Ökumenischer karnevalistischer Gottesdienst am 09.01.2026
Mit zahlreichen Vallerer Gecken feierten Pastor Martin Laskiewicz, Pfarrer Gerd Götz und Diakon Dirk Mettler am Freitag, 9. Januar, bereits zum dritten Mal einen ökumenischen karnevalistischen Gottesdienst in der Vallendarer Pfarrkirche.
Den Beginn machten die Vallerer Tröteköpp, die das Gotteshaus vorab zur Einstimmung und dann zum Einzug in Stimmung brachten. Mit im Boot war natürlich auch das Vallendarer Prinzenpaar – Prinzessin Emma und Prinz Tobias (mit Gefolge) -, das im Altarraum Platz nahm und im Verlaufe des Gottesdienstes die Fürbitten vortrug. Den einleitenden Worte von Pastor Laskiewicz ließ Pfarrer Götz eine eindrucksvolle Predigt folgen, wobei beide die Bedeutung des Mottos „All unner einer Kapp“ speziell in der heutigen Zeit betonten.
Musikalisch war auch einiges angesagt: So trugen das Vallendarer Kolpingchörchen „Allelujah, du bist der Weg“ und Lisa Post von den Fidelen Frauen den Bläck-Fööss-Song „In unserm Veedel“ vor. Ein Bemoosten-Quintett (Timo Krämer, Birgit, Hanne, Lea und Michael Wächter, unterstützt von Pianist Matthias Ohlig) sangen den eigens für den Abend erstellten Song „In Valler am Rhein“. Natürlich durfte eine Lesung (Jutta Heuser) sowie das „Vater unser“ auf Vallerer Platt ebensowenig fehlen wie ein abschließendes stimmgewaltiges „Lobe den Herren“.
Traditionell sorgten der KV Ewig Jung und die Möhnen „Fidele Frauen“ im Anschluss an den Gottesdienst gekonnt für das leibliche Wohl. Kurzum: Es war ein sehr schöner, gemeinsamer Gottesdienst, der die Anwesenden erreichte und einen gelungenen Auftakt in die Session im Jhr 2026 darstellte. Eine vierte Ausgabe im Jahr 2027 wird sicherlich erfolgen.
Text: Michael Wächter / Titelgrafik: Claus Zewe, pixelio
Das Vallendarer Kinderprinzenpaar mit Gefolge bei der Begrüßung durch Pfarrer Martin Laskewicz (Foto: Michael Wächter)
Begrüßung und Eröffnung
von Pfarrer Martin Laskewicz
Ich grüße Euch! Ob groß, ob klein,
jeder darf hier gerne sein.
Es wundern sich die feinen Leute,
dass wir so feiern können heute:
Kostüme und maskierte Jecken
sieht man hier in allen Ecken,
nicht so steif wie sonst schon mal,
wo man häufig übt Choral.
Die Musik ganz anders klingt
weil man and’re Lieder singt.
St. Marzellinus und St. Petrus,
so lautet schließlich der Beschluss,
ist der Ort zur Fassenacht,
wo in der Kirch’ mal wird gelacht.
“All’ unner einer Kapp”
Das Motto freilich ist sehr knapp.
Auch wenn es jedes Jahr so lautet,
find’ ich, es weiterhin gut tauget.
Gemeinschaft ist das große Ziel.
Und gute Stimmung, die bringt’s viel.
Katholisch ich, Gerd evangelisch
ökumenisch ist’s nicht ganz symmetrisch
Er so groß und ich recht klein –
zum Glück ist’s nur der äuß’re Schein
Aber Verstärkung habe ich bekommen
der Diakon sei uns willkommen.
Die Tröteköpp, die spiel’n hier auf,
und lassen Tönen freien Lauf.
Auch and’re Gruppen und Vereine
kommen gerne und erscheine.
In der Kirche buntes Treiben.
Ob die Könige, hier vorne, bleiben?
Tja, Ostern ist recht früh im Jahr.
Auch dieser Gottesdienst, nicht wahr?
Weihnachtsbäume und die Krippe
steh’n noch, mit der Heil’gen Sippe.
Das Jesuskind, das freut sich sehr,
wenn Menschen kommen all’ hierher.
Damals schon, da war’s zu seh’n:
Hirten zieh’n nach Betlehem.
Außerdem ging auf ein Stern.
Die drei Weisen kamen gern.
Alle sollen zu ihm kommen,
nicht nur die besonders frommen!
Aus der Näh’ und aus der Fremde,
Arme, Reiche, alle Stände
bilden eine bunte Schar,
wie die Narren hier, na klar!
Zusammen mit dem Prinzenpaar
bilden wir die Christenschar.
Wir reih’n uns ein und schau’n auf Jesus.
Und außerdem gibt’s was, was weg muss.
Brötchen, Würste, ja auch Bier,
sogar sowas hab’n wir hier.
Das Ganze soll nicht werden alt,
drum macht nachher noch hinten Halt.
Nutzt, bevor Ihr geht nach Hause,
die Gelegenheit und macht ‘ne Pause.
Dabei mal mit ander’n sprechen
dafür gibt es reichlich Flächen.
Damit auch all’ dás ist im Sinne des Heilands.
Versichern wir uns des göttlichen Beistands.
Ja, deshalb, wie immer am Anfang, so heißt es:
IM NAMEN DES VATERS, DES SOHNES, DES HEILIGEN GEISTES.
(Amen.)
In diesem Rahmen kann ich’s wagen:
„Der Herr sei mit euch“, hör ich mich sagen.
Jetzt die Gemeinde die Antwort leiste:
„Und mit deinem Geiste.“
So sind wir nun gut eingestimmt
und wohl auch ziemlich gleichgesinnt.
Ich will darum nicht länger stören.
Lasst uns vielleicht ein Lied jetzt hören…