Impuls

Wort in die Woche

von
Pfarrer Martin Laskewicz

In der Schöpfung Gott erkennen

Liebe Geschwister im Glauben!

Der Frühling ließ die Natur wieder austreiben. Wo zunächst nur zarte Pflänzchen zu sehen waren, wachsen die Pflanzen inzwischen so stark, dass mancher, der sie im heimischen Garten im Zaum halten möchte, kaum noch hinterherkommt. Bunte Blüten in den schönsten Farben und Formen kann man entdecken. Wir freuen uns über schönes Wetter und sind aber auch dankbar für jeden Regen, der den Boden durchfeuchtet. Der Sommer, der gerade begonnen hat, lässt Früchte und Samen reifen. Er lädt ein, in die Natur hinauszugehen, einen kleinen Spaziergang zu machen, sich umzuschauen und die Vielfalt an Farben und Formen, die uns umgeben, zu entdecken und bewusst wahrzunehmen, beispielsweise die „Lilien des Feldes“. Von ihnen heißt es im Jesus-Wort von der rechten Sorge: „Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen.“ (Mt 6, 29)

Die Farbenpracht der Blüten und die Schönheit der Natur insgesamt mögen anregend wirken und den Geist beflügeln. Mit etwas Zeit und Muße kann man ins Nachdenken kommen:

  • Was macht mein Leben lebenswert, bunt und unverwechselbar?
  • Was gibt mir Energie oder lässt mich reifen?
  • Was gibt mir Halt? Wo bin ich verwurzelt?
  • Welche Begegnungen und Erfahrungen haben mich geprägt?
  • Wofür bin ich besonders dankbar?
  • Wo wünsche ich mir frischen Wind?

Der Apostel Paulus schreibt: „Seit Erschaffung der Welt wird nämlich [Gottes] unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit.“ (Röm 1, 20)

Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie an den Geschöpfen den Schöpfer erkennen. Einen farbenfrohen Sommer und viel Dankbarkeit in Ihrem Leben!

Ihr Pastor,
Pfarrer Martin Laskewicz

 

Karte zu Mt 6, 29 (Foto: Alicja, pixabay.com)

Karte zu Mt 6, 29 (Foto: Alicja, pixabay.com)

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