Dank-Gottesdienst mit den Marienschwestern
Im Rahmen des 100-jährigen Bestehens der Schönstätter Marienschwestern besuchen Mitglieder der Gemeinschaft Orte, an denen Marienschwestern in den letzten 100 Jahren wirkten, so auch Vallendar. Dort waren viele Marienschwestern im Einsatz in Schule, Kindergarten, Gemeinde, Sozialstation, Pfarrbüro und derzeit als Küsterinnen.
Am Samstag, 1. August, gestalteten sie den Sonntagvorabendgottesdienst durch Gesang und mit einer Dialogpredigt mit Pfarrer Martin Laskewicz, in der sie das Tagesevangelium der Brotvermehrung, in dem die Sehnsucht nach mehr zum Ausdruck kommt. Beispiele aus ihrem Leben zeigten, dass der Mensch nicht vom Brot allein leben kann, sondern dass da auch ein geistiger Hunger ist, den urpersönlichen Auftrag Gottes für die Welt umzusetzen.
Beim anschließenden Umtrunk kamen Gemeinde und Schwestern gut ins Gespräch.
Eine gelungene Begegnung!
Einige Erinnerungen an Schwestern die im Laufe der Jahrzehnte auf dem Gebiet der heutigen Pfarrei Vallendar St. Maria Magdalena tätig waren
- Von 1. April 1928 bis 30. April 1970 waren Marienschwestern in Niederwerth tätig.
Aufgabengebiete: Krankenpflege, Kindergarten, Nähschule. Anfangs kamen zwei Schwestern, Schw. M. Irene und Schw. M. Elisabeth, später waren es drei. Gegen Ende waren es Sr. M. Pankratia, die in der Krankenpflege war und Sr. M. Christrita für den Kindergarten. - Schon 1926 gehen Marienschwestern ins Vallendarer Krankenhaus, um dort die Krankenpflege zu erlernen. Außerdem gehen sie zur Pflege in Vallendarer Familien.
- Schon 1930, also sechs Jahre nach ihrer Gründung, konnten die Marienschwestern das Gebäude Wildburg erwerben. Nach dem 2. Weltkrieg begannen sie dort mit der Marienschule und dem Internat.
Später wurde die Marienschule in eigene Gebäude ausgelagert. Dort waren und sind bis heute viele Schwestern als Lehrerinnen und in der Schulleitung tätig. - In der ökumenischen Sozialstation Vallendar waren Sr. Mariekathrin , Sr. M. Annelies und Sr. M. Irmenfried tätig.
- In der Pfarrei arbeitete in den 1960er Jahren Sr. M. Raphaela, Sr. M. Celina und Sr. M. Hildgund als Gemeindereferentinnen.
- Sr. M. Ingemartha hat lange das Pfarrbüro geleitet.
- Einige Schwestern haben ihr Praktikum im Rahmen der Ausbildung zur Gemeindereferentin in Vallendar gemacht, z. B. Sr. Mariann.
- Sr. M. Ludowika hat eine Zeit als Lehrerin an der Grundschule Vallendar unterrichtet.
Gabengang mit Fürbitten
Guter Gott, wir danken dir heute für die ersten 100 Jahre der Gemeinschaft der Schönstätter Marienschwestern. Du warst ihnen nahe und hast sie geführt. Im Vertrauen darauf, dass du immer bei uns bist und mit uns gehst, bringen wir dir unseren Dank und unsere Bitten.
- Wir bringen ein Licht. Es ist Zeichen für Jesus Christus, dessen Licht durch Maria in die Welt kam. Als Schwestern der Gottesmutter durften wir über ein Jahrhundert hinweg aus diesem Licht Leben und Hoffnung weitergeben.
Guter Gott, erneuere in uns die Berufung, die wir in Taufe und Firmung erhalten haben.
Lass uns selbst Licht sein. Schenke durch die Begegnung mit dir: Hoffnung den Traurigen, Nähe den Einsamen, Orientierung den Suchenden. - Wir bringen einen bunten Blumenstrauß. Er steht für all das Schöne, das wir als Schönstätter Marienschwestern in 100 Jahren, gerade hier in Vallendar, erfahren durften.
Guter Gott, öffne unsere Sinne, damit wir den Reichtum der vielfältigen Charismen, die du deiner Kirche schenkst, dankbar erkennen. Mache uns bereit, uns unseren Talenten und Möglichkeiten entsprechend einzubringen, damit das Miteinander in unserer Pfarrei weiter blüht und Frucht bringt.
- Wir bringen ein Pilgerheiligtum. Es ist Ausdruck unserer Dankbarkeit für den Gnadenstrom, mit dem der Dreifaltige Gott durch die Gottesmutter, in mehr als 100 Jahren, unsere Stadt beschenkt hat.
Guter Gott, sei nahe den Menschen unserer Stadt und in unserem Land. Begleite alle, die hier leben und arbeiten mit deinem Segen. Stärke das Miteinander und die Freude am Glauben.
- Wir bringen ein Band, aus vielen Bändern zusammengeknüpft. Wir danken für die vielen kleinen und großen Momente bei Veranstaltungen und Begegnungen mit den Menschen aus Vallendar, die unser Miteinander gestärkt haben.
Guter Gott, vertiefe unsere Gemeinschaft. Lass unser Leben zu einem glaubwürdigen Zeugnis werden für deine Gegenwart in unserer Zeit. Schenke in dir Frieden und Versöhnung zwischen den Völkern und Nationen, in den Familien, in den Herzen der Menschen.
- Wir bringen in den Gaben von Brot und Wein unsere Welt zu dir. Nimm sie als Gaben unseres Dankes an. Wandle sie, damit sie für uns zum „Brot des Lebens“ und zum „Kelch des Heiles“ werde.
Guter Gott, stehe allen bei, die sich Trost, Heilung und einen neuen Anfang ersehnen. Schenke ihnen und den Menschen in den Kriegs- und Krisengebieten unserer Erde Hoffnung und Kraft in Jesus Christus, der uns in dieser Feier der Eucharistie begegnet.