aussatz – Quarantäne auf Lebenszeit.
Aussatz – Hinauswurf ohne Verabschiedung.
Aussatz – Abschied vom Leben.
Aussatz – nie mehr in Gemeinschaft, nie mehr unbeschwert!

Jesus durchbricht die unsichtbare Schranke
und berührt den Aussätzigen!
Doch Berührung, alle wissen es,
bedeutet Ansteckung mit Unreinheit.

Der Geheilte posaunt es hinaus:
Jesus hat sich an mir unrein gemacht,
um mich zu reinigen,
um mir Leben zu ermöglichen!

Jesus riskiert das Äußerste,
das Ende.
So fängt das Leben,
das Leben für alle, an.

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Mk 1,40-45)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 02/2021, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de, In: Pfarrbriefservice.de

  


 

Karte: Lebensfreude

 


 

Karte: Gebet um Freude

 


 

Zum Schmunzeln

Aus einem Schüleraufsatz: Als Jesus lebte, gab es im Heiligen Land eine fürchterliche Krankheit, den Aufsatz (statt Aussatz).

  


Ermutigungswort

"Siehe, mein Gott, da ist der andere, mit dem ich mich nicht verstehe.
Er gehört dir, du hast ihn geschaffen.
Du hast, wenn ihn nicht so gewollt, ihn mindestens so gelassen, wie er eben ist.
Siehe, mein Gott, wenn du ihn trägst, will ich ihn auch tragen und ertragen, wie du mich trägst und erträgst.“

(Karl Rahner)

 


 

In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste. Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste (Mk 1,12f) (Foto: Greg Montani, pixabay.com)

In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste. Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste (Mk 1,12f) (Foto: Greg Montani, pixabay.com)

Impuls von Matthias Olzem zum 1. Sonntag der österlichen Bußzeit, 21. Februar 2021, – Lesejahr B: Mk 1,12-15

Gott bietet uns eine Zukunft an

Jesus geht vierzig Tage in die Wüste. In der Wüste reduziert sich alles drastisch auf ein Minimum, die grüne und lebendige Natur, Wasser, angenehme Temperaturen und – wenn man alleine unterwegs ist – natürlich die menschlichen Kontakte.

Mit Kontaktreduzierung haben wir mittlerweile viele eigene Erfahrungen. Wir verzichten durch das heimtückische Corona-Virus bereits seit einem Jahr auf viele Kontakte.

Aber nicht nur das Virus schränkt uns ein, lässt uns verzichten. Auch in unserem normalen Lauf des Lebens, je älter wir werden, müssen wir oft schleichend und immer ein bisschen mehr verzichten: langjährige Kontakte brechen weg, der Körper und auch oft das Gedächtnis lassen uns vieles nicht mehr so machen wie früher. Vieles geht einfach nicht mehr so.

Natürlich ist es ein Unterschied, ob ich mich aus eigener Entscheidung – wie z.B. Jesus im Bibeltext des 1. Fastensonntags – reduziere oder ob es mir von außen aufgezwungen wird. Aber wie ich mit diesem Verzicht umgehe und was ich daraus mache, das liegt wieder in meiner eigenen Entscheidung.

Jesus nutzt die Zeit in der Wüste, um eine neue Perspektive zu gewinnen. Er sucht den Kontakt zu Gott und entwickelt Visionen. Keine negativen Horrorszenarien, sondern ermutigende Visionen: Gott hat uns nicht fallen gelassen, weil Menschen nicht vom egoistischen, gierigen und kurzsichtigen Umgang miteinander lassen können, trotz vieler Versuche Gottes, uns zu einem guten, gerechten, friedlichen, bewahrenden und nachhaltigen Umgang miteinander und mit der Schöpfung zu bewegen. Gott bietet uns weiter eine Zukunft an – er hat sie schon anbrechen lassen – in der Menschen und Geschöpfe so miteinander verbunden sind, dass für alle ein Leben in Fülle möglich wird.

„Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an die Frohe Botschaft“, verkündet Jesus im unserem Text.

Das wäre doch was: Die Fastenzeit nutzen, nicht um in erster Linie zu verzichten oder den aufgezwungenen Verzicht zu betrauern, sondern um Visionen zu entwickeln und an der ein oder anderen Stelle sich im eigenen Sprechen und Handeln daran zu orientieren – dann kann Ostern kommen.

Matthias Olzem, Pastoralreferent

 


 

Karte Fastenzeit (Text: Claudia Brehm; Foto: Gerd Altmann, Pixabay)

 


 

Sonntag, 21. Februar - Lesejahr B: zu Jes 43,16-21

Erneuerung

Die Vergangenheit,
sie birgt nicht nur Gutes.
Wer sich erinnert,
stößt auf Untätigkeit und Untaten,
auf eigene und fremde Schuld.
Scham und Groll sind die Folgen.

Scham kann Voraussetzung sein
für Verstehen und Versöhnen.
Doch sie kann auch lähmen,
in Fesseln schlagen,
das gute Leben vereiteln,
das Gott für uns will.

Deswegen ermöglicht Gott Erneuerung,
deshalb vergibt er uns unsere Schuld,
deshalb legt Gott „einen Weg an durch die Steppe
und Straßen durch die Wüste“.
Dann kann Neues wachsen,

„merkt ihr es nicht“?

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Jes 43,16-21)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 02/2021, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de, In: Pfarrbriefservice.de

  


 

Gebet um Toleranz (Text: Bertram Bolz, Diakon)

 


 

Zum Schmunzeln

Paul, sieben Jahre, fragt:
„Oma, ist der Opa ein Greis?“
Oma erwidert.
„Ja, das kann man so sagen, der Opa ist ein Greis.“
Paul darauf weiter:
„Und Papa? Ist der dann ein Halb-Greis!“

 


Ermutigungswort

"Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen.
Unglück oft durch Vernachlässigung der kleinen Dinge.“

(W. Busch.)

 


 

Darstellung des Herrn: Ambrogio Lorenzetti - Galleria degli Uffizi, Florenz (Foto: zeno.org, gemeinfrei)

Darstellung des Herrn (Ausschnitt): Ambrogio Lorenzetti - Galleria degli Uffizi, Florenz (Foto: zeno.org, gemeinfrei)

Impuls zum Fest „Darstellung des Herrn im Tempel“, 2. Februar 2021

„Du hast die Halle mit Licht erfüllt. Du hast sie mit dem gefüllt, was die Menschen brauchen.“

Liebe Leserinnen und Leser,
die Kirche gedachte am 2. Februar Maria, die das Kind Jesu in den Tempel trug, um es Gott zu weihen. Das war vom Gesetz für den jeweils Erstgeborenen vorgeschrieben. Der Preis für die Ärmsten waren zwei Tauben, was Maria und Josef geopfert haben. Dann treten da zwei Menschen auf, die sich nach diesem Kind gesehnt hatten: Simeon hieß der eine, Hanna die andere. Ein Leben lang hatte Simeon auf diesen Moment gewartet, ohne zu wissen, wann es so weit sein würde. Aber nun im Tempel nahm er das kleine Kind, Jesus. Er spürte, dass jetzt sein Lebenstraum in Erfüllung gegangen war und sagte zu allen, die dabei standen: „…meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das alle erleuchtet …“ (vgl: Lk 2,30-31) Jesus ist das Licht der Menschlichkeit, der Barmherzigkeit, der Liebe. ER will das Leben vieler ein wenig heller und wärmer machen. Wir brauchen Licht.

