Impuls zum Advent
Wort in die Woche
von
Dirk Mettler
Diakon
Ein Licht scheint in der Finsternis
Liebe Schwestern und Brüder,
die Zeichen der Zeit sind eindeutig: Die Tage werden kürzer, die Finsternis greift immer mehr um sich und das Wetter lässt auch keinen Zweifel mehr zu. Die ungemütliche Jahreszeit hat begonnen. An diesen alljährlichen Kreislauf der Jahreszeiten haben wir uns gewöhnt, was sollten wir auch dagegen tun? Doch nicht nur die Natur zeigt sich unerbittlich. Dunkle Wolken prägen die Stimmungslage in unserem Land. Eine nicht mehr für möglich gehaltene Kriegsgefahr, das drohende Auseinanderbrechen der westlichen Welt, eine immer mehr um sich greifende Aufkündigung dessen, was man einen „demokratischen Konsens“ nennen könnte. Es wird ungemütlich in unserer Welt.
Für viele von uns, die wie ich das große Glück hatten, in einer langen Phase des Wohlstands und des Friedens leben zu dürfen, ist diese Erfahrung neu. Weltgeschichtlich betrachtet ist sie das freilich nicht. Bereits der Prophet Jesaja fand für seine Zeit beklemmende Worte: „Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker,“ fügte aber gleich auch eine hoffnungsmachende Perspektive an: „doch über dir geht strahlend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir.“ (Jes 60,2)
Eine solch aufmunternde Botschaft steckt auch im Advent, der – perfekt getimt – genau in der Endphase der kürzer werdenden Tage liegt und zugleich mit einem zunehmenden Lichtermeer aufwartet. Man mag das als Energieverschwendung kritisieren und für mich tut es auch eine Kerze, die ein warmes Licht in die Wohnung bringt. Aber egal, ob Lichterkette oder Kerze: Sie alle sind sichtbare Zeichen der Hoffnung, dass die Finsternis nicht das letzte Wort hat.
Dirk Mettler, Diakon
Ein Licht scheint in der Finsternis (Foto: Jeremy Kyeyo, pixabay)
Ihr Anliegen
Gemeindebrief
Pfarrei Vallendar
56179 Vallendar
Telefon: 0261 963190
E-Mail: pfarrei.vallendar@bistum-trier.de