Impuls
Wort in die Woche
von Martin Laskewicz
Pfarrer
Kreuzerhöhung
Liebe Geschwister im Glauben!
Das Kreuz hängt in vielen Häusern über der Tür oder an der Wand, auch im öffentlichen Raum begegnet man ihm, nicht nur auf Friedhöfen, sondern an vielen Orten: beispielsweise in Form von Wegkreuzen, an Hauswänden oder auf Berggipfeln. Das Kreuz ist das Zeichen, das wie kein anderes für den christlichen Glauben steht. Es ist eigentlich ein grausamer Marterpfahl, der in der Antike im Römischen Reich für die schändlichste Art der Todesstrafe benutzt wurde. Jesus starb an einem solchen Kreuz – aber der biblische Auferstehungsglaube bezeugt, dass der Tod nicht endgültig war. Deshalb gilt das Kreuz, umgedeutet zum Baum des Lebens, als Zeichen christlicher Hoffnung.
Besonders verehrt wird das Kreuz Christi an zwei Tagen im Jahr: an Karfreitag und zum Fest Kreuzerhöhung am 14. September. Aber warum an diesem Datum im September? Die Mutter Kaiser Konstantins, die heilige Helena, reiste um 326 im Alter von vermutlich 76 Jahren ins Heilige Land und hat (nach dem Zeugnis des Ambrosius von Mailand) das Kreuz Christi suchen lassen. Der Legende zufolge wurde das Kreuz am 13. September 326 gefunden. Auf den Tag neun Jahre später wurde die im Auftrag des Kaisers am selben Ort erbaute Auferstehungskirche geweiht, die heute Grabeskirche genannt wird. Am folgenden Tag, dem 14. September, wurde den Gläubigen zum ersten Mal in der neuen Kirche das Kreuzesholz zur Verehrung gezeigt („erhöht“).
Deshalb feiern wir am Sonntag, 13.09.2026, das Patrozinium der Kreuzkirche auf dem Mallendarer Berg, die auf diesen Titel geweiht ist. Herzliche Einladung!
Ihr Pastor
Pfarrer Martin Laskewicz
Gipfelkreuz auf der Jaufenspitze in Österreich (Foto: Hans, pixabay.com)
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