Impuls
Wort in die Woche
von
Andreas Barzen
Gemeindereferent
Johannisfest – Gemeinsam Hoffnung feiern
Am 20. und 21. Juni ist es wieder so weit: Wir feiern zusammen mit der evangelischen Gemeinde das Johannisfest. Unter dem Motto „Aufstehen – aufeinander zugehen“ setzen wir ein bewusstes Zeichen der Gemeinschaft. In einer Zeit, in der vieles Menschen eher trennt als verbindet, braucht es Orte, an denen Begegnung gelingt – wo Menschen miteinander reden, lachen, feiern und Gemeinschaft erleben.
Johannes der Täufer, dessen Fest wir begehen, war ein Hoffnungsmensch. Er machte Mut, statt stehen zu bleiben, sich neu auszurichten und darauf zu vertrauen, dass Gott mit uns unterwegs ist. Seine Botschaft klingt auch heute überraschend aktuell: Nicht Angst und Sorge sollen unser Leben bestimmen, sondern Zuversicht und Vertrauen.
Aufstehen – aufeinander zugehen: Das ist mehr als ein Festmotto. Es ist eine Haltung. Aufstehen gegen Resignation und Gleichgültigkeit. Aufeinander zugehen trotz unterschiedlicher Meinungen, Lebenswege oder Konfessionen. So wird etwas von der Hoffnung sichtbar, die unser christlicher Glaube schenkt.
Rund um den Johannistag sind die Tage am längsten und das Licht besonders intensiv. Ein schönes Bild für unseren Glauben: Gottes Licht ist da – nicht nur an sonnigen Tagen, sondern auch dann, wenn sich das Leben einmal von seinen dunkleren Seiten zeigt.
Vielleicht ist genau das die Botschaft unseres Johannisfestes: Hoffnung wächst dort, wo Menschen aufstehen und aufeinander zugehen. Wo wir einander begegnen, Zeit miteinander teilen und spüren: Keiner muss seinen Weg allein gehen.
Der Johannistag fällt in die hellste Zeit des Jahres und erinnert daran, wie wichtig Hoffnung ist, wie gut es tut, wenn Menschen einander Lichtblicke schenken. Denn Hoffnung wächst dort, wo Menschen aufstehen und aufeinander zugehen.
Andreas Barzen, Gemeindereferent
Johannes, Hoffnungsmensch (Bild: ecce agnus dei, johannes berg, pfarrbriefservice.de)
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