15. Ökumenischer Evensong, Vallendar
Fünf Chöre aus Vallendar und Koblenz gestalten eine musikalische Andacht in der Pfarrkirche Vallendar
Am Sonntag, 03. Mai 2026, laden die evangelische und die katholische Kirchengemeinde Vallendar um 18:00 Uhr zum 15. Ökumenischen Evensong in die Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus (Kirchstra0ße 27) ein. Die traditionsreiche Andachtsform unter dem Leitwort „Und führe zusammen, was getrennt ist“ bringt zahlreiche Chöre und Solisten aus der Region zusammen.
Mitwirkende sind der Kirchenchor der evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Pfaffendorf unter der Leitung von Sebastian Krings, der sich an den gemeinsamen Chorstücken beteiligt, sowie der Kirchenchor Cäcilia 1668 Vallendar unter der Leitung von Johann Schmelzer, der Josef Rheinbergers „Confitebor“ für gemischten Chor und Orgel (Psalm 86) zur Aufführung bringen wird.
Mit den Marzellinusspatzen
Die jungen Stimmen der Marzellinusspatzen Vallendar, ebenfalls unter der Leitung von Johann Schmelzer, interpretieren Thomas Quasts „Ins Weite“ nach Psalm 18. Der Chor „Cantate“ Vallendar singt John Rutters „The peace of god“, während der Projekt- und ad hoc-Chor Haus Wasserburg unter der Leitung von Jörg A. Gattwinkel SAC mit Alexander Diensbergs „Halleluja – Lobet Gott! Psalm 150“ zu hören sein wird.
Ein besonderer Akzent liegt auf der solistischen Mitwirkung von Sebastian Krings, der Edward Bairstows „Nunc dimittis“ für Bass und Orgel interpretiert und zugleich das Zentraldirigat übernimmt. Die Gesamtleitung sowie die Orgelbegleitung liegen in den Händen von Johann Schmelzer.
Auch die gemeinsamen Chorwerke setzen markante Akzente: Zu hören sind die Liedsätze „Wäre Gesanges voll unser Mund“ in einem Satz von Lukas Stollhof sowie „Nun danket alle Gott“ in der bekannten Fassung aus BWV 79 von Johann Sebastian Bach. Ergänzt wird das Programm durch das „Magnificat“ von Alan Wilson.
Evensong mit „englischem“ Akzent
Einen besonderen Schwerpunkt bei diesem Evensong bildet ein „englischer“ Akzent im Programm. Neben den Werken von Bairstow, Wilson und Rutter rahmen zwei Orgelstücke von William Lloyd-Webber aus dem Zyklus „Three recital pieces“ die Andacht: Das „Prelude“ zu Beginn und der festliche „Nuptial March“ zum Abschluss.
Die liturgische Leitung übernehmen Pfarrer Gerd Götz (evangelisch) und Pfarrer Martin Laskewicz (katholisch). Gemeinsam gestalten sie mit den Musikerinnen und Musikern eine Feier, die nicht allein der musikalischen Darbietung dient, sondern als geistliches Angebot verstanden wird – zur Ehre Gottes und als Zeichen gelebter Ökumene.
Zum Evensong
Der Evensong, ursprünglich aus der anglikanischen Liturgie hervorgegangen und mit der katholischen Vesper verwandt, stellt die Verbindung von geistlichem Wort und anspruchsvoller Kirchenmusik in den Mittelpunkt. Gerade die musikalische Gestaltung wird dabei erneut zum verbindenden Element zwischen Konfessionen und Generationen.