Impuls zum Sonntag Dreifaltigkeit
Wort in die Woche
von
Dirk Mettler
Diakon
Drei gleich Eins?
Liebe Schwestern und Brüder,
mit der Mathematik scheinen es die Theologen nicht so zu haben, obwohl es gar nicht mal so wenige Lehrkräfte mit der Fächerkombination Mathe und Religion gibt. Aber auch diese würden die Gleichung 3 = 1 mit Sicherheit als falsch markieren. Rein logisch betrachtet ist es ja auch Unsinn.
Gott die Fesseln der – menschlichen – Logik anlegen zu wollen, würde aber bei einer ganzen Reihe biblischer Erzählungen nicht funktionieren. Denken wir nur etwa an den Durchzug der Juden durch das Rote Meer, die jungfräuliche Empfängnis Jesu oder seine Auferstehung von den Toten. Die Bibel ist voll von Aussagen, die unser Verstehen – meines zumindest – weit übersteigen. So verhält es sich auch mit der Dreifaltigkeit.
Man könnte nun meinen, Vater, Sohn und Heiliger Geist seien drei Erscheinungsweisen Gottes, die je nach Erfordernis zu Tage treten. So wie ich je nach Bezugsperson Ehegatte, Vater oder Bruder bin. Aber das greift zu kurz und wird dem Grundgedanken der Lehre von der Dreifaltigkeit nicht gerecht. Während ich immer nur eine meiner Rollen ausfüllen kann, ohne in einen Rollenkonflikt zu geraten, ist Gott immer alles zugleich. Er ist immer Vater, Sohn UND Geist, nicht oder!
Für mich bedeutet das, dass er mich stets mit all seinen Seiten umgibt. Er will mir immer ein Vater sein, der mich so umsorgt, wie es Eltern eben tun. Er will immer mein Bruder sein, der mir nahe ist und mit mir durchs Leben geht, wie es Geschwister bestenfalls tun. Und er will mich stets mit Kraft und Mut erfüllen. Von einem solchen Gott kann man nur begeistert sein.
Dirk Mettler, Diakon
Tabernakel-Türe, Admont (Foto: Martin Manigatterer, pfarrbriefservice.de)
Ihr Anliegen
Gemeindebrief
Pfarrei Vallendar
56179 Vallendar
Telefon: 0261 963190
E-Mail: pfarrei.vallendar@bistum-trier.de