Sehen wir Jesus, das Heil, das Licht des Lebens. Tragen wir dieses Licht der Hoffnung zu anderen Menschen in unserer dunklen Zeit. Wenn ich daheim bin, brennt eine Kerze. Sie zeigt mir, dass Jesus immer bei mir ist, in den schönen und in den schwierigen Stunden. ER ist das Licht meines Lebens.

Die folgende Geschichte bringt gut zum Bewusstsein wie sehr Menschen auf Licht angewiesen sind und wie gut ihnen Licht tut:

Geschichte

Ein König hatte zwei Söhne. Als er alt wurde, da wollte er einen der beiden zu seinem Nachfolger bestellen. Er versammelte die Weisen des Landes und rief seine beiden Söhne herbei. Er gab jedem der beiden fünf Silberstücke und sagte: „Ihr sollt für dieses Geld die Halle in unserem Schloss bis zum Abend füllen. Womit, ist eure Sache.“ Die Weisen sagten: „Das ist eine gute Aufgabe.“

Der älteste Sohn ging davon und kam an einem Feld vorbei, wo die Arbeiter dabei waren, das Zuckerrohr zu ernten und in einer Mühle auszupressen. Das ausgepresste Zuckerrohr lag nutzlos umher. Er dachte sich: „Das ist eine gute Gelegenheit, mit diesem nutzlosen Zeug die Halle meines Vaters zu füllen.“ Mit dem Aufseher der Arbeiter wurde er einig, und sie schafften bis zum späten Nachmittag das ausgedroschene Zuckerrohr in die Halle. Als sie gefüllt war, ging er zu seinem Vater und sagte: „Ich habe deine Aufgabe erfüllt. Auf meinen Bruder brauchst du nicht mehr zu warten. Mach mich zu deinem Nachfolger.“ Der Vater antwortet: „Es ist noch nicht Abend. Ich werde warten.“

Bald darauf kam auch der jüngere Sohn. Er bat darum, das ausgedroschene Zuckerrohr wieder aus der Halle zu entfernen. So geschah es. Dann stellte er mitten in die Halle eine Kerze und zündete sie an. Ihr Schein füllte die Halle bis in die letzte Ecke hinein.

Der Vater sagte: „Du sollst mein Nachfolger sein. Dein Bruder hat fünf Silberstücke ausgegeben, um die Halle mit nutzlosem Zeug zu füllen. Du hast nicht einmal ein Silberstück gebraucht und hast sie mit Licht erfüllt. Du hast sie mit dem gefüllt, was die Menschen brauchen.“

P. Casimir Kumar AmalraJ OCD
Kooperator

 


 

Karte Gebet um Freude (Foto: pixabay.com)

 


 

Karte Lebensfreude (Foto: Prashant Sharma, Pixabay.com)

 


 

Sonntag, 07. Februar - Lesejahr B: Mk 1,29-39

Er ist das Wort, das heilt

Jesus – sein Name bedeutet: „Gott ist Rettung“:
Rettung für die Schwiegermutter des Petrus,
Rettung für die vielen, die Hilfe und Heilung erhoffen,
Rettung für die von Schmerz und Krankheit Getroffenen,
Rettung für die von innerer Verwundung Betroffenen.

Zu ihm drängen sie alle,
die beladen sind und gezeichnet.
Sie wollen endlich heil sein;
sie hoffen, rein und mit sich eins zu werden.
„Zieh den Kreis nicht zu klein“ – so lebt Jesus.

Jesus hört den Schrei der Verstummten.
Er gibt Antwort.
Weil er aus Gottes heilsamer Nähe lebt,
spricht er die Sprache der Heilung.
Er ist das WORT, das heilt.

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Mk 1,29-39)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 02/2021, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de

   


 

Karte: Die Frau mit den Erbsen (Foto: Andrew Taylor, pixabay.com)

 


 

Zum Schmunzeln

Aus einem Schüleraufsatz:
Als Jesus lebte, gab es im Heiligen Land eine fürchterliche Krankheit,
den Aufsatz (statt Aussatz).

 


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