Impuls 

Wort in die Woche

von
Dirk Mettler
Gemeindereferent

Work-Life-Balance

Liebe Schwestern und Brüder,

in den letzten Wochen kochten die Emotionen hoch, wenn öffentlich über das Thema Arbeitszeit diskutiert wurde. Von „Vier-Tage-Woche“ und „Lifestyle-Teilzeit“ war da beispielsweise die Rede. Mir geht es nicht um die Frage nach dem rechten Arbeitsmaß, mir geht es eher um den Sinn unserer Freizeit. Um den Sinn, den wir selbst ihr geben oder eben nicht.

Weit verbreitet ist die Ansicht, Ruhezeiten wie ein freies Wochenende oder der jährliche Urlaub dienten der Erholung, sodass unsere Arbeitskraft erhalten bleibt und nach absolvierter Ruhe wieder vollumfänglich zur Verfügung steht. Dann dürften wir in unserer Freizeit nichts anderes tun, als faul auf dem Sofa zu liegen, damit unser Körper zu Ruhe und Erholung kommt. Dabei kann es allerdings passieren, dass unser Geist sich ganz furchtbar langweilt.

Die Gegenposition versucht hingegen, das Maximum an Erlebnis aus der Freizeit herauszuholen. Bloß nichts verpassen, ist hier die Devise. Dann kann es passieren, dass wir uns während der (Arbeits-)Woche vom Freizeitstress erholen müssen. Wie so oft im Leben, neigen die Extreme zur Übertreibung. Vermutlich werden sich die meisten von Ihnen irgendwo dazwischen einordnen.

Die jüdisch-christliche Tradition führt den wöchentlichen Ruhetag auf ein göttliches Gebot zurück. Der Ruhetag soll deshalb auch in erster Linie dazu dienen, Herz und Seele für Gott zu öffnen und darauf zu vertrauen, dass er für uns sorgt. Die Fastenzeit eignet sich hervorragend dazu, diese Praxis verstärkt einzuüben, damit unser Leben nicht aus dem Gleichgewicht gerät.

Dirk Mettler, Diakon

Work-Life-Balance - eine ständige Anfrage im Medienzeitalter (depositphotos.com)

Work-Life-Balance - eine ständige Anfrage im Medienzeitalter (depositphotos.com)

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